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Dierkow/Toitenwinkel Nordosten wartet auf schnelle Rettung

Neue Diskussion über Feuerwehr-Standort führt wieder zu Zeitverlust / Neue Wache schon seit 2008 versprochen

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Die Feuerwehr bei einem Einsatz in Toitenwinkel. Die Anfahrt in den Nordosten dauert oft zu lange, sagen Gutachter.

Quelle: Stefan Tretropp

Dierkow/Toitenwinkel. Die Rostocker in Dierkow oder Toitenwinkel müssen länger als in anderen Stadtteilen auf die Feuerwehr warten – und das wird sich voraussichtlich so schnell nicht ändern. Die angestrebten acht Minuten bis zum Eintreffen der Brandschützer können im Nordosten nicht eingehalten werden, zeigten Gutachten bereits in den Jahren 2003 und 2008. Empfohlen wurde der Bau einer neuen Wache im Nordosten der Hansestadt. Passiert ist das bisher nicht. Jetzt liegt eine neue Expertise im Auftrag der Stadt vor, und die kommt zu dem gleichen Ergebnis. Doch eine schnelle Lösung des Problems ist nicht in Sicht. Bisherige Planungen für den Neubau am Dierkower Damm könnten wieder in der Schublade verschwinden.

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Neue Diskussion über Feuerwehr-Standort führt wieder zu Zeitverlust / Neue Wache schon seit 2008 versprochen

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„Die Planungen waren doch schon recht weit, jetzt werden wir wieder hingehalten“, kritisiert Martin Lau (CDU), Ortsbeiratschef von Dierkow-Neu. Auch Kollegin Anke Knitter (SPD) aus Toitenwinkel ist verärgert. „Es ist seit Jahren nichts geschehen, und jetzt reden wir wieder über Papiere.“ Die Stadt könne von Glück sagen, dass noch nicht Schlimmes passiert sei, weil die Feuerwehr für die Anfahrt zu lange brauchte.

Bisher war stets von einer Feuerwache am Dierkower Damm die Rede, um den Brandschutz für die Stadtteile östlich der Warnow zu verbessern. Vor gut einem Jahr kündigte Ordnungssenator Chris Müller (SPD) für 2016 den Baustart an, beim städtischen Immobilienbetrieb KOE liefen die Planungen. Doch nun könnte alles wieder auf Anfang gestellt werden. Denn: Der Bau einer vierten Wache – neben jenen in der Südstadt, in Lütten Klein und im Seehafen – ist nur eine von zwei Varianten, die die Gutachter von Luelf&Rinke Sicherheitsberatung vorschlagen. Empfohlen wird eine andere Variante: Danach reichen für die Stadt auch drei statt vier Stützpunkte für die Berufsfeuerwehr.

Ein Neubau könnte im Bereich Dierkower Allee/Hinrichsdorfer Straße in unmittelbarer Nähe zur A 19 und zum Seehafen entstehen. Die Wache im Hafen könnte dann aufgegeben werden. Mit dem gleichen Grundschutz ausgestattet wie die Wachen in der Südstadt und Lütten Klein würden nicht nur die Schutzziele in den Stadtteilen, sondern auch im Hafen erreicht. Aus Sicht der Gutachter bringt eine solche „3-Wachen-Struktur“ nicht nur organisatorische und einsatztaktische Vorteile, es wäre auch weniger Personal nötig.

Konkrete Aussagen aus dem Rathaus gibt es dazu nicht. „Dazu laufen die Diskussionen und Abstimmungen noch innerhalb der Verwaltung“, lässt Senator Chris Müller über Stadtsprecher Ulrich Kunze mitteilen. Kein Wort zu Zeitplänen und Kosten für eine neue Feuerwache. Immerhin soll im Oktober alles so weit sein, dass die Bürgerschaft im November entscheiden kann. Den Ortsbeiratsvorsitzenden von Dierkow und Toitenwinkel, Martin Lau und Anke Knitter, ist der Standort einer neuen Feuerwache im Rostocker Nordosten prinzipiell egal. Nur möglichst schnell sollte sie kommen, damit Feuer im Rostocker Nordosten genauso schnell wie in an deren Teilen der Stadt gelöscht werden.

Es geht um die Sicherheit

Da stimmt doch etwas in der Stadt nicht, wenn externe Gutachter 2016 praktisch die gleichen Empfehlungen aussprechen müssen wie im Jahr 2008. Zehntausenden im Rostocker Nordosten wird seitdem eine neue Feuerwache versprochen, damit die professionellen und ehrenamtlichen Brandschützer ihre gute Arbeit dort genauso schnell beginnen können wie anderswo in der Stadt. Doch passiert ist nichts, acht Jahre nach der Zusage beginnt eine neue Standortdebatte. Brandschutz ist nicht irgendeine freiwillige Leistung, über die mal eben nebenbei diskutiert werden kann. Am Ende geht es um die Sicherheit der Menschen. Es darf jedenfalls nicht passieren, dass ein Gutachter im Jahr 2024 wieder die gleichen Empfehlungen aufschreibt. Aber wer weiß das in Rostock schon. Über ein neues Theater wird in der Stadt ja auch schon seit Jahrzehnten geredet.

Thomas Niebuhr

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