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Parkplatz „Am Stadthafen“ wird saniert

Rostock Parkplatz „Am Stadthafen“ wird saniert

Die unbefestigte Abstellfläche in Rostock wird gepflastert. 500 Stellplätze sollen entstehen. Die Parkhausgesellschaft Rostock, ein Tochterunternehmen der Wiro, betreibt die Anlage. Der Bauverband MV sieht jedoch die Ausschreibung für die Sanierung kritisch und fordert eine Überprüfung.

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Der Parkplatz „Am Stadthafen“ wird endlich saniert. Die Wohnungsgesellschaft Wiro hat das Bauvorhaben in Auftrag gegeben. Der bisher unbefestigte Sandboden mit Schlaglöchern und Unebenheiten wird großflächig gepflastert.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl (1), Lea–marie Kenzler (2)

Rostock. Die Parkplatzsuche in der Rostocker Innenstadt ist ein Gedulds- und Kostenspiel zugleich. Nicht selten weichen Rostocker und Besucher auf die Parkmöglichkeit am Stadthafen aus. Nach Hochwasser und Regengüssen ist dort das Parken aber eher abenteuerlich als komfortabel. Jetzt lässt die Wohnungsgesellschaft Wiro den Parkplatz „Am Stadthafen“ sanieren.

 

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„„Der Parkplatz ist zentral und günstig. Wir parken regelmäßig hier. Die Sanierung ist notwendig, auch wenn die Preise steigen.“Anne Lewitzki (23) Physiotherapeutin

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„„Die Situation macht unzufrieden. Wasser, Schlag- löcher und unbefestigte Steine erschweren das Parken.“Daniel Conrad (32) Projektmanager

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Der unbefestigte Sandboden am Warnowufer, Geröll und Schlaglöcher rechtfertigen längst nicht mehr für jeden den günstigen Parktarif am Stadthafen. 220000 Euro fließen nun in die Sanierung des Parkplatzes. Auf dem sandigen Boden soll durch großflächige Pflasterung ein Areal mit 500 Stellplätzen entstehen. Die Parkhausgesellschaft Rostock (PGR) will sich nicht viel Zeit lassen, um den lange kritisierten Missstand wieder in Ordnung zu bringen. „Bis zur Hanse Sail wollen wir fertig sein“, sagt PGR-Geschäftsführerin Sabine Steinhaus. Das Tochterunternehmen der Wiro betreibt den Parkplatz im Auftrag der Hansestadt, die wiederum Eigentümer des Grundstücks ist. Für den Parkplatz „Am Stadthafen“ seien je nach Bauablauf teilweise und komplette Sperrungen zu erwarten. Für Ausweichmöglichkeiten werde am Kabutzenhof gesorgt.

Erste Probleme traten schon mit Beginn des Bauprojekts auf. Der Bauverband MV forderte zu prüfen, ob die beauftragte Firma die notwendige fachliche Eignung habe. „Diese Aufgabe muss ein zulassungspflichtiges Handwerk übernehmen“, sagt Jörg Schnell, Hauptgeschäftsführer des Bauverbandes. Laut Handwerksordnung könne nur eine eingetragene Firma mit handwerklicher Ausrichtung solche Arbeiten vornehmen. „Dieses Vorhaben muss entsprechende Qualität aufweisen. Bei der Ausschreibung sollte sich nicht ausschließlich am Preis orientiert werden“, fügt Schnell hinzu. Nach einer ordnungsgemäßen Ausschreibung und intensiver Prüfung eingegangener Angebote habe die Wiro einen Auftrag an ein Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus vergeben. „Vorsorglich haben wir die Arbeiten gestoppt, um den Sachverhalt erneut zu prüfen. Diese Fachfrage ist ein Thema für Juristen. Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen“, erklärt Wiro-Sprecher Carsten Klehn. 11,30 Euro Mindestlohn müssen bei einem Bauvorhaben dieser Größe gezahlt werden. Nun soll das Hauptzollamt die Voraussetzungen prüfen.

Wie beliebt der Parkplatz unter den Besuchern der Hansestadt ist, zeigt sich auch bei Anne Lewitzki. Die 23-Jährige kommt aus Barth und ist regelmäßig in Rostock. „Wir parken fast immer am Stadthafen. Es ist zentral und relativ günstig“, sagt die Physiotherapeutin. Eine Tariferhöhung nach Sanierung wäre für Lewitzki kein Problem. „Es ist gut, dass sich jemand der Sache überhaupt annimmt.“ Auch Daniel Conrad aus Reutershagen nutzt den Parkplatz regelmäßig und fürchtet es nicht, die Parkuhr in Zukunft mit mehr Münzen zu versorgen. „Ich bin unzufrieden mit dem Parkplatz.

Pfützen und Schlaglöcher erschweren die Suche. Wenn mit der Qualität auch die Preise steigen, wäre das in Ordnung“, sagt der Projektmanager. In der Tat verändern sich die Parkkosten nach Sanierung.

Die Stunde Parken koste zukünftig einen Euro, das Tagesticket sechs Euro und Monatsverträge seien für 36 Euro erhältlich. „Immer noch das kleinere Übel“, sagt Dorett Göwe. „Bei Regen ist das Parken hier eine Katastrophe“, meint die 47-Jährige Besucherin. Kathrin Wesenberg nutzt die Stellplätze, wenn sie aus Gehlsdorf zum Einkaufen in die Stadt fährt. „Immer noch besser als jedes Parkhaus“, sagt die Rostockerin.

Wann genau die Arbeiten am Stadthafen weitergehen können, ist derzeit noch unklar. „Bei jeder Wetterlage hier parken zu können, das wäre schön“, ist sich Melitta Flemming aber jetzt schon sicher.

Bis zur Hanse Sail soll das Bauvorhaben fertig sein

220000 Euro kostet die Sanierung des Parkplatzes.

500 Stellflächen entstehen auf dem Areal Die Kosten für das Parken steigen nach der Sanierung an. Eine Stunde kostet dann einen Euro, das Tagesticket sechs Euro und Monatsverträge gibt es in Zukunft für 36 Euro.

Die Parkhausgesellschaft Rostock (PGR) ist ein Tochterunternehmen der Wiro und betreibt den Parkplatz „Am Stadthafen“ im Auftrag der Hansestadt.

Lea-Marie Kenzler

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