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Funker machen Warnemünder Leuchtturm in der Welt bekannt

Schmarl Funker machen Warnemünder Leuchtturm in der Welt bekannt

Beim „Internationalen Leuchtturm/Feuerschiff Wochenende“ sind 428 Funkstationen in 40 Ländern aktiv / Auch Amateurfunker aus Rostock und Umgebung beteiligen sich

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Manfred Rohde (DL6KWA) gehört zum Ortsverband V 07, der den Leuchtturm mit leistungsfähigen Sende- und Empfangsanlagen ausstattete. Jürgen Falkenberg

Quelle: Fotos: Privat/

Schmarl. Jedes Jahr am dritten Augustwochenende schwirren vermehrt Funkwellen der Amateurfunker durch die Luft. Es ist das 18. „International Lighthouse/Lightship Weekend“ – das „Internationale Leuchtturm/Feuerschiff Wochenende“ –, an dem auch die Funker der Gruppe Marcom vom Rostocker Verein Seefunk FX-Intern und der Ortsverband V07 teilnehmen. Gemeinsam mit dem Förderverein Leuchtturm Warnemünde wurde der Leuchtturm für den Funkbetrieb am 20. und 21. August technisch ausgerüstet.

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Beim „Internationalen Leuchtturm/Feuerschiff Wochenende“ sind 428 Funkstationen in 40 Ländern aktiv / Auch Amateurfunker aus Rostock und Umgebung beteiligen sich

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Die Funkfreunde der Gruppe V07, das sind Manfred/DL5CC (Rufnummer im Funkverkehr), Otto/DL9GDA und Uli/DL5CU, statteten den Turm mit leistungsfähigen Sende- und Empfangsanlagen aus. So wird am Sonnabend die Station aus aller Welt unter dem Rufzeichen DA0WLH zu erreichen sein. DAO steht für eine deutsche Clubstation und WLH für Warnemünde Lighthouse. „Wir können nur an einem Tag bereit sein“, sagt Horst Niendorf/DL4NH, Leiter der Gruppe Marcom, denn: „Wir sind zu wenige, um 48 Stunden den Betrieb aufrechterhalten zu können“.

Das Funktreffen wurde 1999 durch einen schottischen Funkamateur ins Leben gerufen. Ursprünge sind Anfang der neunziger Jahre beim Northern Light Weekend zu finden. In diesem Jahr werden 428

Stationen in 40 Staaten besetzt sein. Von Algerien mit Cap Ivi Lighthouse ( DZ0004) bis Wales mit der Station Talacre Point of Ayre UK0205) reicht die Liste. 66 Stationen aus Deutschland haben ihre Sendebereitschaft gemeldet. Darunter ist auch der Leuchtturm Buk bei Bastorf und der Leuchtturm Moritzburg.

Seit 2001 wird vom Leuchtturm Warnemünde gefunkt. „Das Leuchtturm/Feuerschiff Wochenende soll das Bewusstsein aufrechterhalten, dass Leuchttürme und Feuerschiffe historisch und gegenwärtig wichtige Signalgeber der Schifffahrt waren und erhalten werden müssen. Darüber hinaus wird der Amateurfunk gefördert und die internationale Zusammenarbeit gepflegt“, sagt Niendorf.

Belege für die erfolgreich hergestellten Funkverbindungen sind die Bestätigungskarten. Diese QSL-Karten, zumeist farbenprächtig mit der Sendestation Leuchtturm oder Feuerschiff gestaltet, sind Beleg der Aktivitäten der Funker. In den Räumen des Vereins FX-Intern auf dem Traditionsschiff in Schmarl stehen die Kästen mit den Karten aus aller Welt. Die Karte des Leuchtturm/Feuerschiff Wochenendes der Gruppe Marcom und V07 zeigt den Warnemünder Leuchtturm und den Teepott, die Längen- und Breitenangaben des Standortes und ist versehen mit dem Rufzeichen der Station. „So machen wir den Leuchtturm in der Welt bekannt“, sagt Niendorf.

2015 wurden durch die Funkamateure von Marcom und V07 in 24 Stunden über 300 Funkkontakte hergestellt. So wird auch Helmut/DL6KWN, der ab null Uhr die Nachtschicht übernimmt, alle Hände voll zu tun haben. Er wird für den Tag abgelöst von Manfred/DL6KWA. Die Freunde des Leuchtturm-Fördervereins und von FX-Intern, dem Verein der Funkoffiziere, allen voran Gundolf Scholze, werden die Funker unterstützen. Für die Amateurfunker wird das Wochenende zu einem Erlebnis.

Turm wird ausgerüstet

428 Stationen weltweit werden am Wochenende sendebereit sein. So sind es in Australien und in den USA je 62 Stationen, in England 33.

In Venezuela steht eine Station bereit. Auch vom Lake Neusiedlersee in Österreich wird gefunkt. Auf Rügen ist der Schinkelturm Funkstation.

Für das ILLW 2016 wird der Warnemünder Leuchtturm mit einem F-950, einem leistungsfähigen Amateurfunkgerät, und einer FD4-Antenne, einer horizontalen Windom-Antenne mit großem Resonanzbereich, ausgerüstet.

Jürgen Falkenberg

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