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Bentwisch: Gemeinde-Fusion ist besiegelt

Bentwisch Bentwisch: Gemeinde-Fusion ist besiegelt

Klein Kussewitz stößt zum 1. Januar 2018 dazu / Amt Carbäk erhält 500 000 Euro als Ablöse

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Unterzeichnen den Vertrag: Bentwisch-Bürgermeisterin Susanne Strübing und ihr Amtskollege Jens Quaas aus Klein Kussewitz.

Quelle: Foto: André Wornowski

Bentwisch. Die Verträge sind unterzeichnet: Die Gemeinden Bentwisch und Klein Kussewitz werden zum 1. Januar 2018 fusionieren. Als Ablöse erhält das abgegebene Amt Carbäk 500 000 Euro – die Summe trägt in vollem Umfang die austretende Gemeinde Klein Kussewitz. Bentwisch zahlt an das aufnehmende Amt Rostocker Heide für IT- und Sachkosten maximal 25000 Euro. Doch die neue Groß-Gemeinde bekommt auch Geld: Das Land überweist 200000 Euro als Fusionsprämie.

Zahl der Gemeindevertreter steigt auf 16

750 Einwohner zählt die Gemeinde Klein Kussewitz, zu der Groß Kussewitz und Volkenshagen gehören. Bentwisch hat 2400 Einwohner. Zur Gemeinde gehören Albertsdorf, Goorstorf, Harmstorf, Klein Bartelsdorf, Klein Bentwisch, und Neu Bartelsdorf. Nach der Fusion gibt es 16 Gemeindevertreter, aktuell sind es 12.

„Die Gemeinde Klein Kussewitz zahlt einen hohen Preis für das Ausscheiden aus dem Amt Carbäk“, sagt Bentwisch-Bürgermeisterin Susanne Strübing. Aber die Zahlung sei Ausdruck für die Bereitschaft der Gemeinde, eine versöhnliche Lösung herbeizuführen. „Wir verdanken Klein Kussewitz dieses friedliche Ausscheiden und den Vorteil für uns alle“, so Strübing. Durch die Zahlung der 500000 Euro sei die Gefahr abgewendet, das gerichtliche Verfahren die Fusion weiter hinauszögerten.

Die neue Groß-Gemeinde will zahlreiche Projekte lieber heute als morgen anpacken. Dazu gehöre unter anderem die Erneuerung von sanierungsbedürftigen Straßen. „Ein großes Vorhaben ist der Radweg von Poppendorf nach Bentwisch“, sagt Strübing. Auch soll Bauland für Eigenheim-Interessenten ausgewiesen und der Hochwasserschutz verbessert werden. Viele Investitionen seien geplant, so die Bentwischer Bürgermeisterin.

„Als größere Einheit können wir unseren Anliegen bei den Behörden mehr Nachdruck verleihen“, sagt Jens Quaas, Bürgermeister von Klein Kussewitz. Für ihn sei die Fusion vor allem wichtig, um die Zukunftsfähigkeit seiner Gemeinde aufrechtzuerhalten. „Wir hatten zuletzt nie einen ausgeglichenen Haushalt.“ Die Kussewitzer hätten viele Auflagen vom Land bekommen und mussten bei freiwilligen Leistungen kürzen. Nie sei der Haushalt vor Mitte des Jahres genehmigt worden. „Das macht keinen Spaß“, sagt Quaas. Auch die Sanierung der Straßen sei nicht mehr bezahlbar gewesen. „Wir haben 20 Kilometer Straßen und jeder Kilometer grundhafte Erneuerung kostet grob gerechnet bis zu eine Million Euro.“

Die ersten Gespräche zu einem Zusammenschluss seien bereits 2013 geführt worden, blickt Strübing zurück. Doch beide Gemeinden seien bei ihren Fusionplänen von den Behörden hingehalten worden. Größter Knackpunkt sei gewesen, dass das Amt Carbäck mehr als eine Million Euro als Ablöse forderte. „Die anderen Bürgermeister verstehen unsere Gemeinde aber und haben der Sache einen Ruck gegeben“, sagt Quaas. Auch sprach sich eine Mehrheit der Klein Kussewitzer Bürger für den Eintritt in die Gemeinde Bentwisch aus. Nun zahlen die Klein Kussewitzer noch die nächsten fünf Jahre die Amtsumlage von 100 000 Euro pro Jahr. Und sollte das Amt Rostocker Heide mit dem Amt Carbäck fusionieren, könne die Zahlung sogar eingestellt werden.

André Wornowski

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