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Bürger formieren sich gegen Windkraftanlagen

KRITZMOW Bürger formieren sich gegen Windkraftanlagen

Kritzmower Windkraftgegner aktivieren Anwalt / Kooperation mit weiteren Bürgerinitiativen / Eingaben an das Staatliche Amt

Kritzmow. Die Bürgerinitiative Kritzmow – sie wendet sich gegen den geplanten Bau von zwei Windkraftanlagen auf dem Gebiet ihrer Gemeinde – sucht sich Partner und hat erste Beschlüsse gefasst. „Wir haben uns entschlossen, einen Rechtsanwalt damit zu beauftragen, unsere Interessen zu vertreten und Protest einzulegen“, sagte gestern Thomas Knopp, stellvertretender Sprecher der Bürgerinitiative, der gleichzeitig deutlich machte, dass „wir bis zum Gerichtsverfahren hin gehen werden“, wenn das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt die Windmühlen genehmigen sollte.

 

OZ-Bild

Die Mühlen sind 2014 in Lam- brechtshagen und 2015 in Kritzmow abgelehnt worden. Es wird trotzdem weitergemacht.“Thomas Knopp, Windkraftgegner

Quelle:

Frage nach Forschung

Die geplanten Windkraftanlagen in Kritzmow sind als Forschungsprojekt deklariert. Sie sollen von der Firma M&M Erneuerbare Energien errichtet werden. Die Kritzmower sehen darin keinen Forschungszweck und vermuten, dass das Genehmigungsverfahren umgangen werden soll.

Gleichzeitig haben sich die Mitglieder der Bürgerinitiative dafür entschieden, Kontakt mit anderen Windkraftgegnern in der Umgebung aufzunehmen und ihre Kräfte zu bündeln. „Wir haben das mit den Windkraftgegnern in Lambrechtshagen und in Rostock abgesprochen“, sagte Knopp. „In Rostock sind wir sehr schnell auf einen Nenner gekommen und waren uns darüber klar, dass nichts über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden werden darf.“ Mit den Lambrechtshägern teilen sich die Kritzmower Windkraftgegner den Anwalt. Knoop erwähnte in diesem Zusammenhang, dass sich auch die beiden Gemeinden Kritzmow und Lambrechtshagen einen Anwalt genommen hätten, um sich gegen die Ansiedlung der Windkraftanlage zu wehren.

Unterdessen haben die Mitglieder der Bürgerinitiative verschiedenes Material gegen Windkraft gesammelt – und sich vor allem dafür interessiert, welche Grundbesitzer besonders von den Windmühlen betroffen sind. „Das ist wichtig für uns, weil sie auf dem juristischen Wege am meisten erreichen können“, erläuterte Knopp. „Wir haben auch welche gefunden“, fügte er hinzu. Man werde sie, sollten die Klage erheben, auch finanziell dabei unterstützen. „Auch das haben wir so beschlossen“, sagte Knopp, der noch einmal darauf hinwies, dass von den Planungen etwa 1000 Menschen im Umfeld der Windmühlenstandorte betroffen seien, die die Gemeinden in ihrer weiteren Entwicklung behinderten.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative seien aber auch beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt aktiv geworden. „Dort sind mittlerweile etwa 100 Eingaben gegen das Vorhaben eingetroffen“, so Knopp, „die nun bearbeitet werden müssen“.

Michael Schißler

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