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Evershäger Schüler nehmen Bockhahn ins Verhör

Evershagen Evershäger Schüler nehmen Bockhahn ins Verhör

Ein Sozialkundekurs des Schulcampus wandte sich mit Fragen zu Schulkapazitäten, Ausstattung und Stadtteilentwicklung an den Senator

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Steffen Bockhahn stellte sich gestern den kritischen Fragen des 11. Klasse Sozialkundekurses vom Schulcampus Evershagen.

Quelle: Ove Arscholl

Evershagen. „Wie sollen wir noch mehr Schüler aufnehmen, wenn wir jetzt schon Raumprobleme haben, bei denen die Stadt uns nicht hilft?“, fragt Anna Klingner (18) Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) und bezieht sich auf die neuen Obergrenzen für Rostocks Schulen (die OZ berichtete). Acht Schüler des Sozialkundekurses der 11. Klasse vom Schulcampus Evershagen saßen gestern mit dem Politiker in einer kritischen Gesprächsrunde zusammen.

„Grundsätzlich ist der Anspruch an das Interview, die Erfahrungen direkt Betroffener weiterzugeben, Informationen zu bekommen und den Problemen eine Stimme zu geben“, erklärt Sozialkundelehrer Tim Lübbe. Dieser Bitte ist Steffen Bockhahn gerne nachgekommen und hat auch auf die Frage zu den steigenden Schülerkapazitäten eine Antwort.

„Wir als Kommune haben nur ein paar Möglichkeiten, das anzugehen. Wir könnten den Zustand einfach so laufen lassen und das Beste hoffen. Das tun wir aber nicht“, so Bockhahn. Der Neubau einer Schule wäre eine andere Möglichkeit, sei aber angesichts der finanziellen Lage der Hansestadt nur schwer realisierbar. „Unser Plan ist es, dass das Fachgymnasium aus eurem Schulgelände rauskommt.“ Dadurch würden wieder Räume frei. „Bis dahin müsst ihr zusammenrücken oder es könnte durch Container eine Zwischenlösung geschaffen werden“, räumt Bockhahn ein.

Schüler Samdeep Preimfalk stört sich vor allem am Zustand der schulischen Ausstattung. „Die Computer sind zum Beispiel so alt und kaputt, dass ein Freund mal seinen eigenen Laptop mitbringen musste.“

Der Schulcampus fühle sich in dieser Hinsicht vernachlässigt. Dagegen wehrt sich der Senator. „Prinzipiell gibt es für alle Schulen die gleichen Aufwendungen.“ Dass aber nun neue Computer-Kabinette eingerichtet werden, bezweifelt Bockhahn, da feste PC im Alltag kaum noch genutzt würden. „Wir arbeiten deshalb gerade an einem Medien-Entwicklungskonzept für Schulen.“ Dies solle in Zukunft festlegen, welche Geräte an Schulen tatsächlich sinnvoll sind.

Auch am Stadtteil ist der Sozialkundekurs interessiert. „Wir haben in unserem Einzugsgebiet eine der höchsten Arbeitslosenzahlen. Trotzdem gibt es kaum kostenfreie Angebote nach der Schule. Was könnte man da tun?“ fragt Natalie Wallner. Hier verweist der Senator auf die Stadtteil- und Begegnungszentren. „Die müssen allerdings auch wissen, was ihr machen wollt, um etwas anbieten zu können.“

Von nr

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