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Drei Millionen für Straßen und Brücken

GÜSTROW/BAD DOBERAN Drei Millionen für Straßen und Brücken

Der Kreis arbeitet Prioritätenliste ab / Abschnitte der Zustandsnote IV werden zuerst abgearbeitet

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Wie der Landkreis mitteilt, soll die Brücke in Ahrenshagen noch in diesem Jahr erneuert werden. Die ersten Arbeiten haben bereits begonnen.

Quelle: Mathias Otto

Güstrow. Der Landkreis greift tief in die Kasse, um die maroden Straßen zu reparieren. Mehrere Millionen Euro sollen die Sanierungen und Modernisierungen kosten. Oberste Priorität haben die Ortsdurchfahrten Kavelstorf und Teschendorf sowie die marode Brücke in Ahrenshagen. Für den Kavelstorfer Bürgermeister Axel Wiechmann (CDU) ein Segen: „Wir haben schon zu Altkreis-Zeiten gesagt, dass wir zu viele Straßen haben und zu wenig Geld, sie zu unterhalten. Von daher bin ich froh, dass jetzt das letzte Stück der Ortsdurchfahrt Kavelstorf in Angriff genommen wird.“

Vor zwei Jahren waren noch rund 70 Prozent der Kreisstraßen sanierungsbedürftig. Das ergab ein Gutachten, das der Landkreis in Auftrag gegeben hatte. 279 Kilometer Kreisstraßen wurden damals mit einer Zustandsnote IV — also „genügend“ — bewertet. Durch fortlaufende Instandhaltungen hätte der Kreis die Zahl senken und viele Mängel beseitigen können. Unter anderem, weil jetzt mehr Geld zur Verfügung steht. 2014 waren es noch knapp 3,5 Millionen Euro (davon 1,7 Millionen Euro vom Land). Das war die bis dahin höchste Summe für den Straßenbau, im vergangenen Jahr sogar 2,68 Millionen Euro. Laut Kreisverwaltung sind bis Dezember diesen Jahres 3,07 Millionen für Sanierungen eingeplant.

Erreicht habe der Kreis schon viel. „Mit großen, grundhaften Baumaßnahmen wurden in den vergangenen zwei Jahren unter anderem zwischen Roggow und Teterow sowie zwischen Parkentin, Klein Schwaß und dem Tannenweg in Rostock bereits deutliche Verbesserungen erzielt“, sagt Kreis-Sprecher Michael Fengler. Auch der Abschnitt der Kreisstraße GÜ 28 von Zietlitz zur Landesstraße 204. Über die Arbeiten zwischen Parkentin und Rostock freut sich der Kritzmower Bürgermeister Leif Kaiser (CDU) besonders. „Wenn die Arbeiten beendet sind, wird die Lücke im Radwegenetz endlich geschlossen sein“, sagt er.

Das ist aber erst der Anfang. Denn insgesamt betreut der Kreis 617 Kilometer Straßen und 38 Brücken. „Der Finanzbedarf für eine vollständige Erneuerung der stark sanierungsbedürftigen Abschnitte wurde 2014 auf rund 170 Millionen Euro geschätzt“, so Fengler. Vor allem die Abschnitte mit der Zustandsnote IV haben in den nächsten Jahren oberste Priorität. Der Schwerpunkt scheint im direkten Rostocker Umland zu liegen. Etwa der Bereich auf der DBR 8 zwischen Bartenshagen und Parkentin oder auf der DBR 19 zwischen Kavelstorf und Prisannewitz. Insgesamt gelten 21 Kreisstraßen als sanierungsbedürftig, die grundhaft und umfangreich ausgebaut werden müssen. Michael Fengler betont aber, dass Straßensperrungen durch marode Straßen nicht zu erwarten sind.

Das gilt allerdings nicht für die Brücken in Ahrenshagen bei Güstrow und Stülow bei Bad Doberan. Schwere Lastwagen dürfen hier schon länger nicht mehr entlang fahren, müssen sich eine Ausweichstrecke suchen. In Ahrenshagen wird in diesem Jahr eine neue Brücke gebaut, teilt Fengler mit. „Für die Brücke Stülow dauern die Planungen an, der Baubeginn ist für 2017 vorgesehen“, sagt er.

Genug Aufträge hat der Kreis auch für die kommenden Jahre. Mit einer Summe von 7,5 Millionen Euro wird geplant. Davon soll neben der Brücke noch an den Kreisstraßen GÜ 18 (Strenz, Karow, Siemitz), GÜ

06 (Ortsdurchfahrt Bützow), DBR/GÜ 13 (Kankel, Scharstorf) sowie DBR 08 (Bartenshagen) gebaut werden.

Mehr Sicherheit für Radler

Aktuell wird an der Kreisstraße DBR 12 gearbeitet. Aus diesem Grund ist die Ortsdurchfahrt Klein Schwaß bis Ende Mai voll gesperrt.

Der Landkreis investiert mit Unterstützung des Landes rund eine Million Euro in den Ausbau der Straße und die Errichtung eines Fahrradweges. Damit soll die vielgenutzte Verbindung sicherer für Fahrradnutzer und Autofahrer werden.

Insgesamt verfügt der Kreis über

617 Kilometer Kreisstraßen und

38 Brücken.



Mathias Otto

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