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Ostsee-Messe: Ein Kessel Buntes

Schmarl Ostsee-Messe: Ein Kessel Buntes

44 870 Besucher aus der Region kamen am Wochenende zur Hansemesse nach Schmarl

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Ich war oft hier, etwas Neues ist immer dabei. Holger Niemann (46) Dierkow

Schmarl. Stau vor der Zufahrt der Hansemesse, volle Parkplätze und Schlange stehen an der Kasse – Ausnahmezustand in Schmarl. All das nahmen die Besucher der Ostsee-Messe lächelnd in Kauf. Zehntausende tummelten sich hier an fünf Tagen zwischen Gemüseschälern und Tiroler Käse, Wasserbetten und Öko-Katzenstreu, zwischen Gewächshäusern und Küchenmaschinen. Gucken, staunen, probieren und das ein oder andere Schnäppchen ergattern – das kommt an bei den Menschen in der Region.

Die Ostsee-Messe

220 Aussteller konnten sich an fünf Tagen auf der gesamten Fläche der Hansemesse präsentieren. Erstmals vertreten waren die Länder Indien, Nepal und Pakistan. Die Verbraucherschau befasste sich vor allem mit den Trend-Themen Regionalität und „Bewusst Besser Leben“. Mehr als 40 000 Besucher wurden nach Schmarl gelockt.

Renate und Manfred Pusch sind extra aus Röbel an der Müritz angereist. „Wir interessieren uns für alles“, sagt der 60-Jährige. „Am meisten aber für Angebote rund um Haus und Garten“, ergänzt seine Frau. Da kommt die große Blumenschau „Du und dein Garten“ gerade recht, die in der Halle aufgebaut wurde. Doch die Puschs möchten mehr sehen und haben sich Zeit mitgebracht. „Wir drehen erst einmal eine Runde durch die Stände, um uns zu orientieren“, sagt Renate Pusch. Denn bei mehr als 220 Ausstellern kann man schnell mal den Überblick verlieren.

Holger Niemann aus Dierkow hat sich dafür eine besondere Strategie überlegt. Anstatt zu Fuß ist er auf Rollen unterwegs. „Das ist ein Segway, den ich auf einer Automesse gekauft habe“, erzählt der 46-Jährige. Damit komme er nicht nur gemütlich voran, sondern sei auch ein ganzes Stück größer als sonst. „So hab ich einen guten Blick über die Messe“, sagt er schmunzelnd und fährt schnurstracks an einem Stand mit Kochsets vorbei. Hier steht Klaus-Peter Bittner aus Berlin, um die Töpfe von AMC anzupreisen. „Das Rostocker Publikum ist gut. Aber es gibt überall Leute, die sich für unsere Produkte interessieren und auch welche, die es nicht tun.“ In diesem Jahr scheinen jedoch viele Gefallen an den Küchentöpfen seiner Firma gefunden zu haben. „Wir haben ein Umsatzplus zum Vorjahr und sind absolut begeistert“, sagt Bittner.

Eleni Christopoulou aus Ribnitz-Damgarten sucht noch nach kleinen Kochtöpfen. Sie ist zur Ostsee-Messe gereist, weil sie vor allem neugierig war. Bei Messe-Einkäufen ist sie allerdings vorsichtig.

„Ich bin da skeptisch. Man muss mich schon richtig überzeugen, damit ich zugreife“, erzählt die 56-Jährige. Die Veranstalter sind jedenfalls zufrieden. „Täglich kamen mehr Besucher als am Vorjahrestag. Von den Ausstellern gab es auch schon erste Anmeldungen für das nächste Jahr“, sagt Annett Leskewitsch vom Projektteam der Ostsee-Messe. Insgesamt wurden 44870 Besucher gezählt.

Doch nicht alle sind überzeugt. Natsagdorj Nyamtsooj aus der Mongolei verkauft an seinem Stand Produkte aus Kamelhaar und Yakwolle. „Die Resonanz ist immer gut, aber die Leute kaufen wenig“, sagt Nyamtsooj. Das Interesse an nachhaltigen Produkten sei nicht so groß bei den Messe-Besuchern. „Dafür interessiert sich eher eine jüngere Generation.“ Doch Nyamtsooj nimmt es gelassen. „Wir verbinden den Aufenthalt in Rostock einfach mit einem Kurzurlaub in Warnemünde.“

Johanna Hegermann

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