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Dierkower warten seit zwei Jahren auf neuen Gehweg

Dierkow Dierkower warten seit zwei Jahren auf neuen Gehweg

Die Bruno-Taut-Straße sollte Bürgerprojekt werden, dann aber sprang die Stadt ein / Passiert ist seitdem nichts / Ortsbeirat hofft auf Baubeginn im September

Dierkow. Die Dierkower Bürger warten auf einen neuen Gehweg in der Bruno-Taut-Straße, doch von Bauarbeiten gibt es keine Spur. 50000 Euro bekommen ausgewählte Stadtteile Rostocks pro Jahr für das Projekt „Die soziale Stadt“. Was mit dem Geld passiert, bestimmen die Bürger. In Dierkow wollten diese einen neuen Gehweg, aber auch zwei Jahre nach dem Votum gleicht der weiterhin einer Buckelpiste. Nicht ganz unschuldig daran könnte ein verlockendes Angebot der Stadt sein.

 

OZ-Bild

Martin Lau (CDU), Ortsbeiratsvorsitzender in Dierkow, bemängelt den Zustand der Gehwege.

Quelle: Thomas Ulrich

Im Juli 2014 habe ein Vertreter der Stadtverwaltung es noch öffentlichkeitswirksam angekündigt, heißt es in einer Anfrage der CDU-Fraktion: Anstatt, dass der Gehweg mit Mitteln der „Sozialen Stadt“

saniert werden müsse, wolle die Stadt die Kosten übernehmen.

In einer Abstimmung im Frühling 2014 hatten die Dierkower ursprünglich dafür gestimmt, dass mit dem Fördergeld der Gehweg neu gemacht werden soll. Aus Sicht des Ortsbeiratsvorsitzenden Martin Lau (CDU) ist das auch dringend nötig: Baumwurzeln drückten die Gehwegplatten nach oben, so Lau. Auch er sei schon das eine oder andere Mal gestolpert. Fußgänger mit Rollator oder Kinderwagen hätten dort besonders große Probleme. „Die Not bei den Leuten muss groß sein“, sagt Lau, denn die 50000 Euro könne man auch in Spielplätze investieren. Stattdessen stimmten die Bürger für einen Gehweg – und das 2016 erneut.

„Statt des Wegs haben wir dann die Flutlichtanlage gemacht“, sagt Martin Lau. Der Sportplatz befindet sich genau gegenüber und die Bürger fragten sich nun natürlich, warum in der Bruno-Taut-Straße nichts passiere, berichtet er. Normalerweise würden Projekte der „Sozialen Stadt“ innerhalb eines Jahres umgesetzt.

Gehwege mit Stolperfallen sind in den Plattenbaugebieten keine Seltenheit. Und deshalb stimmten die Dierkower zwei Jahre nach dem ersten Votum erneut für die Sanierung eines Fußgängerwegs, diesmal am Kurt-Schumacher- Ring. Es habe sich aber gezeigt, dass 50000 Euro nicht reichten, um Wege mit solchen Schäden zu reparieren, so Lau. Statt in die Sanierung eines Gehwegs fließt das Geld nun in Bremshügel zur Reduzierung der Geschwindigkeit in der Georg-Adolf-Demmler-Straße und in ein Treppengeländer auf einem Spielplatz nahe der Dierkower Höhe.

Woran es liegt, dass sich der Baubeginn in der Bruno-Taut-Straßeweiterhin verzögert, darauf äußerte sich die Stadtverwaltung auf OZ-Anfrage nicht.

Auch Martin Lau hat in seiner Anfrage an Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) gefragt, worin die Gründe liegen und wann er mit einer Umsetzung rechnen könne. Kurz darauf hat Lau gehört, dass im September mit dem Bau begonnen werden könnte. Dann würde zumindest eine Buckelpiste entschärft werden.

Das Förderprogramm „Die Soziale Stadt“

50 000 Euro bekommen die Rostocker Stadtteile Dierkow, Schmarl, Groß Klein und Toitenwinkel pro Jahr. Mit dem Geld soll ihren besonderen sozialen, wirtschaftlichen und städtebaulichen Problemen entgegengewirkt werden.

10Jahre ist es her, dass Dierkow aufgenommen wurde. Bereits 1999 wurde die Bund-Länder-Initiative ins Leben gerufen. Unter anderem soll die Selbstverantwortung gestärkt werden, Unternehmen gegründet oder die Infrastruktur verbessert werden.

Philip Schülermann

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