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Stadtmitte Die Lange Straße soll sicherer werden

Der Oberbürgermeister soll prüfen, inwiefern hier die Gefahr für Radfahrer verringert werden kann

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Für mich bleibt eine Fahrradstraße die beste Lösung.Uwe Flachsmeyer Fraktion „Die Grünen“

Stadtmitte. Fast zu jeder Tageszeit fahren sie entlang der Langen Straße: Die Fahrradfahrer. Doch der anhaltende Verkehr und vor allem die parkenden Autos machen ihnen den Weg schwer. Immer wieder kommt es zu brenzligen Situationen. Die Bürgerschaft hat deshalb den Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) beauftragt, Maßnahmen vorzuschlagen, die Sicherheit der Radler zu verbessern.

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Der Oberbürgermeister soll prüfen, inwiefern hier die Gefahr für Radfahrer verringert werden kann

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„Die Straße hat sich mehrfach als Unfallschwerpunkt herausgestellt, vor allem mit ein- und ausparkenden Autos“, sagt Andrea Krönert (Grüne). Der Radweg führt direkt an den Parkplätzen entlang, die quer zur Fahrbahn ausgerichtet sind. Schon das Zurücksetzen ausparkender Autos blockiere den Radweg. Seit 2014 habe es hier 30 Unfälle gegeben, bei denen Radfahrer beteiligt waren und verletzt wurden. In 18 Fällen waren abbiegende, ein- und ausparkende Fahrzeuge beteiligt. „Hinzu kommen sechs Unfälle, bei denen Radfahrer bei Rot über die Ampel oder entgegen der vorgeschriebenen Richtung gefahren sind sowie sechs weitere Unfälle mit verschiedenen Ursachen“, führt Bausenator Holger Matthäus (Grüne) in einer Stellungnahme aus. Deswegen sei es nun die Aufgabe, die Verkehrsanlage so zu gestalten, dass sie alle Verkehrsteilnehmer möglichst sicher nutzen können.

Eigentlich wollte die Grünen-Fraktion noch einen Schritt weitergehen. Sie wollte prüfen lassen, ob man die Lange Straße nicht zur Fahrradstraße ernennen könnte. Damit würde man Diskussionen aus dem Fahrradforum aufgreifen. „Seit 1994 sind Fahrradstraßen in der Straßenverkehrsordnung erlaubt“, sagt Andrea Krönert. In solchen Straßen hätten die Radler Vorrang und dürften nebeneinander fahren. Für Autos und andere Verkehrsteilnehmer wäre die Straße nicht unbedingt gesperrt. Aber es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde und die Fahrzeuge müssten ihre Geschwindigkeit gegebenenfalls an die Radler anpassen. In Rostock gebe es bisher nur drei Fahrradstraßen, in Hannover 18 und München sogar 60. „Dieser Antrag wurde im Ortsbeirat und in den Ausschüssen heiß

diskutiert. Im Endeffekt wurde meist zugestimmt“, sagt Andrea Krönert. Nur im Wirtschaftsausschuss und Bauausschuss hat man sich dagegen ausgesprochen. „Die Stimmung war nicht so eindeutig gegen den Antrag, wie das Ergebnis“, ergänzt sie.

Eindeutig ist jedoch die Reaktion auf den Änderungsantrag von Steffen Wandschneider-Kastell (SPD), der das Wort „Fahrradstraße“ aus dem Antrag der Grünen streicht. In dieser Form wurde er schließlich auch mit großer Mehrheit der Bürgerschaft angenommen.

„Der Änderungsantrag schwächt unseren ab, zielt aber in dieselbe Richtung“, sagt Andrea Krönert. Auch der Fraktionsvorsitzende der Grünen Uwe Flachsmeyer ist mit dem Ergebnis recht zufrieden. „Mit dem Beschluss wird der Weg geebnet, Gefahrensituationen zu beseitigen.“ In Rostock brauche man endlich eine deutliche höhere Akzeptanz für den Radverkehr. „Für mich bleibt eine Fahrradstraße aber die beste Lösung.“

„Betty bleibt“ stört Sitzung

Die Sitzung der Bürgerschaft wurde einige Minuten vor der Pause um 18 Uhr unterbrochen. Während über das „Wohngebiet Kiefernweg“ gesprochen wurde, störten Demonstranten der Gruppe „Betty bleibt“ die Debatte. Vom Besucherrang ließen sie ein Banner herabhängen, auf dem „Abriss stoppen – #betty bleibt“ zu lesen war. Dazu skandierten sie: „Abriss stoppen“. Nachdem die Bitte des Bürgerschaftspräsidenten Wolfgang Nitzsche, damit aufzuhören, ignoriert wurde, mussten sie den Rang verlassen. Sie wurden von Ordnern aus dem Saal geführt.

Johanna Hegermann

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