Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Gemeinde stimmt für Fusion

BENTWISCH Gemeinde stimmt für Fusion

Bürgermeisterin soll Vertrag mit Klein Kussewitz unterschreiben / Amt Carbäk kündigt Widerspruch an

Bentwisch. Die Bentwischer Gemeindevertreter haben in ihrer Sitzung am Donnerstag die Bürgermeisterin beauftragt, den Gebietsänderungsvertrag mit der Gemeinde Klein Kussewitz zu unterzeichnen. Der Vertrag soll zuvor noch der Unteren Rechtsaufsichtsbehörde beim Landkreis Rostock zur Genehmigung vorgelegt werden.

Die Gemeinde Bentwisch im Amt Rostocker Heide strebt bereits seit einiger Zeit einen Zusammenschluss mit der Gemeinde Klein Kussewitz im Amt Carbäk an. Die Zugehörigkeit zu verschiedenen Ämtern hat die Diskussion um den Zusammenschluss in der Vergangenheit immer wieder verzögert.

Notwendig geworden war die weitere Beratung am Donnerstag, um sowohl den Vertragstext der Gemeinde Klein Kussewitz mit dem nun in Bentwisch diskutierten auf einen gleichen Stand zu bringen.

„Es geht dabei um die Anzahl der Gemeindevertreter, um die die Bentwischer Gemeindevertretung ergänzt werden soll“, sagte Bürgermeisterin Susanne Strübing. Es werde sich nun auf vier Kommunalpolitiker belaufen, die aus Klein Kussewitz kommen werden, zuvor waren es drei gewesen.

Ein anderer Punkt war der Zeitpunkt der Wahl dieser Gemeindevertreter. Er wird jetzt nicht festgeschrieben, sondern kann frei gewählt werden. Ebenso wurde das Datum angeglichen, an dem der Gebietsänderungsvertrag in Kraft treten soll. Dies soll der 1. Januar des kommenden Jahres sein. „Das halte ich für sehr sportlich“, sagte dazu Udo Zerbe, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Rostocker Heide.

Unterdessen steht immer noch eine Forderung des Amtes Carbäk nach einer Ausgleichszahlung in Höhe von 1,2 Millionen Euro im Raum. Im Vorfeld hatte es bereits Verhandlungen zu Ausgleichszahlungen gegeben. Diese Summe hatte, so die Bürgermeisterin, das Schweriner Innenministerium als „unrealistisch“ eingeschätzt. „Es geht jetzt eigentlich nur darum, dass das Amt Carbäk 50 000 Euro Ausgleichszahlung pro Mitarbeiter verlangen kann, die es aufgrund des kleiner gewordenen Amtsgebietes und einer geringeren Einwohnerzahl nicht mehr beschäftigen kann, sagte Susanne Strübing, es gebe aber auch die Möglichkeit, diese Mitarbeiter in das Amt Rostocker Heide zu übernehmen.

Für den Zusammenschluss, so die Bürgermeisterin, stehen der Gemeinde Bentwisch 200000 Euro in Aussicht, die vom Land MV kommen sollen, das mit Zusammenschlüssen zukunftsfähige Gemeinde schaffen will. Verwaltungschef Udo Zerbe wies gestern jedoch darauf hin, dass es darauf keinen Anspruch gebe, das Geld werde nur gezahlt, wenn dafür die entsprechenden Mittel bereitstehen.

In der Gemeinde Klein Kussewitz war der Vertrag und dessen Unterzeichnung bereits im Juni beschlossen worden. Gegen diesen Beschluss jedoch hatte die Leitende Verwaltungsbeamtin Simone Narajek Widerspruch eingelegt. „In dem Vertrag sind die beiden Gemeinden Klein Kussewitz und Bentwisch die Vertragspartner“, erläuterte dazu Narajek, „in dem Vertrag wird aber auch festgeschrieben, dass Auseinandersetzung darüber zwischen den Ämter Carbäk und Rostocker Heide gemacht werden soll. Damit ist es ein Vertrag, der zu Lasten dritter, nämlich der Ämter geht, und damit ist er rechtswidrig“, sagt die Leitende Verwaltungsbeamtin. Mit ihrem Widerspruch werde man sich jetzt in der Klein Kussewitzer Gemeindevertretung auseinandersetzen müssen.

Fusion soll beiden Seiten Vorteile bringen

Der Zusammenschluss zwischen den Gemeinden Bentwisch und Klein Kussewitz wird von der Mehrheit beider Gemeindevertretungen angestrebt, weil sich beide Kommunen davon Vorteile versprechen. Entwickelt wurde die Idee in der Gemeinde Bentwisch. Angesichts ihrer wirtschaftlichen Entwicklung in ihrem Gewerbegebiet braucht sie Platz für neue Wohnbebauung. Das ist in Bentwisch nur begrenzt möglich. Mit Klein Kussewitz werden die Möglichkeiten dafür größer. Klein Kussewitz dagegen ist mit etwa 800 Einwohnern allein auf Dauer nicht bestandsfähig. Die Gemeinde hat Rücklagen, muss sich jedoch aus wirtschaftlichen Gründen einen Partner suchen.

Michael Schißler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Politik

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
100 Aussteller sollen Besucher locken

Im Januar findet die Viva Touristika und Fahrrad Rostock mit einigen Höhepunkten statt