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Fit für die See: „Greif“ setzt Segel

Stadthafen Fit für die See: „Greif“ setzt Segel

Hunderte Besucher schauten am Sonnabend beim Auftakeln in schwindelerregender Höhe zu

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Eine Arbeit in bis zu 28 Metern Höhe: Die Riemen an den Segeln müssen auf dem Schulsegelschiff noch per Hand gelöst werden.

Stadthafen. In 28 Metern Höhe auf einem Schiffsmast herumzuklettern, klingt für viele Menschen wohl recht todesmutig. Für einige Mitglieder des Fördervereins der „Greif“

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Hunderte Besucher schauten am Sonnabend beim Auftakeln in schwindelerregender Höhe zu

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Erster Törn in Richtung Greifswald: Am 21. April verlässt die „Greif“ den Rostocker Stadthafen. Mitsegler sind an Bord herzlich willkommen.

gehört das zur Arbeit mit dem Greifswalder Segelschulschiff einfach dazu. Am Sonnabend schauten Hunderte Rostocker und Gäste der Hansestadt den mutigen Seemännern auf dem Pierfest dabei zu, wie sie die Segel der „Greif“ per Hand lösten und damit den Saisonstart einläuteten.

„Ungefähr 100 Leute vom Verein haben zusammen mit der sechsköpfigen Stammbesatzung daran gearbeitet, die ,Greif‘ fit für die Saison zu machen“, berichtet Kapitän Wolfgang Fusch von der harten Arbeit, die jedes Jahr in das Segelschulschiff gesteckt wird. Gut 4000 Meter Seile und Taue wurden dabei auf dem Schiff verarbeitet. „Alle Segel mit ihren insgesamt 550 Quadratmetern mussten angenäht werden“, ergänzt der Kapitän. Dafür hätte die Besatzung stundenlang auf dem Mast verbringen müssen. „Das ist so anstrengend, da spart man sich auf jeden Fall das Fitnessstudio.“

Doch nicht nur die Besatzung und Vereinsmitglieder dürfen auf der „Greif“ für gewöhnlich mit anpacken. „Ich bezeichne uns auch gerne als ,fahrenden Kletterwald‘. Wer uns bucht, der kann auch helfen“, so Fusch. Damit dafür aber immer genügend erfahrene Frauen und Männer zur Seite stehen, startet die „Greif“ am 21. April mit ihren Ausbildungsfahrten in die Saison. Dann geht es zunächst in Richtung Greifswalder Bodden. „Ich bin bei diesem ersten Törn mit dabei“, erzählt Arnim Pohle, der gerade noch auf dem Mast beim Lösen der Segel geholfen hat. Der 55-Jährige ist seit einigen Jahren im Förderverein und kommt etwa einmal im Jahr aus Halle, um auf der „Greif“ auszuhelfen. „Es ist einfach ein sehr schönes und schnelles Schiff“, erklärt Pohle seine Faszination für den Segler.

Zum großen Auftakeln ist auch Stefan Fassbinder (Grüne), Oberbürgermeister der Hansestadt Greifswald, gekommen. „Wir freuen uns natürlich darauf, dass die ,Greif‘ nun bald wieder auf die Ostsee hinausfahren kann und dann auch wieder ihre Heimatstadt Greifswald anläuft“, erklärt Fassbinder seinen Besuch in Rostock.

Als Höhepunkt der Veranstaltung lässt die Besatzung dann das neue Focksegel der „Greif“ hissen, das vom Berliner Unternehmen „50 Hertz“ gesponsert wurde — „im Wert eines Mittelklassewagens“, wie Wolfgang Fusch verrät.

Am 5. August geht es für den Traditionssegler von Greifwald aus zunächst nach Kopenhagen und dann wieder zurück in den Rostocker Stadthafen zur 26. Hanse Sail. „Wir sind ja immerhin das einzige Segelschiff, das seit der ersten Sail in Rostock mit dabei ist“, sagt Fusch. Das internationale Schifffahrt-Event sei deshalb in jedem Jahr Pflicht und der absolute Höhepunkt der Saison.

Von Nele Reiber

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