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Ortsbeiräte streiten für ihre Bürger

Östliche Altstadt Ortsbeiräte streiten für ihre Bürger

Stadt würdigt 25 Jahre Ehrenamt / Festakt in der Nikolaikirche mit 150 Gästen

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Östliche Altstadt. . Klassische Musik, Festreden, Ehrungen – und das alles unter dem Dach der ehrwürdigen Nikolaikirche – sind ein sicheres Zeichen, dass es etwas zu feiern gibt: Gestern war es das Ehrenamt in den Ortsbeiräten. Die Hansestadt erinnerte mit einem Festakt daran, dass vor 25 Jahren erstmals Ortsbeiräte in der Hansestadt ihre Arbeit aufgenommen haben.

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Stadt würdigt 25 Jahre Ehrenamt / Festakt in der Nikolaikirche mit 150 Gästen

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„Ehre, wem Ehre gebührt“, sagte auch Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke). Er verwies darauf, dass die Bildung von Ortsbeiräten 1991 der Neustart für Rostock in die kommunale Selbstverwaltung war. Damals wie heute gelte, dass es bei der Gestaltung von Demokratie auf den Einsatz der einzelnen Bürger ankomme.

Auf die Geburtsstunde der Ortsbeiräte in Rostock vor 25 Jahren blickte Karl Scheube (SPD), Ortsbeiratsvorsitzender von Brinckmansdorf, zurück. „Wir konnten plötzlich mitreden, konnten Fragen stellen und mussten doch erst Demokratie lernen“, sagte Scheube. Straßenbau, Bebauungspläne, Straßenreinigung, Gebühren für kommunale Leistungen, Schulstandorte, Lärm – Themen, die sich nur wenig von den heutigen unterscheiden – lockten damals bis zu 100 Einwohner in die öffentlichen Beiratssitzungen.

Transparenz und Ehrlichkeit seien das Erfolgsgeheimnis der Ortsbeiräte, so Scheube, die als streitbare Kraft zu einer beachtlichen Größe im kommunalpolitischen Raum gewachsen seien.

„Sie haben sich einen unverzichtbaren Platz erstritten und erkämpft, sie gestalten die Stadt mit, haben einen großen Anteil an ihrer Entwicklung“, würdigte Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) die ehrenamtliche Arbeit in den Ortsbeiräten vor den rund 150 Gästen. Es sei gut, dass die Bürger sich aktiv einbringen können, denn sie können Anträge an den Ortsbeirat stellen. Der wiederum kann Anträge in der Bürgerschaft stellen.

Die Ortsbeiräte seien zudem, so der OB, Brückenglieder zwischen den Bürgern und der Verwaltung. Es zeichne sie aus, dass sie Sachprobleme lösten, dabei spiele die Parteienpolitik eben keine Rolle.

Diese reine Orientierung auf Sachfragen wünsche er sich mitunter auch für die Bürgerschaft.

Zu den Perspektiven der Ortsbeiräte sprach Alexander Prechtel (CDU), Vorsitzender des Warnemünder Ortsbeirates. Gerade weil sie sich an Sachfragen orientierten, oft hartnäckig auf Missstände aufmerksam machten, werde es sie weiter streitbar und erfolgreich geben, so Prechtel.

„Man muss bei Problemen am Ball bleiben, Ausdauer haben, auch wenn es mitunter dauert, können die Ortsbeiräte viel erreichen“, ist Jürgen Dudek (Rostocker Bund), seit 1995 Vorsitzender des Ortsbeirates Markgrafenheide, Hohe Düne, Wiethagen und Torfbrücke, von der Arbeit im Ehrenamt überzeugt.

Stellvertretend wurden gestern sieben langjährige Ortsbeirats-Mitglieder für ihr Engagement gewürdigt: Dietmar Droese (Linke) Schmarl, Gabriele Bolz (CDU) Lütten Klein, Peter Jänicke (Linke) Reutershagen, Herbert Würzner (Linke) Kröpeliner-Tor-Vorstadt, Anke Knitter (SPD) Toitenwinkel, Karl Scheube (SPD) Brinckmansdorf, Uwe Friesecke (CDU) Dierkow Ost/West.

Schüler des Projekts „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi), des Konservatoriums „Rudolf Wagner-Régeny“, der Musik-Schule „Carl Orff“ sowie Studenten der Hochschule für Musik und Theater (HMT) gestalteten die Festveranstaltung musikalisch.

Sprecher der Ortsteile gegenüber der Bürgerschaft

In der Hansestadt Rostock sind insgesamt 19 Ortsbeiräte seit 1991 Bestandteile der kommunalpolitischen Gremien.

Die ehrenamtlichen Mitglieder vertreten die Einwohner in Fragen des Ortsbeiratsbereiches gegenüber der Bürgerschaft und dem Oberbürgermeister.

Die Ortsbeiräte beraten Bürgerschaft und Oberbürgermeister. Dies betrifft Angelegenheiten und Fragen zu kommunalpolitischen Entscheidungen, ihren wirtschaftlichen oder sozialen Auswirkungen auf den jeweiligen Stadtteil, ihrer Bedeutung für den Straßenverkehr oder als Grundlage für Einzelentscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung für den Ortsamtsbereich.

Je nach Größe des Stadtteils bestehen sie aus jeweils neun bis 13 Mitgliedern. Die Zusammensetzung wird dabei vom Wahlergebnis im jeweiligen Ortsbeiratsbereich bestimmt.

Thomas Sternberg

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