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Ostrocker besuchen sich gegenseitig auf der Bühne

Südstadt Ostrocker besuchen sich gegenseitig auf der Bühne

Die Bands Puhdys, City und Karat sind gestern als Rocklegenden vor 4000 Besuchern in der Stadthalle aufgetreten / Für die Puhdys als Band war es der Abschied von Rostock

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Fritz Puppel (City), Peter Meyer, Dieter „Quaster“ Hertrampf (Puhdys), Bernd Römer und Claudius Dreilich (Karat, v. l.) auf der Bühne der Stadthalle in Aktion. Fotos (4): Ove Arscholl

Südstadt. In der ausverkauften Rostocker Stadthalle haben die selbsternannten Rocklegenden von den Puhdys, City und Karat gestern vor 4000 Besuchern gespielt. Die 15 Ostrocker beginnen den Abend alle zusammen auf der Bühne mit ihrem gemeinsamen Stück „Sternstunden“ und reißen ihre Fans vom ersten Moment an mit. Den Auftakt macht dann Karat mit „Der blaue Planet“, wobei Puhdy Klaus Scharfschwerdt an seinem Schlagzeug sitzen bleibt und mit seinem Karat-Kollegen Michael Schwandt gemeinsam trommelt. So wird es den ganzen Abend bleiben – einzelne Bandmitglieder kommen immer wieder zu Besuch, um mit ihren Kollegen die Klassiker zu spielen. So singt City-Stimme Toni Krahl mit Karat „Jede Stunde“, City-Geiger Georgi Gogow gibt seinen Anteil zum „Schwanenkönig“, Puhdy Dieter „Quaster“ Hertrampf singt „Blumen aus Eis“ mit und Dieter „Maschine“ Birr bringt gemeinsam mit Dreilich „An den Ufern der Nacht“ auf die Bühne. Das ist ein Puhdys-Lied, das bei dieser Tournee aber zum Karat-Set gehört. „Ich glaube, meinem Vater hätte das gefallen“, sagt Claudius Dreilich, der seit inzwischen elf Jahren in die Fußstapfen des gestorbenen Herbert Dreilich tritt. Seit einer Woche habe er dank Toni Krahl nun auch einen Spitznamen. „Ich bin jetzt das Rocklegendchen“, erzählt der Jüngste der 15 Musiker. Fehlen noch die „Sieben Brücken“. „Wir sind unglaublich stolz auf dieses Lied und von uns ist das Original“, sagt Dreilich. Als die 4000 Gäste im Saal a capella im Chor singen, dürfte der eine oder andere eine Gänsehaut bekommen haben.

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Die Bands Puhdys, City und Karat sind gestern als Rocklegenden vor 4000 Besuchern in der Stadthalle aufgetreten / Für die Puhdys als Band war es der Abschied von Rostock

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„Die Musik von Karat ist einfach zeitlos“, sagt Martina Schönrock (52) aus Greifswald. „Ich habe ihre Lieder schon vor 30 Jahren gehört und sie sind heute noch aktuell.“ City beginnen ihren Teil mit „Flieg ich durch die Welt“, „Amerika“ und „Sind so kleine Hände“. Hier singen Christian Liebig (Karat), Maschine und Claudius Dreilich mit. „Mit diesen Besuchen drücken wir unsere gegenseitige Wertschätzung aus“, sagt Toni Krahl. Auch „Helden“, die deutsche Version von David Bowies „Heroes“ ist zu hören – und natürlich „Am Fenster“.

Den Schluss bilden die Puhdys, für die diese Konzertreise nun das Ende ihres Daseins als Band sein soll. „Ich hatte in Berlin das letzte Puhdyskonzert gesehen und freue mich jetzt, dass sie doch nochmal mit den Rocklegenden unterwegs sind“, erzählt Jörg Biegus (55) aus Köln. Er ist mit Ehefrau Sonja für das Konzert angereist ist und bezeichnet sich selbst als eingefleischten Fan. Die Puhdys singen „Geh zu ihr“, „Melanie“, „Kühle Lady“, „Lebenszeit“ und „Alt wie ein Baum“, bevor sie die Stimmung mit „Hey, wir woll'n die Eisbären sehen“ richtig aufkochen. Außerdem revanchieren die Puhdys sich bei Karat, indem sie deren „Magisches Licht“ singen. Am Ende verabschieden noch einmal alle 15 Musiker gemeinsam ihr Publikum.

Ove Arscholl

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