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Ordner attackieren Polizistin (26) im Peter-Weiss-Haus

Rostock Ordner attackieren Polizistin (26) im Peter-Weiss-Haus

Das linksalternative Kulturzentrum wirbt für Toleranz. Doch als eine junge Frau auf einer Party ihren Beruf erwähnt, fliegt sie raus.

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Ordner des linksalternativen Kulturzentrums „Peter- Weiss- Haus“ sollen bei einer Party am Freitag eine 26-jährige Polizistin, die sich dort privat aufhielt, angegriffen und im Würgegriff gegen die Wand gedrückt haben.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Der Übergriff auf eine junge Polizistin sorgt in Rostock für Bestürzung: Ordner des linksalternativen Kulturzentrums „Peter-Weiss-Haus“ sollen bei einer Party am Freitag eine 26-jährige Polizistin, die sich dort privat aufhielt, angegriffen und im Würgegriff gegen die Wand gedrückt haben. „Das ist ein absolutes Unding. Dafür habe ich kein Verständnis“, sagt Susan Schulz (Grüne), Vorsitzende des Kulturausschusses der Hansestadt. Auch Eva-Maria Kröger, Linke- Fraktionschefin in der Bürgerschaft, ist schockiert: „Für mich passt das nicht in die Philosophie des Vereins.“

In einer Unterhaltung am Rand der rappelvollen Tanzfläche habe die Polizistin nebenbei ihren Beruf erwähnt. Sofort habe es Rufe gegeben wie „Bullenschweine sind hier nicht erwünscht“. Dann hätten die Ordner zugegriffen.

Das zum großen Teil direkt oder über Vereine indirekt mit Steuergeldern finanzierte Haus, das mit Toleranz für sich wirbt, sorgte schon bei der vergangenen Fußball-Weltmeisterschaft für Aufsehen. Eine OZ-Leserin berichtete, dass damals ein Kind nicht am Public-Viewing teilnehmen durfte, so lange es die Deutschlandfahne auf die Wange geschminkt hatte.

Die Verantwortlichen vom Peter-Weiß-Haus bedauern den Vorfall am Freitag. „Wir bemühen uns, das Vorkommnis mit allen Beteiligten zu klären.“

 



Andreas Ebel Und André Wornowski

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