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Platzmangel: Schüler ziehen in Container

Rövershagen Platzmangel: Schüler ziehen in Container

Die räumlichen Kapazitäten der Europaschule sind ausgeschöpft / Übergangslösung soll 2017 fertig sein

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Dittmar Brandt (l.), Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultur, Stephan Meyer, Dezernent für Inneres und Ordnung, Schulleiterin Christine Wolk und Bildungs- und Kulturausschussmitglied Jörg Griese besprechen den Plan für den Containerbau.

Quelle: Katharina Ahlers

Rövershagen. Unterricht auf dem Flur oder in den Aufenthaltsräumen und Physikstunden in normalen Klassenräumen – mit steigender Schülerzahl hat die Europaschule in Rövershagen zunehmend Probleme, alle Schüler unterzubringen. Aus diesem Grund sollen bis zum kommenden Schuljahr Container errichtet werden.

Inhaltlich läuft es gut. Bei den äußeren Be- dingungen muss noch viel getan werden.“ Christine Wolk, Direktorin

„Eine Ganztagsschule braucht Raum“, sagt Christine Wolk, Direktorin der kooperativen Gesamtschule mit Regionalschul- und Gymnasiumteil. „Wir haben viele Projekte und Austauschprogramme. Inhaltlich läuft es gut, doch bei den äußeren Bedingungen muss noch viel getan werden.“

Der Landkreis geht davon aus, dass die Schülerzahl langfristig weiter steigen wird. „Entgegen allen Entwicklungsprognosen wächst die Europaschule kontinuierlich und wird noch lange bestehen“, stimmt Stephan Meyer, Dezernent für Inneres und Ordnung des Landkreises Rostock, zu. „Es wird Zeit, eine Lösung zu finden, denn Schule und Bildung sind die Zukunft.“

Im September wurde im Kreistag der Nachtrag im Haushaltsplan genehmigt, die Finanzierung für die Errichtung der Container ist somit gesichert. Diese sollen aber nur als Übergangslösung dienen. „In den kommenden Jahren werden wir uns in der Haushaltsplanung um eine endgültige Lösung bemühen“, sagt der Dezernent. „Ob die darin besteht, das Schulgebäude zu ersetzen oder zu erweitern, wird sich zeigen.“

Nachdem der Kreisausschuss in der Vorwoche die Vergabeentscheidung für den Bauauftrag gefällt hat, geht es ab Ende Oktober um den Bauantrag. Dazu gehören unter anderem auch die Prüfung der Statik und das Erstellen eines Brandschutzkonzeptes. „Wir hoffen, dass wir zwischen März und Juni das Fundament errichten und die Container aufstellen können“, sagt Meyer. „Spätestens zum Schuljahresbeginn 2017 soll alles fertig sein.“

Jörg Griese, Mitglied im Ausschuss für Bildung, Kultur und Jugend, begrüßt die Übergangslösung. „Die Europaschule hat wichtige Projekte, doch viele Dinge können bei dem Platzmangel nur schlecht realisiert werden“, meint er. „Wir sind bemüht, gemeinsam eine dauerhafte Lösung zu finden.“

Griese betont, dass es sich bei den Containern in der sogenannten Modulbauweise um moderne Bauten handle, die sich kaum vom Festgebäude unterscheiden. „Sie sind ebenso gut gedämmt, geheizt und isoliert“, sagt er. Es stehe noch nicht fest, aus wie vielen Modulen und Stockwerken die Ausweichlösung bestehen soll, wohl aber die Aufteilung der Übergangslösung. „Es sind fünf weitere Klassenzimmer und drei Aufenthaltsräume geplant“, erklärt Wolk. „Zudem brauchen wir ein separates Lehrerzimmer.“ Auch eine Cafeteria soll Platz in den neuen Einrichtungen finden.

Wachsende Schülerzahl in Rövershagen

Die Europaschule wurde 1991 als Gymnasium gegründet, 350 Schüler wurden damals unterrichtet. Mittlerweile lernen in der kooperativen Gesamtschule mit Gymnasium- und Regionalteil 645 Kinder und Jugendliche.

Die Errichtung der Container soll rund 147 000 Euro kosten. Hinzu kommen 1,4 Millionen Euro Mietkosten für einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Kosten für die Möblierung liegen bei etwa 40 000 Euro.

Katharina Ahlers

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