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Ärger um neue Buswendeschleife

RETHWISCH/BÖRGERENDE Ärger um neue Buswendeschleife

Rethwisch und Bargeshagen streiten über Baumaßnahme / Bürgermeister Catalán fühlt sich missverstanden

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Werfen einen Blick auf die Pläne für eine neue Buswendeschleife: Bürgermeister Horst Hagemeister (l.) und Dieter Harder, technischer Leiter im Busunternehmen.

Quelle: Lennart Plottke

Rethwisch. Scharmützel um eine neue Buswendeschleife: An der Schulstraße in Rethwisch sollen rechts neben der Turnhalle mehrere Parkplätze, drei Bushaltestellen, eine Überdachung für die wartenden Schüler, ein Grünstreifen sowie eine Busfahrspur gebaut werden. Notwendig geworden ist dieses Vorhaben, weil die jetzige Schleife den Ansprüchen der Schüler, aber auch der Busfahrer überhaupt nicht mehr entspricht.

 

OZ-Bild

Seine persönliche Meinung kann Catalán am Stammtisch kundtun – aber nicht in aller Öffentlichkeit.“Horst Hagemeister (parteilos),

Bürgermeister Börgerende-Rethwisch

„Seit Jahren kämpfe ich darum, dass hier eine neue Schleife gebaut wird – und zwar so schnell wie möglich“, erklärt Dieter Harder, technischer Leiter eines hiesigen Busunternehmens. „Denn die aktuelle Situation birgt jede Menge Gefahren in sich – vor allem für die Schulkinder.“ Zudem müssten sich aufgrund der beengten und unübersichtlichen Verhältnisse Busfahrer immer wieder von Eltern beleidigen und sogar bedrohen lassen, macht Harder deutlich: „Dazu fahren uns ständig Autos vor der Nase rum.“

Deshalb sei er froh, dass die Gemeinde jetzt eine Lösung gefunden und dafür auch Geld in die Hand genommen habe, damit die Kinder künftig sicher abgesetzt werden könnten, so Dieter Harder. „Denn in der Vergangenheit ist hier schon der eine oder andere kleine Unfall passiert – zum Glück ohne Personenschaden.“

Aussagen, über die sich Rethwischs Bürgermeister Horst Hagemeister (parteilos) nur wundern kann. Denn auf einer öffentlichen Sitzung des Schulausschusses habe Hagemeisters Amtskollege Eduardo Catalán (FDP) aus Bargeshagen noch davon gesprochen, dass „Börgerende-Rethwisch hier Geld zum Fenster rauswirft“ – und auch das Busunternehmen halte diese Maßnahme überhaupt nicht für notwendig.

„Das ist völliger Quatsch“, stellt Horst Hagemeister klar. „Und es lässt unsere Gemeinde in einem schlechten Licht dastehen.“ Auch Dieter Harder kann Cataláns Worte nicht nachvollziehen: „Ich habe solche Äußerungen nicht getätigt – keine Ahnung, warum er so etwas in die Welt setzt.“ Und letztlich würde das auch gegen das Busunternehmen gehen, meint der zweite Geschäftsführer.

Es handele sich hier um ein Missverständnis, räumt Eduardo Catalán ein. „Ich dachte, die jetzige Buswendeschleife würde ausreichen, wenn die Parkplätze verschwinden würden“, erklärt nun Bargeshagens Bürgermeister. „Das ist aber offenbar nicht die Auffassung des Busbetriebes – da habe ich einen Fehler gemacht.“ Seine persönliche Meinung könne Catalán am Stammtisch kundtun, meint Horst Hagemeister: „Aber nicht in aller Öffentlichkeit.“

Frühestens im kommenden Jahr sei mit dem Start der Baumaßnahme zu rechnen, bedauert Rethwischs Bürgermeister: „Eigentlich sollte es schon in diesem Jahr losgehen – aber der Landkreis hat uns beauftragt, zunächst einen entsprechenden Bebauungsplan aufzustellen.“ Demnach soll die Anzahl der öffentlichen Parkplätze – bisher sind 22 eingeplant – noch erhöht werden. Denn die Kirche, der Friedhof und auch der Sportplatz befinden sich in unmittelbarer Nähe. Dafür wird die bisher neun Meter breite Busspur etwas verkleinert. Die Planungskosten betragen etwa 5000 Euro. Zu den Kosten für den Neubau der Buswendeschleife könne er noch keine Angaben machen, so Horst Hagemeister: „Ich weiß nicht, wie viel Fördermittel es 2017 gibt.“

Immerhin: Dass mehr für die Sicherheit der Kinder getan werden muss, darin sind sich Admannshagen-Bargeshagen und Börgerende-Rethwisch einig. „Vor allem jetzt, wo die großen Lkw Mais abfahren, ist die Situation auf den Gehwegen und Straßen lebensgefährlich“, meint etwa Bargeshagens Gemeindevertreter Hans Seyer. „Hier muss dringend ein Radweg her.“ Konkret müsse sich die Nachbargemeinde endlich dafür stark machen, dass das Radwege-Netz von Steinbeck Richtung Rethwisch geschlossen werde, so Seyer: „Sonst bleibt hier bald nichts mehr heil.“

Das sehe er genauso, sagt Horst Hagemeister: „Aber wir können nicht alles auf einmal machen. In den vergangenen Monaten haben wir unseren Sportplatz erneuert, nehmen jetzt die Erweiterung des Schulhofes in Angriff und wollen eine neue Buswendeschleife bauen.“ Dabei müsse die Gemeinde auch ein bisschen auf ihren Geldbeutel achten.

Lennart Plottke

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