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Personalnot: Kita sucht Fachkräfte

ZIESENDORF Personalnot: Kita sucht Fachkräfte

Platz- und Personalnot in den Kindertagesstätten im Rostocker Umland. Immer mehr Einrichtungen müssen sich auf die veränderte Situation einstellen. Etwa in der Ziesendorfer Kita „Kinderschloss“.

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Die Ziesendorfer Kinder werden im umgebauten Schloss betreut.

Quelle: Frank Söllner

Ziesendorf. Platz- und Personalnot in den Kindertagesstätten im Rostocker Umland. Immer mehr Einrichtungen müssen sich auf die veränderte Situation einstellen. Etwa in der Ziesendorfer Kita „Kinderschloss“. Hier werden dringend Leute gesucht, die den Nachwuchs im Ort betreuen sollen. Die Gemeindevertretung sendet jetzt einen Hilferuf ab und hofft auf neue pädagogische Fachkräfte. Auch in anderen Umlandgemeinden stehen Kindertagesstätten vor den gleichen Problemen.

Das oberste Ziel in Ziesendorf ist erreicht. Zum Jahreswechsel fand in der Kita ein Trägerwechsel statt. Aus Altersgründen hat die bisherige private Kita-Betreiberin sowohl den Pachtvertrag mit der Gemeinde als auch die Trägerschaft der Einrichtung zum 31. Dezember gekündigt. Seitdem hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kreisverband Bad Doberan, übernommen. Bürgermeister Thomas Witt wünscht sich, dass sich der neue Träger erfolgreich etablieren wird. Aber: Der neue Träger muss sich auf eine veränderte Situation einstellen. „Die Anzahl der Kinder ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, sodass auch der Bedarf an Betreuungsplätzen stetig wächst. Insbesondere für unsere Gemeinde ist uns die Sicherstellung der Betreuungsplätze sehr wichtig“, sagt er. Die Kita hat sich bereits den veränderten Bedingungen angepasst. Das Haus wurde saniert und umgebaut. „Die Gemeinde hat sehr stark investiert und damit einen wichtigen Grundstein gelegt“, erklärt Witt.

Für den neuen Träger gilt es nun, das Konzept der vom Kneipp-Bund zertifizierten Einrichtung erfolgreich weiterzuführen. Dazu würden auch die qualifizierten Mitarbeiter zählen. Nur würden die dauerhaft bei Weitem nicht ausreichen.

Auch in anderen Einrichtungen sind neue Leute erwünscht. „Bei uns ist das zwar nicht akut, aber gebrauchen können wir Fachpersonal immer“, sagt die leitende Erzieherin Christine Haunschild der Elmenhorster Kita „Klabauterkinder“ vom Institut Lernen und Leben. Vor allem, weil einige Mitarbeiter selbst jung sind und ihre Familienplanung noch nicht abgeschlossen haben. Laut Instituts-Sprecherin Henrike Thaut sei diese Einrichtung in den vergangenen Jahren bis heute nahezu 100 Prozent ausgelastet. Um einen Fachkräftemangel gar nicht erst zuzulassen, würden möglichen Bewerbern lukrative Konditionen und Karriereperspektiven angeboten.

Eine Lösung, auch künftig ausgebildetes Personal zu bekommen, bietet das Institut demnächst in Bentwisch an und lässt im Gewerbepark „Am Campus“ eine berufliche Schule bauen. „Hier möchten wir künftig Sozialassistenten und Erzieher ausbilden“, so Henrike Thaut. Wenn vom Bildungsministerium die staatliche Genehmigung vorliege, soll noch in diesem Jahr der erste Ausbildungsgang zum Sozialassistenten gestartet werden.

In der Gemeinde Pölchow stehen Erzieher vor ganz anderen Herausforderungen. Ausreichend Personal ist vorhanden, nur mangelt es hier an zusätzlichen Räumen. Die Gesundheits-Kita „Sonnenkäfer“ in Wahrstorf platze derzeit aus allen Nähten. Darüber informierte die Leiterin auf einer der vergangenen Einwohnerversammlungen. „In dem Gutshaus, in dem die Kita untergebracht ist, hat die Gemeinde noch Wohnungen vermietet. Derzeit stehen wir in Verhandlungen, diese als zusätzliche Räume für die Kita zu bekommen“, sagt Bürgermeisterin Irmgard Rautenberg. Pro Jahr werden in der Gemeinde bis zu zwölf Babys geboren. Insgesamt wohnen dort knapp 200 Kinder und Jugendliche.

Auch in Schulen werden Räume knapp

Aufgrund der steigenden Schülerzahlen im gesamten Landkreis Rostock werden demnächst mehr Räume benötigt. Das Friderico-Francisceum-Gymnasium Bad Doberan ist ein Beispiel. Mit aktuell 850 Schülern ist die Kapazität überschritten, denn die Einrichtung ist auf 828 Gymnasiasten ausgelegt. Künftig werden 1300 Quadratmeter mehr benötigt.

Dringender Bedarf auch in der Europaschule Rövershagen: Es gibt keine Aula, das Lehrerzimmer sei zu klein, heißt es. Im Kreis sei das Problem seit Langem bekannt. Unter anderem besuchen auch 40 Flüchtlingskinder die Schule. Ein Neubau soll kommen. Eine Zwischenlösung scheint in Sicht. Ein Container könnte ab nächstem Schuljahr Abhilfe schaffen.

Von Mathias Otto

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