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Plattdeutsche Witze erheitern das Publikum

Südstadt Plattdeutsche Witze erheitern das Publikum

Endlich hat es einmal geklappt, endlich ist die Musikantendeel auf den Frauentag gefallen.

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Die Rostocker Bordmusikanten sorgten für mehrere Tanzrunden im Programm der 58. Musikantendeel. Fotos (4): Ove Arscholl

Südstadt. Endlich hat es einmal geklappt, endlich ist die Musikantendeel auf den Frauentag gefallen. Die gut 400 Besucher in der Clubbühne der Stadthalle haben gestern passend dazu jede Menge Lieder und Komik gehört, die die Frauen in den Himmel heben. „Een‘n bunten Blaumenstrutz tau‘n Frugensdag“ ist das Motto der 58. Veranstaltung gewesen. Zwar hat nicht jede Dame im Saal einen solchen Blumenstrauß bekommen, dafür aber war die Blume von Moderator Hans-Jörg Goldhofer an Inge Struck eben sehr exklusiv. Sie hat gestern ihren 80. Geburtstag bei der Musikantendeel gefeiert — und natürlich auch ein flottes Ständchen aus dem Publikum gesungen bekommen.

OZ-Bild

Endlich hat es einmal geklappt, endlich ist die Musikantendeel auf den Frauentag gefallen.

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Die 59. Musikantendeel ist am 13. September, 16 Uhr in der Stadthalle. Karten demnächst im OZ-Servicecenter, Richard-Wagner-Str. 1a oder unter ☎ 0381 / 38303017

Da zur Musikantendeel nicht nur Musik gehört, sondern auch die berühmte Quizrunde, hat Inge Struck auch gleich die erste Frage beantworten dürfen. Die ist allerdings ganz anders ausgefallen, als es Goldhofer erwartet hätte. Wann der erste Frauentag gefeiert wurde und wo, will er von der flotten Dame wissen. Da muss sie passen. „Ich weiß nur, dass ich immer am 8. März Geburtstag habe“, sagt sie und bringt alle zum Lachen. Goldhofer löst auf: Am 19. März 1911 habe es den ersten Weltfrauentag gegeben — unter anderem in Dänemark, Deutschland und den USA. Ein Geschenk bekommt Inge Struck dennoch. Sie darf sich über eine Karte für die nächste Musikantendeel am 13. September freuen.

Sehr humoristisch wird es wie immer, als Klaus-Jürgen Schlettwein die Bühne betritt. Das meiste vertellt er natürlich up Platt und sorgt für einen Lacher nach dem nächsten. Klar, dass sich die überwiegend im Rentenalter befindlichen Zuschauer bestens amüsieren. Sie verstehen es ja. „Dass er Plattdeutsch spricht, ist für uns das Schönste an dieser Veranstaltung“, sagt Inge Leverenz. Die 79-Jährige ist das erste Mal dabei. „Abends gehen wir Alten ja nicht mehr vor die Tür“, sagt sie. Daher sei so eine Show am Nachmittag wirklich ideal. Und gesungen habe man in ihrer Familie — sie ist noch ohne Fernseher und Stereoanlage aufgewachsen — immer viel. „Ich kenne hier jedes Lied“, sagt sie.

Anders die jüngere Gilde im Publikum, die zum Beispiel als Pflegekraft zur Begleitung mitgekommen ist. Mit Kopfhörern in den Ohren und Handy in der Hand hört man lieber die eigene Musik — oder vielleicht doch ein Übersetzungsprogramm fürs Plattdeutsche?

So etwas braucht das Damenquartett um Renate Wiener wahrlich nicht. Die Pastowerin hört den Schnack liebend gern. „Ich kann es zwar nicht sprechen, verstehe aber alles“, sagt die 67-Jährige. Freundin Hiltraud Kittler (65) ergänzt: „Das klingt alles immer lustig und schön, selbst wenn man was Hässliches sagt.“

Zwischen komischen Sprüchen, Quiz und kleinen Gesangseinlagen animieren die Bordmusikanten eine Vielzahl der Gäste zum Tanzen. Charly Frommke mit seinem Leierkasten und Akkordeon und Ulknudel Marie-Luise Ziems — zwei Originale der „Musideel“, die nie fehlen dürfen.

Als Nachwuchstalente sind die Mädchen und Frauen des Rostocker Karneval Clubs mit zwei Show-Tänzen aufgetreten und haben für Begeisterung gesorgt.

Von Claudia Tupeit

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