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Ausbau statt Abriss: Hafenbahnweg hat eine Zukunft

Toitenwinkel Ausbau statt Abriss: Hafenbahnweg hat eine Zukunft

Das lang versprochene Konzept für das Quartier am Rand von Toitenwinkel ist in Arbeit / Stadt, Ortsbeirat und Wiro wünschen sich einen Erhalt und Ausbau des Wohnstandorts

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Josephine (7) und Felix (7) gefällt es in ihrem Wohngebiet im Hafenbahnweg.

Quelle: Jens Wagner

Toitenwinkel. Seit mehr als zwei Jahren schon ist die Zukunft des Wohngebiets im Hafenbahnweg ungewiss. Bis zum Januar 2014 hätte ein Entwicklungskonzept für das Quartier erstellt werden müssen. Ortsbeirat und Anwohner fühlen sich von der Stadt hingehalten und wollen endlich konkrete Ziele. „Ich finde das langsam nicht mehr in Ordnung“, ärgert sich Anke Knitter (SPD), Vorsitzende des Ortsbeirats Toitenwinkel über das Vorgehen der Stadt.

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Das lang versprochene Konzept für das Quartier am Rand von Toitenwinkel ist in Arbeit / Stadt, Ortsbeirat und Wiro wünschen sich einen Erhalt und Ausbau des Wohnstandorts

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Im Oktober 2013 hatte die Bürgerschaft den Oberbürgermeister beauftragt, ein Entwicklungskonzept für den Hafenbahnweg zu erarbeiten. „Das sollte im Januar 2014 vorliegen. Seitdem warten wir schon“, so Knitter. In zwei vorangegangenen Beschlüssen hatte die Bürgerschaft bereits alle Verkaufsaktivitäten für die Wohnblöcke des Quartiers gestoppt und verfügt, dass der Hafenbahnweg als Wohngebiet bestehen bleibt.

Dieser Entscheidung schließt sich auch Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) an. „Der OB hat sich dafür ausgesprochen, das Wohngebiet zu erhalten und zu entwickeln“, teilt Stadtsprecherin Kerstin Kanaa mit. „Zeitnah“ solle nun auch ein Entwicklungskonzept für die Ausschüsse der Bürgerschaft vorbereitet werden. Anke Knitter ist mit dieser Antwort nicht zufrieden. Sie fühlt sich „hingehalten“

und macht immer wieder Druck bei der Stadt. „Im Moment fehlt uns eine Perspektive, auf die man hinarbeiten kann.“ Zudem hätte sich die Wohnungssituation in Rostock inzwischen geändert. Bezahlbarer Wohnraum sei zu einem wichtigen Thema geworden. „Und solchen bezahlbaren Wohnraum würden wir gern zusammen mit der Wiro im Hafenbahnweg schaffen“, sagt Knitter. Wünschenswert wären Wohnungen im Grünen, die sich viele Familie zwar wünschen, sich aber einen Hausbau nicht leisten könnten.

Auch die Wiro, Eigentümer der zwei großen Wohnblöcke im Hafenbahnweg, zeigt sich an einer Zukunft für das Wohngebiet interessiert. „Wir wünschen uns das und arbeiten mit daran, dass das Quartier eine genauso positive Entwicklung nimmt, wie der Nordosten der Hansestadt insgesamt“, sagt Wiro-Sprecherin Dagmar Horning.

„Nach dem, was uns die Anwohner so alles berichten, funktioniert das Wohnen dort auch sehr gut und ist aus unserer Sicht erhaltenswert“, berichtet die Ortsbeirats- Chefin. Dennoch würden sie auch immer wieder zu hören bekommen, das Wohngebiet sei ein städtebaulicher Missstand. „Eine Zeit lang ist mal ein Entwurf herumgegangen, der aber aus meiner Sicht nicht geeignet für ein Entwicklungskonzept war“, erklärt Anke Knitter. Der Entwurf habe dargelegt, wie schwierig eine Weiterentwicklung des Gebiets aufgrund möglicher Konflikte mit der Hafenentwicklung und dem ansässigen Gewerbe sei. „Das Ganze wurde aber nie dem Ortsbeirat vorgelegt.“

Noch bis vor zwei Jahren gab es einen dritten Block in dem Quartier. Nachdem zwei Verkaufsversuche an Bürgerschaftsbeschlüssen scheiterten, ließ die Wiro das Gebäude jedoch abreißen. „Auf mich hat das wie eine Trotzreaktion gewirkt“, sagt Anke Knitter. Die Wiro beruft sich auf die Unwirtschaftlichkeit des Wohnblocks. „Um das Gebäude an die technischen Mindestanforderungen anzupassen, wäre eine Komplettsanierung notwendig gewesen. Die Kosten dafür waren zu dieser Zeit jedoch weder für die Wiro noch für potenzielle Mieter wirtschaftlich vertretbar“, so Horning.

Von Nele Reiber

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