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Park-Chaos: Rostock schickt mehr Politessen auf die Pirsch

Rostock Park-Chaos: Rostock schickt mehr Politessen auf die Pirsch

Die Hansestadt sagt Falschparkern den Kampf an: Ordnungssenator Chris Müller (SPD) will die Zahl der Politessen in Rostock zur Sommersaison verdoppeln. „Wir werden zum 1.

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Der Rostocker Ordnungssenator Chris Müller.

Rostock. Die Hansestadt sagt Falschparkern den Kampf an: Ordnungssenator Chris Müller (SPD) will die Zahl der Politessen in Rostock zur Sommersaison verdoppeln. „Wir werden zum 1. Mai zehn neue Außendienstmitarbeiter für die Verkehrsüberwachung einstellen“, so Müller. Die neuen Kontrolleure sollen zunächst auf 450-Euro- Basis beschäftigt und vornehmlich in Warnemünde eingesetzt werden. Die Politessen sollen sich „von selbst“ finanzieren.

Millionen-Geschäft mit Verkehrssündern

3,3 Millionen Euro hat Rostock im Jahr 2015 an Einnahmen aus Buß- und Verwarngeldern verplant. 22 Politessen werden in der Saison in der Hansestadt auf Streife gehen.

Vor allem aus dem Ostseebad Warnemünde hatten sich in den vergangenen Jahren Beschwerden über rücksichtslose Falschparker gehäuft: „Warnemünde läuft in der Saison über. An vielen Tagen ist wirklich alles zugeparkt — selbst Parkplätze für Menschen mit Handicap, Hausauffahrten und Zuwegungen für die Feuerwehr“, sagt Müller. Besonders dramatisch sei die Lage während der Großveranstaltungen im Seebad — zur Warnemünder Woche, der Hanse Sail oder dem Turmleuchten am 1. Januar. Das bestätigt auch Horst Döring (parteilos), Vize-Chef des Warnemünder Ortsbeirates. „Die Rücksichtslosigkeit mancher Autofahrer kennt leider keine Grenzen mehr“, so Döring. Dass die Hansestadt nun deutlich mehr Kontrolleure auf die Straße schicken will — der Ortsbeirat könne das nur begrüßen. Bisher habe die Stadt das Thema viel zu lasch gehandhabt: „Für die allermeisten Falschparker gab es bislang keine Konsequenzen.“ Döring hofft, dass sich nun schnell rumspricht, dass die Hansestadt nun Knöllchen schreibt. Selbst die Tourismusbranche im Seebad ist für Müllers Kurs: „Ich halte stärkere Kontrollen für ein probates Mittel, um die Verkehrsprobleme in Warnemünde in den Griff zu bekommen“, sagt Matthias Fromm, Geschäftsführer der Rostocker Tourismuszentrale.

„Keine Bedenken“, heißt es auch vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) zu den Plänen. „Auch bei uns gibt es immer wieder Beschwerden über die Park-Situation in den Ostseebädern“, berichtet ADAC-Verkehrsexperte Carsten Willms. Die verschärften Kontrollen der Stadt seien in Ordnung: „Andere Urlaubsorte — Boltenhagen zum Beispiel oder auch Binz auf Rügen — machen das seit Jahren.“ In Warnemünde sei die Lage aber besonders angespannt: „Es gibt zu wenig Parkhäuser. Und die vorhandenen sind sehr teuer.“ Das habe ein Test des Automobil-Clubs ergeben. „Bei Parkgebühren von zwei Euro pro Stunde ist die Versuchung groß, falsch zu parken.“ Der ADAC empfiehlt der Hansestadt, über neue Konzept nachzudenken: „Es gibt in Warnemünde genügend freie Flächen. An der Werft zum Beispiel. Dort sollten Stellplätze ausgewiesen werden — mit einem attraktiven Shuttle-Verkehr an den Strand.“

Derzeit beschäftigt Rostock zwölf hauptamtliche Politessen. Mehr Geld aus dem Haushalt, um die zehn weiteren Kräfte zu bezahlen, braucht der Senator nicht: „Das finanzieren wir durch die zusätzlichen Einnahmen aus Buß- und Verwarngeldern.“

Von Andreas Meyer

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