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Erneut Bürgerentscheid zur Sporthalle

POPPENDORF Erneut Bürgerentscheid zur Sporthalle

Der Bau des geplanten Dorfgemeinschaftshauses in Vogtshagen mit Halle beunruhigt Poppendorfer Bürger

Poppendorf. . Bürger aus Poppendorf unternehmen einen weiteren Anlauf, um erneut einen Bürgerentscheid zum Bau einer Sporthalle im Ortsteil Vogtshagen auf den Weg zu bringen. Sie sind gegen das Vorhaben, so wie es aktuell geplant ist. Entschieden wird über das Bürgerbegehren in der nächsten Gemeindevertretersitzung.

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Der Bau des geplanten Dorfgemeinschaftshauses in Vogtshagen mit Halle beunruhigt Poppendorfer Bürger

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Die Initiatoren des Bürgerbegehrens sind Steffen Abs, Kerstin Kurths und Mathias Bialuch. Sie haben sich nach der vergangenen Gemeindevertretersitzung – dort wurde ein Bürgerentscheid in der gleichen Sache abgelehnt – auf den Weg gemacht, um zehn Prozent aller wahlberechtigten Poppendorfer zu einer Unterschrift für das Bürgerbegehren zu bewegen. „Das ist machbar“, sagte Volker Schenzle, der sich als Gemeindevertreter ebenfalls für einen erneuten Bürgerentscheid zu der geplanten Sporthalle einsetzt. So sieht es auch Mathias Bialuch. Ihm und seinen Mitstreitern kommt der Bau einer solche Sporthalle – derzeit hat die Gemeindevertretung dafür die Summe von 900000 Euro genehmigt – zu früh. „Erst wenn wir eine Infrastruktur haben, die für die Zukunft fit ist, können wir uns auch eine solche Halle leisten“, sagt Bialuch, der seine eigene Sichtweise auf die Diskussion um die geplante Sporthalle in Vogtshagen hat. „Viel wichtiger sollte es uns sein, einen Jugendclub einzurichten oder etwas im Bereich Energie zu machen“, sagt Bialuch.

Bialuch und Schenzle führen einerseits Argumente ins Feld, die schon einmal in der Debatte um die Sporthalle in Vogtshagen eine Rolle spielten. Es gebe ausreichend Sporthallen in der näheren Umgebung, wie zum Beispiel in Bentwisch und in Blankenhagen. Dort könnte die Gemeinde Hallenzeiten anmieten. „Es ist noch lange nicht nachgewiesen, wie viele Poppendorfer zum Sport nach Vogtshagen fahren würden“, sagt Bialuch. So dass man vermuten könnte, dass allein der FSV Vogtshagen eine solche Halle nutzen würde. Dieser Verein allerdings hat um die 60 Mitglieder – für ihn engagiert sich der Vogtshäger Gemeindevertreter Bodo Prestin. In Vogtshagen wohnen etwas 150 Bürger.

Und so findet er dann auch in der neuen Fragestellung zum Bürgerentscheid seinen Niederschlag. Die Frage lautet: „Soll die Gemeinde Poppendorf – wie in dem nach einer Skizze von Herrn Prestin geplanten Dorfgemeinschaftshaus für den Ortsteil Vogtshagen vorgesehen – eine für Ballsport geeignete Halle errichten?“

Mit dieser Fragestellung hoffen die Initiatoren des Bürgerbegehrens, diesmal nicht auf Widerstand bei der Kommunalaufsicht zu treffen. Ein Bürgerbegehren, das vor kurzem Volker Schenzle auf den Weg brachte, scheiterte daran, dass die Kommunalaufsicht die Fragestellung als nicht klar genug angesehen hatte. Damit hatte die Gemeindevertretung die Möglichkeit, über die Zulässigkeit des Begehrens abzustimmen. Die Mehrheit der Gemeindevertreter lehnte das Ansinnen ab, so dass die Poppendorfer nunmehr einen weiteren Versuch starten.

Einen Bürgerentscheid über das Dorfgemeinschaftshaus mit Sporthalle hatte es bereits im Jahr 2015 gegeben. Damals hatten die Poppendorfer mit Mehrheit gegen ein Dorfgemeinschaftshaus mit Sport und Freizeiteinrichtung gestimmt.

Diese Entscheidung wurde jedoch nach und nach in der Gemeindevertretung wieder aufgeweicht – zumal man sich in dem Gremium einig ist, dass die Vogtshäger ein Gemeinschaftshaus bekommen sollen. Die Bausumme dafür hatte man zunächst auf 700000 Euro festgelegt. Nach weiteren Diskussionen hatten die Gemeindevertreter um Bodo Prestin die Summe auf 900000 Euro erhöht.

Michael Schißler

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