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Frauke Petry (AfD) „Dieser Islam hat in Deutschland nichts zu suchen“

Rostock Frauke Petry (AfD) „Dieser Islam hat in Deutschland nichts zu suchen“

Die AfD-Chefin Frauke Petry polarisiert beim Politischen Salon der OZ in Rostock.

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AfD-Vorsitzende Frauke Petry und OZ-Chefredakteur Andreas Ebel vor der Diskussionsrunde am Dienstag im OZ-Medienhaus.

Quelle: Dietmar Lilienthal

Rostock. Mit Protest gegen ihre Person und ihre Politik kann Frauke Petry (42) umgehen. Das stellt die Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD) am Dienstagabend im Gespräch mit Chefredakteur Andreas Ebel beim Politischen Salon der OSTSEE-ZEITUNG unter Beweis. Unter den über 200 Zuhörern im Saal sind einige, die Frauke Petrys Äußerungen mit Pfiffen und Buhrufen quittieren. Darauf wiederum reagiert eine große Gruppe von AfD-Sympathisanten mit lautem Rufen. Die 42-Jährige verbittet sich beides. Sie will offensichtlich ihre politischen Ansichten ans Publikum bringen.

 

Zuvor werden die Gäste vor dem OZ-Medienhaus von etwa 30 junge Leuten empfangen. Sie protestieren gegen die AfD-Bundessprecherin und die Politik ihrer Partei. Viele Demonstranten sind vom Verein „Bunt statt braun“.

„Familiennachzug bei Flüchtlingen beenden“

Im Saal beginnt Chefredakteur Andreas Ebel mit einer Fragerunde. Immer wieder kommen auch Gäste zu Wort. Frauke Petry spricht sich unter anderem dafür aus, „den Familiennachzug bei Flüchtlingen zu beenden“. Die Wehrpflicht sollte wieder eingeführt werden. Den Ausbau der Wind- und Solarenergie lehne sie ab. Ebenso islamischen Religionsunterricht an den Schulen. Dass sie sich von der Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl zurückgezogen hat, findet Frauke Petry „konsequent“. Ob dies die AfD zerreiße?, fragt Ebel. Nein, meint Petry. Ihre Partei brauche aber eine Strategie, wie Deutschland zu verändern ist. Ein Zuhörer fragt, wie es nach dem „Rechtsruck“ in der AfD weitergehe? Die Partei werde die Antwort in den nächsten Monaten geben müssen, sagt Frauke Petry. „Davon wird es abhängen, ob die AfD politikfähig bleibt.“

„Stopp’ Dich selber!“ – Kritischer Zwischenruf einer Zuschauerin

„Das Thema Migration hat die AfD groß gemacht, hat die Partei-Chefin aber Lösungen für die Flüchtlingsbewegungen?“, fragt Ebel. Es dürfe keinen Familiennachzug mehr geben, meint Frauke Petry. Länder wie Ungarn und Polen würden es richtig machen, die entschieden selbst über ihre Grenzen. Sie sei dafür, dass in Afrika das Bevölkerungswachstum gestoppt werden müsse. Daraufhin schreit eine Frau aus dem Saal: „Stopp’ Dich selber!“ Lautstarker Protest von den AfD-Anhängern.

Bundeswehr seit langem kaputtgespart

Eine Zuhörerin fragt: „Es ist so viel Krieg in der Welt. Wie würden Sie das lösen?“ Die große Weltformel habe sie dafür nicht, sagt Frauke Petry. Aber: „Deutschland sollte sich aus vielen Ländern raushalten. Das wäre die erste Maßnahme.“ Zur Bundeswehr sagt sie: Die sei aktuell nicht verteidigungsfähig. „Die Bundeswehr wurde seit langem kaputtgespart.“ Das müsse sich ändern.

„Dieser Islam hat in Deutschland nichts zu suchen.“

Eine Frau fragt, was die AfD gegen die fortschreitende Islamisierung in Deutschland tun könne. Frauke Petry spricht sich für ein Verbot der Auslandsfinanzierung für Moscheen aus. „Es gibt Strömungen im Islam, die die Werte der Aufklärung nicht nur ablehnen, sondern abschaffen wollen. Dieser Islam hat in Deutschland nichts zu suchen“, erklärt sie. Es müsse aber unterschieden werden von jenen Menschen, die friedlich in Deutschland leben und die Religionsfreiheit achten.

Ebel fragt nach: Sie wolle doch auch, dass das islamische Religionsstudium an den Universitäten abgeschafft wird. „Verstößt das nicht gegen das Recht auf Religionsfreiheit?“ Es ist laut Petry ein Irrglaube anzunehmen, der Islam könne von Deutschland aus reformiert werden. „Das muss von da kommen, wo der Islam am stärksten ist, und das ist der Mittlere Osten“, antwortet die AfD-Politikerin.

OZ

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