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Physik und Spiel: Schüler experimentieren in neuem Labor

Rostock-Südstadt Physik und Spiel: Schüler experimentieren in neuem Labor

Rektor Wolfgang Schareck weihte gestern das neue Lehr-Lern-Labor „PhySch“ der Uni Rostock ein / Lehramtsstudierende können nun optimal den Schulalltag trainieren

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Das neue Schülerlabor kann ab sofort für ein paar Stunden oder sogar für einen ganzen Tag genutzt werden.

Quelle: Anja Klatt

Rostock-Südstadt. Bereits zum 14. Mal fand gestern der Rostocker Physiktag statt. Erstmals waren die neuen Räumlichkeiten des Instituts für Physik Ort des Geschehens. Rund 330 Schüler kämpften im alljährlich stattfindenden Wettbewerb um den Wanderpokal „Rostocker Leuchtturm“ gegeneinander. Universitätsrektor Wolfgang Schareck nutzte das Ereignis, um das neue Schülerlabor „PhySch — Physik und Schule“ offiziell zu eröffnen.

„Das Labor stellt einen außerschulischen Lernort für Schüler dar“, sagt PhySch-Projektchefin Wiebke Loseries. „Vorher hatten wir keine eigenen Räumlichkeiten.“ In Rostock sei die Arbeit im Schülerlabor für Physikstudenten ein fester Bestandteil der Lehramtsausbildung. „Das Ziel besteht dabei darin, den Studierenden die Möglichkeit zu geben, Praxiserfahrung zu sammeln und den Schulalltag zu üben.“ Jeder könne sich ausprobieren und seinen eigenen Lehrweg dadurch finden.

Hilfreich sei vor allem der Austausch zwischen Physiklehrern und Studierenden. „Lehramtskandidaten können darüber hinaus Experimente-Training betreiben und sich auf diesem Gebiet weiterbilden“, so Wiebke Loseries. Für die angehenden Pädagogen wäre es zudem eine tolle Gelegenheit, mit Schülern moderne Unterrichtsformen auszuprobieren. „Methodik und Didaktik sind in Bewegung, entwickeln sich ständig weiter“, betont Viola von Oyenhausen, eine der Organisatorinnen des Rostocker Physiktags.

„Das Schülerlabor kann für ein paar Stunden oder sogar für einen ganzen Tag genutzt werden“, erklärt Wiebke Loseries. Außerdem möchte die AG Didaktik der Rostocker Uni zukünftig Angebote für die Ferienzeit aufstellen. Geplant seien Science-Camps sowie eine Sommerakademie. Weiterhin werde ein Junior- und Forscherclub fester Bestandteil des Schülerlabors. Darüber hinaus hätten Schüler die Möglichkeit, bis zu 14-tägige Praktika in den verschiedenen Forschungsbereichen des Instituts zu absolvieren.

„Der Fachbereich der Physik wird generell viel zu oft unterschätzt“, bedauert Rektor Wolfgang Schareck. Dabei sei er von so großer Bedeutung. „Ich freue mich, dass die Physik an unserer Universität einen hohen Stellenwert besitzt.“ Das neue Gebäude des Instituts und vor allem das Schülerlabor schaffen optimale Lehr- und Lernbedingungen. „Ich kann mir vorstellen, dass Schüler hier mit sehr viel Freude experimentieren werden“, sagt Rektor Schareck.

Spaß bereiteten die neuen Räumlichkeiten auf dem Südstadtcampus schon während des Physiktages. „In diesem Jahr dreht sich alles um das Motto Physik und Spiel“, erklärt Wiebke Loseries. „Am Leuchtturmwettbewerb nahmen 16 Mannschaften mit Schülern aus den Klassen neun bis 12 teil.“ Das Turnier teile sich dabei in zwei Phasen. „Zuerst müssen alle Teilnehmer 30 Minuten lang physikalische Fragen beantworten.“ Die vier besten Teams qualifizieren sich mit vier Teilnehmern für Phase zwei. Dort musste experimentiert werden.

Neben dem Turnier konnten die angereisten Schüler einen Blick in die neuen Labore und in die Werkstatt zu werfen. Es wurde gespielt, kreativ entwickelt, gezeichnet und konstruiert. In Vorträgen gingen Physiker des Instituts unter anderem Fragen nach, inwieweit physikalische Phänomene genutzt werden können, um beispielsweise beim Baseball zu gewinnen, und was hinter sogenannten Nanobausteinen steckt. Den Abschluss bildete eine Schauvorlesung von Rostocker Studierenden.

Kampf um Wanderpokal

14 Mal fand der Physiktag bereits statt. Organisiert wird er von der AG Didaktik des Instituts für Physik der Universität Rostock.

330 Schüler kämpften in den neuen Räumlichkeiten im Physik-Turnier um den Wanderpokal „Rostocker Leuchtturm“.

16 Mannschaften von 17 Gymnasien aus ganz MV nahmen teil.

5 Bereiche bietet das neue Lehr-Lern-Labor „PhySch“: KidsLab, AstroLab, MechanikLab, FreeLab, PhotonLab.



Pauline Rabe

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