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Bedrohung durch Piraten nicht gebannt

Rostock Bedrohung durch Piraten nicht gebannt

Reeder warnen vor weiteren Angriffen. Korvette „Erfurt“ aus Rostock-Warnemünde sicherte Seegebiet vor Somalia.

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Die Korvette „Erfurt“ im Einsatz bei der UN-Operation „Atalanta“ 2015/2016 vor dem afrikanischen Land Somalia.

Quelle: Für Veröffentlichungen Adrian Spieß

Rostock. Ein Containerschiff ankert vor der Küste Guineas, als ein Holzboot heranrast. Sechs mit Kalaschnikows bewaffnete Männer eröffnen das Feuer, entern das Schiff und rauben Geld und andere Wertsachen. Dem Kapitän gelingt es zwar noch, das Internationale Schifffahrtsbüro (IMB) zu alarmieren – aber die Piraten können mit ihrer Beute fliehen.

Der Angriff vor der westafrikanischen Küste Ende September 2016 ist der letzte von 141 Vorfällen, die im aktuellen Piraterie-Bericht des IMB dokumentiert sind. Demnach haben die oft bis an die Zähne bewaffneten Räuber in den ersten neun Monaten dieses Jahres 111 Schiffe geentert und 110 Seeleute in ihre Gewalt gebracht. Außerdem wurden fünf Schiffe entführt und zehn beschossen. 15 Angriffe konnten von den Besatzungen abgewehrt werden.

Ein hohes Risiko, von Piraten angegriffen zu werden, besteht nach wie vor an den Küsten, in Buchten, Häfen oder Flussmündungen von Ländern wie dem afrikanischen Nigeria (31 Angriffe) und dem asiatischen Indonesien (34). Das IMB geht allerdings davon aus, dass die Dunkelziffer „weit höher liegt“.

Deutlich zurückgegangen ist hingegen die Gefahr in den Gewässern vor dem ostafrikanischen Somalia, am Horn von Afrika – und daran hat auch die Deutsche Marine Anteil. In diesem und im vergangenen Jahr überwachte dort unter anderem die in Rostock-Warnemünde stationierte Korvette „Erfurt“ die Gewässer.

Der Anti-Piraterie-Einsatz der Korvette (Besatzung: 58 Personen) – zusammen mit weiteren Schiffen, Hubschraubern und Flugzeugen im Rahmen der UN-Operation „Atalanta“ – war erfolgreich: Bis Ende September wurde laut IMB aus der Region nur ein erfolgloser Piratenüberfall gemeldet.

Axel Meyer

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