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Nienhagen: „Wo bleibt unsere Ortsumgehung?“

Rostock Nienhagen: „Wo bleibt unsere Ortsumgehung?“

Verkehrsärger in Nienhagen: Seit fast 20 Jahren wartet das Stadtdorf auf eine Entlastung. Vor allem Lastwagen nutzen den Weg über Hinrichsdort zum Überseehafen.

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Seit Jahrzehnten warten die Einwohner in Nienhagen auf die versprochene Ortsumgehung. Gerade jetzt, da der Rostocker Überseehafen floriert, nimmt der Verkehr deutlich zu. Gerade für Kinder eine Gefahr. Die Nienhäger haben die Nase voll: Brigitte und Armin Kelsch (v.li.), Anneliese Salow (5), Sebastian Salow mit dem kleinen Ede, seine Schwägerin Maria Holz mit der kleinen Eva, Belinda (9), Werner (4) und ihre Mutter Antje Salow (re.) wollen sich gegen den Verkehr zur Wehr setzen.

Quelle: Johanna Hegermann

Rostock. Der Lärm aus den umliegenden Gewerbegebieten stört die Einwohner von Nienhagen gewaltig. Ständig donnern Laster und Autos durch den Vorort am östlichen Rand von Rostock. Seit Jahrzehnten warten die Nienhäger auf die versprochene Ortsumgehung. Diese wurde schon 1998 ins Verkehrskonzept der Stadt aufgenommen. „Seit Jahren hat man uns vertröstet. Es reicht“, sagt Elke Holz, die dicht an der Max-Garthe-Straße wohnt. Seit die Strecke über Rövershagen nach Graal-Müritz gesperrt ist, sei die Situation besonders schlimm gewesen.

 

Die Angst, dass sich das Problem dauerhaft verschlimmert, plagt viele Nienhäger. Denn gerade jetzt, da der Rostocker Überseehafen floriert, nimmt der Verkehr deutlich zu. Immer mehr Laster nutzen die Verbindung von der Autobahn A 19 über Nienhagen bis zum Überseehafen.

„Die Ortsumgehung ist aktuell nicht geplant. Sie steht bis zum Haushalt 2020/2021 nicht drin“, erklärt der Bausenator Holger Matthäus (Grüne). Momentan bestehe kein dringender Handlungsbedarf. Täglich würden nur rund 8000 Fahrzeuge durch Nienhagen fahren. Der Anteil der Laster beträgt etwa fünf Prozent. In der Innenstadt sind es zum Vergleich auf der Hamburger Straße 40 000 bis 50 000 Fahrzeuge am Tag. „Deswegen liegen Projekte wie die Erneuerung von Brücken deutlich weiter oben auf der Prioritätenliste“, so Matthäus. Eine Angst kann er den Einwohnern nehmen: „Wenn die Seehafenerweiterung kommt, dann muss auf jeden Fall über den neuen Wirtschaftsverkehr und die Erschließung neu nachgedacht werden.“ Erst dann hätte das Projekt Ortsumgehung Priorität.

Johanna Hegermann

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