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Plattdeutsch und Adventsmarkt: Miniland pflegt Brauchtum

GÖLDENITZ Plattdeutsch und Adventsmarkt: Miniland pflegt Brauchtum

In Göldenitz gibt es bald neben Miniaturversionen wichtiger Bauten aus MV auch plattdeutsche Nachmittage / Weihnachtszeit mit Märchenfiguren wird vorbereitet

Göldenitz. Miniland up platt: In Göldenitz gibt es ab dem 9. November plattdeutsche Nachmittage. Jeden zweiten Mittwoch im Monat können Besucher „De Klönsnacker“ aus Rostock erleben, jeweils von 14 bis 16 Uhr. „Vom Verein werden immer wieder andere Leute dabei sein und mal Lesungen halten, mal kleine Dialoge vorführen, aber auch singen“, sagt Doreen Groth, die seit März die Geschicke für den Park und das zugehörige Landschulmuseum lenkt.

 

OZ-Bild

Auf CD und als Buch hat die Miniland-Chefin Doreen Groth bereits Plattdeutsches. Nun werden umgeben von Miniaturbauten Mitglieder von „De Klönsnacker“ regelmäßig auftreten.

Quelle: Claudia Tupeit

Plattdeutsch passt zu unserem Anliegen, Traditionen der Heimat zu pflegen.“Doreen Groth, Miniland

Das 70. Miniland-Modell ist in Arbeit

100 Modelle strebt Doreen Groth im Miniland an. „Das ist die Zielgerade.“ Zurzeit wird an Modell Nummer 70 gearbeitet.

4,5 Hektar Parkfläche stehen für Modellbauten, die detailgetreu wichtige Bauten aus ganz MV zeigen, zur Verfügung. Auch das Landschulmuseum gehört zum Areal.

Das passe gut zum Miniland-Charakter, findet die 54-Jährige. Schließlich konzentriere man sich – umgeben von Miniaturversionen wichtiger Bauten in Mecklenburg-Vorpommern – stets auf Heimatpflege und Kulturbewahrung. „Es gibt viele ältere Menschen, die sich über eine Veranstaltung mitten in der Woche freuen, weil sie am Wochenende oft mit der Familie zu tun haben“, begründet Groth die Entscheidung für den Mittwoch als plattdeutschen Tag. Und wer nicht gern im Dunkeln selbst Auto fahre, der habe auch im Winter mit dem Ende um 16 Uhr noch eine „gute Abfahrtszeit“. Hunde, Enkel und Kinder seien ebenso zu den Nachmittagen willkommen. Momentan denkt Groth zudem darüber nach, ob sie im alten Klassenzimmer im Landschulmuseum historische Schulstunden für Oma, Opa und Enkel anbieten wird, „bei denen Platt mit einfließt“.

Bei den Auftritten der „De Klönsnacker“, die Träger des Rostocker Kulturpreises sind, können die Besucher auch zu Kaffee und Schmalzbroten greifen. Alles sei im Preis von fünf Euro pro Person inbegriffen. „Und das Brot backen wir sogar in unserem Original-Steinbackofen selbst“, sagt Groth.

Und da es bis zum Weihnachtsfest nur noch zwei Monate sind, konzentriert sich Doreen Groth momentan noch auf den Adventsmarkt im Miniland, der am 10. Dezember von zehn bis 16 Uhr in der Scheune zum Stöbern und Plaudern einladen soll. „Wir haben Leute aus der Region dabei, die unter anderem Filzarbeiten und Ziegenkäse aus eigener Herstellung anbieten“, sagt Groth. Einen neuen Aussteller, der selbstgestaltete Grußkarten anbietet, hat sie ebenfalls mit ins Boot geholt. Die Einnahmen aus Kaffee, Kuchen und Glühwein sollen gespendet werden.

Wie jedes Mal zum Adventsmarkt gesellen sich Vertreter des Vereins der Märchen- und Sagenstraße zu den Besuchern. Eine Hexe erzählt Kindern Geschichten, eine Spinnerin wird tatsächlich am Spinnrad sitzen und ihr Werk vollrichten, ein Nachtwächter spaziert durchs Miniland. Und keine Sorge: Gruseln muss sich niemand.

Claudia Tupeit

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