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„Nordjob“ hilft Schülern auf dem Weg zum Traumberuf

Schmarl „Nordjob“ hilft Schülern auf dem Weg zum Traumberuf

Die jungen Leute haben sich auf den Messebesuch gezielt vorbereitet / Viele Jugendliche haben klare Vorstellungen von ihrer beruflichen Zukunft

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Silvio Lietz (29, v. r.) erklärt am Stand der Universitätsmedizin Rostock den Schülerinnen Talea Heise (16) und Judith Kupke (16) den Beruf des Anästhesietechnischen Assistenten. Fotos (5): Ove Arscholl

Schmarl. Welche Richtung Laura Müller (17) nach ihrem Schulabschluss einschlagen möchte, weiß sie schon ganz genau: eine Karriere bei der Bundeswehr: Die Elftklässlerin vom Schulzentrum Kühlungsborn besuchte wie Hunderte weitere Schüler aus der Hansestadt und dem Rostocker Umland die zehnte Fachmesse für Ausbildung und Studium „Nordjob“ in Schmarl.

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Die jungen Leute haben sich auf den Messebesuch gezielt vorbereitet / Viele Jugendliche haben klare Vorstellungen von ihrer beruflichen Zukunft

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3150 junge Leute haben gestern und auch heute noch die Chance genutzt und 8100 persönliche Gespräche mit künftigen Arbeitgebern vereinbart. 83 Aussteller stellen ihr Unternehmen vor.

Flyer von verschiedenen Firmen hat Laura Müller schon in die Hand gedrückt bekommen. Sie wartet allerdings noch auf ihren Termin am Stand der Bundeswehr. „Ich werde die Mitarbeiter mit meinen Fragen löchern. Vielleicht entscheide ich mich für ein duales Studium“, sagt sie. Auch ihre Mitschülerin Janin Klose (17) hat einen festen Berufswunsch. Sie möchte später im Bereich Pharmazie arbeiten. „Ich überlege jetzt, ob ich eine Ausbildung mache oder ein Studium einschlage. Das Gespräch auf der Messe wird meine Entscheidung auf jeden Fall erleichtern“, meint sie. Während ihres Pflichtpraktikums hat sie in den Berufsalltag einer Apotheke schon reingeschnuppert. Auch in den Sommerferien will sie dort arbeiten.

IHK-Sprecherin Sabine Zinzgraf macht auch deutlich, dass das Praktikum das wichtigste Instrument in der Berufsorientierung ist, noch vor den Ausbildungsmessen und dem Kontakt mit dem Berufsberater.

„Noch immer kommt es vor, dass junge Leute eine Ausbildung machen wollen, aber lange nicht wissen, ob ihnen diese Berufsrichtung gefällt“, sagt sie. Im schlimmsten Fall brechen die Azubis ihre Ausbildung schon nach wenigen Wochen ab. Das hat wiederum zur Folge, dass Ausbildungsbetriebe weniger Leute einstellen. Im vergangenen Jahr gaben nur 48,6 Prozent der Unternehmer einer IHK-Umfrage zufolge an, ihre freien Ausbildungsplätze besetzt zu haben.

Und andersherum: Wer verschiedene Praktika absolviert, auch außerhalb des Pflichtprogramms in der neunten und zehnten Klasse, hat gute Chancen, seinen Wunsch-Job auch zu bekommen. „Wer in viele Bereiche schon reingehorcht hat, findet am besten, was ihm gefällt“, berichtet Andrea Weidner-Pfaff vom Präsidium der IHK zu Rostock.

Schüler des Rostocker Erasmus-Gymnasiums haben speziellen Wahlpflichtunterricht, in dem auch einmal pro Woche ein fünfstündiges Praktikum in einem Rostocker Betrieb vorgesehen ist. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft funktioniert hier. „Wir haben festgestellt, dass immer mehr Firmen an uns herantreten und Praktikumsplätze anbieten“, sagt Gundula Richter, Lehrerin am Erasmus-Gymnasium. Allerdings sei der Bedarf bei 70 Schülern pro Schuljahr weiterhin enorm. „Das ist ein großer Kraftakt, den wir aber gern in Kauf nehmen“, so die Lehrerin. Die vier junge Leute Veronika Kirkesner, Angelina Krüger, Henning Zillmer (alle 16) und Lukas Sperling (15) aus dieser Schule haben im Auftrag der Industrie- und Handelskammer zu Rostock eine Umfrage mit 357 Schülern durchgeführt. Herausgekommen ist unter anderem, dass knapp 80 Prozent der Rostocker den wirtschaftlichen Stellenwert ihres Bundeslandes kennen.

„Die meisten wissen, welche Chancen es hier gibt“, erklärt Angelina Krüger. Bekannte Berufe wie Arzt oder Architekt rücken laut Lukas Sperling schon bei Schülern der Sekundarstufe 1 in den Fokus. „In der Sekundarstufe 2 werden die Ziele und Wünsche schon konkreter“, sagt er.

8100 Gesprächstermine

83 Aussteller sind auf der Messe vertreten,

darunter Akademien,

Unternehmen, Hochschulen und

Beratungsinstitutionen.

3150 Schüler waren angemeldet, die an den

einzelnen Ständen insgesamt

8100 Gesprächstermine vereinbart

hatten. Im Vorjahr waren 2260 Schüler angemeldet.

Eine Azubi-Umfrage in Rostock, Landkreis Rostock und im Bereich Vorpommern-Rügen hat im Vorfeld ergeben, dass zu den Top-Ausbildungsberufen der Kaufmann im Einzelhandel, Verkäufer und Mechatroniker zählen.

Mathias Otto

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