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Nun auch noch Insolvenzverfahren

Stadtmitte Nun auch noch Insolvenzverfahren

Rostocker Ex-Anwalt in der Klemme / Villa voller Schlamm / Zwangsversteigerung

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Die Fassade der Villa in der Rosa-Luxemburg-Straße wurde durch eine Schlammfontäne nach einem Rohrbruch verschmutzt.

Quelle: Ove Arscholl

Stadtmitte. Wegen Zahlungsunfähigkeit wurde das Insolvenzverfahren gegen den ehemaligen Rostocker Rechtsanwalt Volker Beecken jetzt am Amtsgericht Rostock eröffnet. Die Anträge dazu wurden von den Finanzämtern Rostock und Buchholz in der Nordheide, dem Wohnort Beeckens, gestellt. „Es haben noch weitere Gläubiger Forderungen aufgemacht“, bestätigt Insolvenzverwalter Herbert Hülsbergen. Krankenkassen, Versicherungen, Banken und auch frühere Mitarbeiter haben offene Rechnungen mit dem Anwalt. Die Frist zur Anmeldung von Forderungen läuft bis zum 5. Mai.

Der einst umtriebige Anwalt, der vor Jahren sowohl Hansa als auch Empor vertreten hat, steckt tief in der Klemme. Im Dezember vergangenen Jahres verlor Beecken seine Zulassung als Rechtsanwalt. Vor dem Amtsgericht Rostock muss er sich zudem wegen Veruntreuung von Arbeitsentgelt verantworten. Seine Villa, das ehemalige Haus der Pioniere in der Rosa-Luxemburg-Straße, soll in der nächsten Woche, am 6. April, zwangsversteigert werden. Den Verkehrswert von insgesamt 1,6 Millionen Euro möchte die Gläubigerin, die DKB-Bank, für die Immobilie erzielen. Beim ersten Versteigerungsversuch Ende September wurde das Ergebnis nicht erreicht.

Derzeit sieht die Villa nicht schick aus. Nach einem Wasserrohrbruch vor dem Haus hat eine Schlammfontäne die Fassade stark verschmutzt. Der von der Bank eingesetzte Zwangsverwalter des Hauses hat inzwischen Ansprüche zur Beseitigung des Schadens gegenüber Eurawasser geltend gemacht. Auch innen gab es einen Wasserschaden. Nach einem Defekt an einem Durchlauferhitzer lief Wasser von der ersten Etage ins Erdgeschoss. Die Versicherung ermittelt die Schadenshöhe.

Die Villa gehört derzeit nicht zur Insolvenzmasse. „Erst wenn die Zwangsverwaltung aufgehoben wird, weil sich das Grundstück nicht versteigern lässt“, erläutert Hülsbergen. Es gebe jedoch „ausreichend Vermögensvolumen“, um das Insolvenzverfahren zu eröffnen, „die gesamte pfändbare Habe“ des Schuldners. Summen wollte er nicht nennen. Die Gläubigerversammlung findet am 15. Juni statt.

Von Doris Kesselring

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