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OZ-Leser fordern sinkende Tunnel-Maut

Seehafen/Schmarl OZ-Leser fordern sinkende Tunnel-Maut

Debatte um Preise der Warnowquerung entbrannt / Vielen Lesern sind die Gebühren zu hoch

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Die Mautstation auf der Ost-Seite des Warnowtunnels: In den sozialen Netzwerken fordern die OZ-Leser geringere Durchfahrtsgebühren – dann würden sie die Querung auch häufiger nutzen. FOTOS/UMFRAGE: OVE ARSCHOLL

Seehafen/Schmarl. Vier Euro kostet eine Fahrt durch den Warnowtunnel derzeit – zumindest für all jene, die keine Mautbox im Auto haben. Und die Preise sollen sogar noch steigen, der Betreiber hat für Ende des Jahres die nächste Maut- Erhöhung in Aussicht gestellt. Nun regt sich dagegen nicht nur in der Wirtschaft Widerstand, sondern auch bei den Nutzern: Im sozialen Netzwerk Facebook ist eine heftige Debatte um die Preise des Tunnels entbrannt. Der Großteil der OZ-Leser fordert dort eine sinkende Maut – dann würden sie auch häufiger die Querung nutzen.

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Debatte um Preise der Warnowquerung entbrannt / Vielen Lesern sind die Gebühren zu hoch

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„Wäre es günstiger, dann würde ich viel öfter durchfahren. Für vier Euro komme ich mit meinem Auto über 50 Kilometer. Da kann ich ganz entspannt die Autobahn als Umfahrung des Stadtverkehrs nehmen“, schreibt beispielsweise Oliver Neukirch . Selbst eine Karussell-Fahrt auf einem Jahrmarkt sei günstiger als eine Tunneldurchfahrt, meint Marco Langner . „Die Lösung wäre, die Durchfahrten günstiger zu machen – dann würde der Tunnel viel öfter genutzt werden! Die Masse machts.“ Jens Wolter macht eine einfache Rechnung auf: Von der Güstrower Straße in Lichtenhagen bis zur Gutenbergstraße in Dierkow seien es durch den Tunnel genau 14,2 Kilometer. 14 Minuten brauche Wolter auf dieser Route. „Durch die Stadt sind es 14,6 Kilometer und bei normalen Verkehr 22 Minuten. Warum also sollte ich den Tunnel nutzen?“ Ingo Mueller hält die Maut-Politik des Tunnels für grundsätzlich falsch: „Wenn es nicht läuft, sollte man die Preise senken und nicht erhöhen. Meiner Meinung nach war das von Anfang an der falsche Weg. Nun werden wiederum viele Fahrer den Tunnel meiden – und dann wird wieder an der Preisschraube gedreht.“ Dazu meint Jan Bleil : „So führt sich dieser Verkehrsweg langsam ad absurdum.“ Marco Fiebiger formuliert seine Kritik noch deutlicher: „Vier Euro sind eine bodenlose Frechheit. Ich werde den Tunnel meiden, fahre dann lieber durch die Stadt.“ Dabei war der Tunnel einst gebaut worden, um die L 22 und die Innenstadt zu entlasten. Darauf zielt auch Jan Rumpel ab: „Mit einem kostenlosen Tunnel würde man die Innenstadt massiv entlasten. Das Projekt sollte endlich öffentlich werden, denn die geringere Schadstoffbelastung hilft allen.“

Dass die Maut auch 2017 steigen soll, hatte Tunnel-Geschäftsführerin Yvonne Osterkamp gegenüber der OZ unter anderem mit steigenden Kosten für die Tilgung der Baukredite begründet.

Doch diese Argumentation zweifelt Beate Stoll bei Facebook an: „Wieso steigende Tilgungsraten? Bei einem Kredit sind die Zins- und Tilgungsrate immer gleich, nur das Verhältnis ändert sich. Zinsrate wird geringer und Tilgungsrate höher.“ Der Tunnel solle mal mit Banken reden, ob er die Darlehn angesichts der niedrigen Zinsen nicht günstiger bekommen könne. Für Christopher Thielemann ist der Warnowtunnel ein mahnendes Beispiel: „Irgendwann wird auch der Letzte begreifen, dass Infrastruktur nicht in private Hände gehört.“ Philipp Ruetz hingegen weiß die Vorteile des Tunnels zu schätzen: „Wenn Feierabendverkehr ist, gebe ich gerne Geld für den Tunnel aus . . .“

Andreas Meyer

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