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Ortschronisten vertiefen Arbeit mit Landkarten aus 18. Jahrhundert

VOGTSHAGEN Ortschronisten vertiefen Arbeit mit Landkarten aus 18. Jahrhundert

Ein großer Tisch im Vogtshäger „Krug zur alten Waage“ liegt voller topografischer Landkarten aus dem 18.

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Die Chronisten analysieren eine der Karten.

Quelle: Jürgen Falkenberg

Vogtshagen. Ein großer Tisch im Vogtshäger „Krug zur alten Waage“ liegt voller topografischer Landkarten aus dem 18. Jahrhundert. Es sind Wiebekingsche und Schmettausche Karten der Nördlichen Heide, über die sich eifrige Ortschronisten beugen.

Nach der Sommerpause tagt der Stammtisch der Ortschronisten, nun schon im 20. Jahr, bei Adelheid Wetzel, der Krugbetreiberin und Ortschronistin ihres Heimatortes. „Wir sind gerne hier“, sagt Dieter Westphal, seit vier Jahren Chronist für Dierhagen, Neuhaus und Dändorf. Und er meint damit nicht nur die hervorragende Gulaschsuppe der Wirtin.

Motor für die ehrenamtlichen Ortschronisten über all die Jahre war und ist Wilfried Steinmüller, der als Kenner der Heide, ihrer Orte und Menschen ein riesiges Wissen erwarb und es immer wieder weitergibt. Auch wenn in einigen Orten zwischen dem Ostseebad Ahrenshoop und Bentwisch die Chronisten wechselten und in Rövershagen, Bentwisch und Klockenhagen derzeit nicht vorhanden sind, stellt der Stammtisch ein gutes Netzwerk dar. Zu jeder Zusammenkunft steht ein anderes Thema an. Diesmal ist es die Arbeit mit den Karten. „Topografische Karten sind das Beste für die Ortsdokumentation“, sagt Wilfried Steinmüller und erläutert an Hand der zwischen 1750 und 1800 entstandenen Karten den Wandel in der Besiedlung.

So manche Ortschronik, in fleißiger Arbeit zusammengestellt und gedruckt, liegt, zumeist nur in geringer Stückzahl, vor. So auch die Willershäger Chronik, verfasst von Manfred Labitzke, oder die von Blankenhagen, von Klaus Schultz erarbeitet. Den Zugriff auf Chroniken für jedermann über das Internet zu ermöglichen, ist eine langwierige Arbeit. Das Institut für Volkskunde unter Leitung von Christoph Schmitt will im „WossiDiA“, dem digitalen Wossidlo-Archiv, ein „neues Standbein“ schaffen.

Aufgrund der guten Vernetzung wählten Christoff Schmitt und Wilfried Steinmüller die Chroniken der Heideorte zwischen Ribnitz- Damgarten und Warnemünde aus. Diese sollen durch die Ortschronisten nach und nach digitalisiert werden. Für die Ehrenamtlichen eine große Lern- und Fleißarbeit, bei der der Stammtisch der Ortschronisten vielfältige Unterstützung geben wird.

Jürgen Falkenberg

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