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OZ-Schule: Welcher Wein darf es sein?

Stadtmitte OZ-Schule: Welcher Wein darf es sein?

Am 20. April werden sechs unterschiedliche Weine im OZ-Studio verkostet

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Der Sommelier Jan Buchholz gibt einen ersten Einblick in die OZ-Weinschule.

Quelle: Foto: Johanna Hegermann

Stadtmitte. Die Sonne scheint, die Luft wird wärmer, es ist Frühling. Damit steigt nicht nur der Appetit auf frische und leichte Speisen, sondern auch auf die dazu passenden Weine. Damit diese Wahl ein bisschen leichter fällt, veranstaltet die OSTSEE-ZEITUNG gemeinsam mit Harms & Steder Weinimport am 20. April die OZ-Weinschule. Hauptschwerpunkt sind dieses Mal Frühlings- und Spargelweine. „Es wird Weine geben, die gut zum Frühling und zum Sommer passen. Aber man kann sie auch gut das ganze Jahr über trinken“, verrät Jan Buchholz, Vertriebsmitarbeiter von Harms & Steder.

OZ-Weinschule

Die Weinschule findet am 20. April im OZ-Studio im OZ Medienhaus, Richard-Wagner-Straße 1a, 18055 Rostock, statt.

Beginn ist um 19 Uhr, der Einlass ist ab 18.30 Uhr möglich.

Die Teilnahme kostet pro Person 15 Euro (mit Abokarte) beziehungsweise 19 Euro (ohne Abokarte). Die Tickets gibt es im Service-Center der OSTSEE-ZEITUNG.

Die Weine, die dann im OZ-Studio verkostet werden, kommen alle von der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut aus dem rund 760 Hektar großen Weinanbaugebiet Saale-Unstrut. „Es ist ein recht kleines, relativ unbekanntes Weinanbaugebiet.“ Das jedoch zu Unrecht. Der Anbau dort habe schon eine lange Tradition und die Weine eine sehr gute Qualität. „Es ist außerdem schon fast ein regionales Produkt“, erzählt Buchholz. Denn das Gebiet ist das nördlichste ausgewiesene Qualitätsweinanbaugebiet Europas. Die Weinverkostung wird direkt von einem Mitarbeiter der Winzervereinigung geleitet. Das sei ein großer Vorteil. „Er kann viel Interessantes über die Weine, deren Entstehung und über die Winzervereinigung erzählen.“ Hauptsächlich werden unterschiedliche Weißweine vorgestellt. Probiert wird dann jedoch auch ein Rosé (Portugieser Weißherbst) und ein Rotwein (Blauer Zweigelt).

„Auch Rotwein kann sehr gut zu Spargel passen. Ich würde nie jemandem vorschreiben, was er trinken sollte und was nicht“, sagt der diplomierte Sommelier. Hier gehe es immer nur um den eigenen Geschmack. Zu Gerichten wie Spargel würde er jedoch einen Rotwein mit einer leichten Struktur empfehlen, der nicht so viel Säure habe. Welcher Weißwein zu dem Frühlings-Klassiker passt, sei auch nicht so einfach zu beantworten. „Das kommt darauf an, wie man das Gericht zubereitet.“ Der Spargel allein habe eine gewisse Säure, hier würde also eigentlich ein Wein passen, der dem entgegenwirkt – also halbtrockene oder feinherbe Weine. „Das entspricht auch dem Geist der Zeit“, erklärt Buchholz. Doch, wenn es die klassische Hollandaise oder zerlaufene Butter dazu gibt, wäre ein guter Tropfen mit einer angenehmen Säure genau das Richtige. „Es geht darum, einen Wein zu finden, der gut mit allen Komponenten eines Gerichts harmoniert und den Geschmack noch unterstützt.“ Doch wie immer gilt:

Jeder sollte einfach Spaß am Essen und Spaß am Wein haben.

Etwas zu essen wird es am Abend der OZ-Weinschule jedoch nicht geben. Das sei nicht weiter schlimm. Im Gegenteil: „Wenn man ein Date mit jemandem hat, lädt man ja auch nicht gleich die ganze Familie ein“, gibt Jan Buchholz einen Vergleich. Besser sei es den Wein zunächst eigenständig kennenzulernen. „So kann man besser herausfinden, was er überhaupt kann.“ Bei der Verkostung gehe es dabei um die Farbe, die Fließgeschwindigkeit, um den Geruch sowie den Geschmack auf der Zunge, am Gaumen und im Abgang.

Der Sommelier ist sich sicher, dass man der beliebten Essens-Begleitung heutzutage noch nicht genug Aufmerksamkeit schenken würde. „Die Menschen essen bewusster und achten auf die Herkunft ihrer Gerichte. Doch das ist beim Wein noch nicht ganz angekommen“, sagt der 30-Jährige. Dabei stecke viel Arbeit und Handwerk hinter einem guten Tropfen.

„Es ist aber nicht nur das Getränk der Schönen und Reichen“, betont der Sommelier. Ein guter Wein müsse nicht 500 Euro kosten. Schon für weniger als zehn Euro könnte man ein sehr gutes Getränk bekommen. „Wein ist auch nicht nur etwas für ältere Leute. Wein ist etwas Junges und Lebendiges“, schwärmt der Experte. Dieses Getränk sei für jeden etwas, wenn man Spaß damit hat. „Das heißt nicht, dass man nicht auch ab und zu ein Glas Bier trinken kann.“

Doch Buchholz betont auch: „Wein ist ein Genussmittel, es geht nicht darum, sich zu betrinken, sondern bewusst zu genießen.“ Das Motto sei: In Maßen, nicht in Massen. Gerade als professioneller Sommelier werde daher bei einer Verkostung der Wein nach der Geschmacksprobe und dem Schlürfen wieder ausgespuckt. „Das müssen die Teilnehmer der Weinschule natürlich nicht machen. Hier geht es darum, einen gemütlichen Abend zu verbringen.“

Johanna Hegermann

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