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Bauboom erfasst jede freie Fläche

Warnemünde Bauboom erfasst jede freie Fläche

Bauausschuss entscheidet am Dienstag über fünf neue Wohnhäuser fürs Ostseebad

Warnemünde. Überall drehen sich in Warnemünde die Baukräne. Der Bauboom ist ungebrochen, und die Investoren erschließen jetzt die letzten freien Flächen, die für eine Bebauung geeignet sind. So muss der Bauausschuss der Bürgerschaft am Dienstag gleich über fünf neue Wohnhäuser für das Ostseebad entscheiden.

Dünenquartier noch in diesem Jahr komplett

4 neue Wohnhäuser mit 60 Mietwohnungen für die Wohnungsgesellschaft Wiro entstehen gerade im „Dünenquartier“, Parkstraße. Unter den vier Häusern befindet sich eine Tiefgarage mit 70 Stellplätzen. Sind die Häuser bezogen, ist das Wohngebiet mit zehn Häusern komplett.

Im Wohnpark „Molenfeuer“ der beiden Rostocker Investoren Reinhard Köster und Jan-Peter Nissen sollen in der Straße Am Wendebecken vier neue Wohnhäuser mit insgesamt 79 Wohnungen entstehen. Parallel bauen sie mit 736 Plätzen Rostocks größtes Parkhaus (die OZ berichtete). Im April 2017 soll es fertig sein.

„Auch wenn das ganze Wohngebiet zu groß und die Häuser um ein Geschoss zu hoch sind, lässt der Bebauungsplan es eben zu“, erklärt der Vorsitzende des Bauausschusses im Ortsbeirat, Arndt Zintler, warum sein Ausschuss und auch der Ortsbeirat den Vorhaben im „Molenfeuer“ zugestimmt haben. Mit Blick auf das Parkhaus erwartet Arndt Zintler, dass der Ortsbeirat einbezogen wird. „Für die Gestaltung sollte es einen regional begrenzten Wettbewerb geben“, wiederholt Zintler seinen Vorschlag, den er bereits bei der Präsentation im Ortsbeirat gemacht hat.

Ein weiteres Wohnhaus soll in der Richard-Wagner-Straße 40 a-c entstehen. Es handelt sich um die freie Fläche eingangs des Wiesenwegs gegenüber des ehemaligen Geländes des Angelvereins.

Die Wohnungsgenossenschaft (WG) Warnow will dort ein Mehrfamilienhaus mit 15 Wohnungen sowie zwei Carportanlagen mit insgesamt 14 Stellplätzen bauen. Das Haus wird 38 Meter lang und bekommt vier Geschosse. Im Bauantrag ist eine Investitionssumme von rund einer Million Euro angegeben.

„Unser Bauausschuss konnte sich noch nicht mit dem Antrag beschäftigen. Ich gehe davon aus, dass der Bauausschuss der Bürgerschaft die Entscheidung des Warnemünder Ortsbeirates abwartet“, sagt Arndt Zintler. Ein Problem könnte aus seiner Sicht die beiden vorhandenen Wohnhäuser sein. „Das wird dort schon eng“, so sein erster Eindruck.

Die WG Warnow hat gerade eine Bauvoranfrage für die Freifläche neben dem Kiosk in der Straße „An der See“ in Hohe Düne gestellt. Dort soll ein dreigeschossiges Haus mit 15 Wohnungen entstehen. Der Ortsbeirat Markgrafenheide hat zugestimmt. Alle neuen Wohnungen sollen an Genossenschaftsmitglieder vermietet werden, versichert Hagen Hildebrandt, Vorstandsvorsitzender der WG Warnow.

Thomas Sternberg

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