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Afghanen demonstrieren für Bleiberecht

Rostock Afghanen demonstrieren für Bleiberecht

Landesweit haben am Sonnabend Flüchtlinge und ihre Unterstützer gegen die geplanten Sammelabschiebungen nach Afghanistan demonstriert. Das Land am Hindukusch sei für Rückkehrer nicht sicher. Rund 70 Personen in MV seien von der Abschiebung bedroht.

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Auftakt auf dem Neuen Markt: Gegen die Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan haben am Sonnabend Menschen in Rostock demonstriert.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Sie wollen in Rostock bleiben – weil sie in ihrer Heimat um ihr Leben fürchten: Rund 50 Flüchtlinge und Unterstützer haben am Sonnabend auf dem Neuen Markt gegen die geplanten Sammel-Abschiebungen nach Afghanistan demonstriert. Mit Flugblättern und Transparanten machten sie auf die aus ihrer Sicht gefährliche Lage in dem Land am Hinduskusch aufmerksam.

Seit Ende 2016 lässt die Bundesregiergung abgelehnte Asyl- Bewerber auch nach Afghanistan abschieben. „Die Regierung sagt, das sei sicher – weil die Extremisten in Afghanistan nicht gegen die eigene Bevölkerung kämpfen“, so Ibrahim Baddour von der Initiative „Rostock hilft“. Doch das stimme nicht: „Wer in den Westen geflohen ist, gilt als Verräter. Verwandte und Kollege ebenfalls. Und Verräter werden getötet.“ Nach Angaben des Netzwerks „Afghanistan ist nicht sicher“ droht rund 70 Menschen, die derzeit in MV leben, die Abschiebung an den Hindukusch. Das Land hingegen spricht von 35 Personen.

Andreas Meyer

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Zustrom lässt deutlich nach
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und der damalige Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Frank-Jürgen Weise bei der Vorstellung der Asyl-Statistik im Frühjahr.

Der Flüchtlingsandrang nach Deutschland hat 2016 stark nachgelassen. Dafür gab es mehr Asylanträge - denn die Verfahren begannen oft erst mit zeitlichem Abstand. Es sei gelungen, die Situation in den Griff zu bekommen, bilanziert Innenminister de Maizière.

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