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Diskussionen um Stadthallen-Namen gehen weiter

Südstadt Diskussionen um Stadthallen-Namen gehen weiter

„Nordost-Arena“ kommt bei vielen Rostockern nicht gut an / OZ-Leser bringen den „Greifen“ als Namensgeber ins Spiel

Südstadt. Die Debatte um die Umbenennung der Rostocker Stadthalle in „Nordost-Arena“ geht weiter. Zurzeit wird die Veranstaltungsstätte für rund 17 Millionen Euro erweitert und modernisiert. Die Bezeichnung „Stadthalle“ scheint dem überholten Gebäude nicht mehr gerecht zu werden. Der Name sei verstaubt, so Petra Burmeister, Geschäftsführerin der stadteigenen Messe- und Stadthallengesellschaft. Die Stadtpolitik ist sich hingegen nicht einig. CDU und SPD stimmen der Umbenennung zu, während Grüne und Linke den Bezug zur Region vermissen. „Die Nordost-Arena könnte auch in Stralsund oder auf Rügen stehen.“, so Linke-Fraktionschefin Kröger. Bei den Rostockern selbst stößt die Umbenennung auf noch mehr Widerstand: „Nicht noch eine Arena!“, sagt Eveline Harborth. Die 58-Jährige war im Dezember letzten Jahres zu Frank Schöbels „Weihnachten in Familie“ in der Stadthalle. „Das kostet alles Geld, das wo anders mehr gebraucht wird“, so Harborth. Sorgen um anfallenden Kosten hat auch Erzieherin Anke Dewitz: „Ich mag Tradition. Den Namen ,Stadthalle’ kennt doch jeder. Warum überhaupt umbenennen?“Die 35-Jährige verbindet mit dem Begriff „Arena“

 

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„„Ich mag Tradition. Den Namen ,Stadthalle’ kennt doch jeder. Warum ihn überhaupt umbenennen?“ Anke Dewitz (35), Erzieherin aus Rostock

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„„Im Dezember war ich zu ,Weihnachten in Familie’ dort. Jetzt nicht noch eine Arena, das kostet nur Geld, das an anderer Stelle mehr gebraucht wird.“ Eveline Harborth (58), Rostock

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„„Wenn die Halle schon in Rostock steht, soll man es auch am Namen erkennen, auch wenn ich noch nichts von ihr gehört habe.“Klaus Deppe (81) Rentner aus Berlin

Kampfsport-Veranstaltungen. Und die hätten aus ihrer Sicht nicht den besten Ruf. Auch Alexander Schivelbein hat viel in der Stadthalle erlebt. Neben zahlreichen Konzerten fand dort auch der Abiball des 23-Jährigen statt. „Ich weiß nicht, ob es passt. Das Wort Arena klingt sportlich und würde besser zu einem Stadion passen.“, sagt der Auszubildende aus Mönchhagen. „Nordost-Arena“ – das habe keinen Bezug zur Hansestadt. Auch der Berliner Klaus Deppe teilt die Meinung der Befragten. Obwohl der 81-jährige Rentner noch nie etwas von der Stadthalle gehört hat, ist ihm der alte Name lieber als der neue. „Wenn die Halle schon in Rostock steht, soll man es auch am Namen erkennen können!“ Mit dem Vorschlag „Rostocker-Greif Arena“ bringen Eva und Udo Hilmer das Wappentier Mecklenburg-Vorpommerns als Namensgeber ins Spiel.

Philip Smirnow

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