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Generationswechsel: Stadt sucht neue Chefs für ihre Firmen

Stadtmitte/Südstadt Generationswechsel: Stadt sucht neue Chefs für ihre Firmen

Die Hansestadt hat Profis damit beauftragt, einen neuen Geschäftsführer für den Fischereihafen zu finden / Danach sind die Straßenbahn AG und die Südstadt-Klinik dran

Stadtmitte/Südstadt. Der Hansestadt droht ein akuter Fachkräftemangel — und das nicht irgendwo, sondern ausgerechnet an den Spitzen einiger der wichtigsten städtischen Unternehmen: Gleich vier Führungsposten muss das Rathaus bis Anfang 2017 neu besetzen. Die Suche nach neuen Chefs für das Volkstheater, den Fischereihafen, die Rostocker Straßenbahn AG und auch das Klinikum Südstadt hat hinter den Kulissen längst begonnen.

 

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Gleich vier Chefs verlassen in den kommenden Monaten Tochterfirmen der Hansestadt: Michael Schroeder (RSAG, von links), Klinik-Direktorin Renate Fieber, Theater-Kaufmann Stefan Rosinski und Hafen-Chefin Daniele Priebe.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl (3), Juliane Lange (1)
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Der Posten im Klinikum wird neu besetzt.“Senator Chris Müller (SPD)

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Gleich vier Chefs verlassen in den kommenden Monaten Tochterfirmen der Hansestadt: Michael Schroeder (RSAG, von links), Klinik-Direktorin Renate Fieber, Theater-Kaufmann Stefan Rosinski und Hafen-Chefin Daniele Priebe.

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Der Posten im Klinikum wird neu besetzt.“Senator Chris Müller (SPD)

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Die erste Personalentscheidung könnte bereits in sechs Wochen fallen: Ende Mai will Jochen Bruhn, Chef der stadteigenen Beteiligungsholding RVV, mögliche Kandidaten für die Nachfolge von Daniele Priebe vorstellen. Die langjährige Geschäftsführerin des Fracht- und Fischereihafens in Marienehe geht Ende September in den Ruhestand. Ein herber Verlust für Rostock, sagt Bruhn: Denn kaum jemand kennt den Fischereihafen so gut wie die heute 62-Jährige. 1970 begann sie ihre Laufbahn in Marienehe als Lehrling, Mitte der 1990er Jahre stieg sie zur Geschäftsführerin auf — und war viele Jahre Deutschlands einzige Hafen-Chefin. Priebe machte aus dem Sanierungsfall eine Erfolgsgeschichte: Allein 2015 konnte Priebe den Umschlag um fünf Prozent steigern. RVV-Chef Bruhn hat sogenannte Head Hunter, professionelle Personaldienstleister, mit der Suche nach geeigneten Kandidaten für Priebes Nachfolge beauftragt. „Wir suchen einen Strategen, der den Fischereihafen weiter nach vorne bringt“, so Bruhn.

Verschwiegener gibt sich Rostocks Rathaus, wenn es um die bevorstehende Personal-Entscheidung im Hause der Straßenbahn AG (RSAG) geht: Nach Informationen der OZ lässt der Aufsichtsrat den Vertrag des Technischen Vorstandes Michael Schroeder auslaufen. Die Stadtverwaltung dementiert das nicht, verweist aber auf das Kontrollgremium. Doch auch dessen Mitglieder schweigen offiziell eisern zu der Personalie. Auf einem Karriereportal im Internet ist die Stelle aber längst ausgeschrieben — nicht unter dem Namen der RSAG, sondern von der Personalberatung von Rundstedt aus Hamburg.

Auffällig: Die Experten suchen einen Kaufmännischen Vorstand. Das passt zu den Gerüchten, wonach der bisherige Kaufmann der RSAG, Jan Bleis, ab 1. Januar 2017 die Technik übernehmen soll.

Die spannendste Entscheidung dürfte aber am Südstadt-Klinikum fallen: Auch dessen Chefin, Verwaltungsdirektorin Renate Fieber, geht in den Ruhestand — und zwar Anfang 2017. Seit 1975 arbeitet sie im Klinikum, 1998 wurde sie Verwaltungsdirektorin. Um Fiebers Abschied hatte es zuletzt eine Menge Gerüchte gegeben — nämlich, ob der Posten überhaupt nochmal besetzt wird oder ob die Stadt erneut einen Verkauf des Klinikums in Angriff nimmt. Der für das Krankenhaus zuständige Finanzsenator Chris Müller (SPD) erteilt diesen Spekulationen nun aber eine Abfuhr: Nein, es gäbe auch keine Fusionsverhandlungen mit der Uni-Medizin. Und ja: „Der Posten des Verwaltungsdirektors wird neu besetzt.“ Ein professioneller Dienstleister bereite derzeit die Ausschreibung vor. Die Stadt habe aktuell keinerlei Absichten, das Klinikum zu verkaufen. Schließlich fahre es jährliche satte Gewinne für den Stadthaushalt ein.

Offen bleibt indes, ob der Posten von Stefan Rosinski ebenfalls wieder besetzt wird: Der kaufmännische Geschäftsführer des Rostocker Volkstheaters verlässt die Hansestadt auf eigenen Wunsch Ende Juli, um neuer Theater-Chef in Halle zu werden. Auf die Frage, wann die Suche nach seinem Nachfolger in Rostock startet, antwortet Stadtsprecher Ulrich Kunze allerdings ausweichend: Noch habe Rosinski zusammen mit Intendant Sewan Latchinian „offene Fragen“ zum vorgeschlagenen Strukturkonzept für das Volkstheater zu beantworten. Von der neuen Struktur hänge dann auch ab, ob das Theater weiterhin zwei Chefs brauche.

Von Andreas Meyer

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