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Der Traum vom Parken unter den Dünen lebt

Warnemünde Der Traum vom Parken unter den Dünen lebt

Obwohl sich der Ortsbeirat gegen ein Dünenparkhaus positioniert hat, verfolgt die Hansestadt Rostock die Pläne weiter / Auch manch Warnemünder glaubt an die Lösung

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Warnemünde ist hier landseitig zu Ende – trotzdem rollt der Parkplatzsuchverkehr weiter.

Quelle: Fotos: Klaus Walter, Ove Arscholl (3), Ronny Ehlers

Warnemünde. Alles zugeparkt, die Straße zu Ende, danach kommt die See. Trotzdem: Der Autofahrer, ob Urlauber oder hier Zuhause, schaut immer wieder gerne ganz genau nach, ob sich nicht doch irgendwo ein Parkplatz findet. Falls nicht, geht es in die nächste Runde.

 

OZ-Bild

Wir haben etwas, was niemand hat: ausreichend Platz unter der Düne.“Enno Zeug, Architekt

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Auch das Dünenparken wird weiter untersucht, auch weiter westlich.“ Heiko Tiburtius, Leiter Tiefbauamt

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Wir haben etwas, was niemand hat: ausreichend Platz unter der Düne.“Enno Zeug, Architekt

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Auch das Dünenparken wird weiter untersucht, auch weiter westlich.“ Heiko Tiburtius, Leiter Tiefbauamt

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„Parkplatzsuchverkehr“ heißt das Phänomen, das Warnemünde arg zu schaffen macht. Nicht nur, dass Autos auf Gehwegen und Rasenflächen herumstehen, Verbotszeichen ignoriert, gesperrte Straßen eben doch benutzt und Einbahnstraßen in die Gegenrichtung befahren werden – es sind Abgase, die der „frischen Seeluft“ den Garaus machen, Motorenlärm, der das Flair zerstört, und Autos, die Spaziergänger und Radfahrer immer wieder zum Ausweichen zwingen.

Aber was, wenn der Autofahrer wirklich dort einen Parkplatz findet, wo er hin will? An den Strom? An den Strand? Oder nach Hause?

Der Traum vom Parken unter den Dünen lebt. Das wurde nicht zuletzt auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Warnemünde deutlich. Der Leiter des Amtes für Verkehrsanlagen, Heiko Tiburtius, hatte über Maßnahmen informiert, die den Warnemündern das Parken zu Hause erleichtern sollen: Einwohnerparken von 8 bis 20 Uhr und zehn zusätzliche Politessen, die das kontrollieren. Weitere Maßnahmen seien geplant, im Oktober werden Ergebnisse vorliegen. Weil das Parkhaus „Molenfeuer“ damals noch infrage stand, gebe es auch Untersuchungen zu weiteren Parkhausstandorten, sagte Tiburtius. „Auch das Dünenparken wird weiter untersucht“, sagte der Amtsleiter. Wenn es keine Einigung zu einem Standort zwischen Hotel Hübner und Leuchtturm gebe, dann vielleicht „weiter westlich“.

Dabei hatte sich der Warnemünder Ortsbeirat klar gegen ein Dünenparkaus und den damit verbundenen Verkehr ausgesprochen. Autos von Tagesgästen und Urlaubern gehörten an den Ortseingang, sollten dort geparkt werden. Dazu ein attraktiver Shuttleverkehr, der Badegäste an den Strand, Urlauber zu ihren Hotels bringt. „Jedes Auto, das nach Warnemünde reinfährt, muss auch wieder durch den historischen Stadtkern hinaus“, brachte Ortsbeiratschef Alexander Prechtel die Ansicht des Beirates auf den Punkt.

Aber macht ein Parkhaus unter den Dünen wirklich mehr Verkehr? Im Vergleich mit der jetzigen Situation? Der Warnemünder Christian Seifert denkt anders. „Warum nicht dort Angebote schaffen, wo wir sie brauchen?“, fragt er. Er glaube nicht, dass ein Parkhaus im Wohngebiet „Molenfeuer“ funktioniere: Strandbesucher müssten mit Sack und Pack quer durch Warnemünde. „Das macht kein Mensch“, glaubt er.

Auch Architekt Enno Zeug glaubt weiter an das Dünenparken, mit dem sich zugleich auch das leidige Toilettenproblem lösen ließe. „Wir haben etwas, was niemand hat: ausreichend Platz für ein Parkhaus“, sagt er und denkt an Einheimische, die Hotelgäste im Ortskern und die Beschäftigten dort, die nach Feierabend nicht vom „Hübner“ bis zum „Molenfeuer“ laufen müssten. „Wenn sie alle einen Platz unter der Düne finden, haben wir viel erreicht“, sagt er. Und die Tagesgäste? Für sie könnte es einen kleineren Teil an Stellplätzen geben – sogar im Voraus buchbar. „Die technischen Möglichkeiten dazu gibt es längst“, sagt Zeug. Und wenn es dann noch ein perfektes Parkleitsystem gäbe, könnten die Stellplätze am Ortseingang auch genutzt werden.

Klaus Walter

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