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Großes Stühlerücken im Kreishaus

GÜSTROW Großes Stühlerücken im Kreishaus

Der Landkreis Rostock will sich neu organisieren — und sparen

Güstrow/Bad Doberan. Kürzere Wege, reduzierte Wartezeiten, schnelles Erreichen über das Internet: Bürger und Unternehmen sollen künftig von einer verbesserten Struktur in der Kreisverwaltung profitieren. Einzelne Bereiche sollen Anfang Mai zusammengelegt werden und somit die Verwaltungsarbeit vereinfachen — so stellt sich der Landkreis Rostock die Zukunft ihrer Verwaltung vor.

Fachdienst seit Januar

Seit Anfang Januar gibt es bereits einen neuen Fachbereich in der Kreisverwaltung: „Integration und Unterbringung von Flüchtlingen“. Dieser Fachdienst ist dem Dezernat I unterstellt.

Dem Fachdienst wurden sämtliche Aufgaben zugewiesen, die die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen sowie die Asylbewerberleistungen, mit Ausnahme der Auszahlung der konkreten Leistungen, im Landkreis Rostock betreffen.

Neu wird die Stabsstelle „E-Government“ sein, die unmittelbar dem Büro von Landrat Sebastian Constien (SPD) unterstellt werden soll. „Diese Organisationseinheit wird als eine wesentliche Voraussetzung hinsichtlich der Vereinfachung und Durchführung von Prozessen zur Information, Kommunikation und Transaktion erachtet“, heißt es in der Vorlage. Und zwar innerhalb der Verwaltung sowie zwischen den Bürgern und der Güstrower Behörde.

Auf dem ersten Blick scheint unklar zu sein, welche Auswirkungen das für die Bürger hat. So muss durch die digitale Informationstechnologie muss befürchtet werden, dass die Privatsphäre nicht geschützt ist. Außerdem würde dem Bürger ein persönlicher Ansprechpartner fehlen. Die Kommunikation zwischen Bürger und Verwaltung würde unpersönlicher sein. Auch die Kreisverwaltung bindet sich dadurch mehr Arbeit ans Bein. Denn sie muss Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um die Daten der Menschen zu schützen. Und dies könnte wiederum zusätzliche Kosten verursachen. Michael Fengler verdeutlicht, dass es aber kürzere Wartezeiten geben wird. Die Verwaltung sei rund um die Uhr erreichbar. Außerdem würden Menschen Zeit einsparen, da sie für Behördengänge keine langen Wege mehr in Kauf nehmen müssten. Ein großer Vorteil durch die automatisierten Abläufe werde aber die Kosten- und Zeitersparnis sein.

„Die drei Dezernate, die wir aktuell haben, bleiben aber erhalten. Sie sollen nur neu geordnet werden“, erklärt Fengler. Ämter, die vor allem auch fachlich zusammenarbeiten, sollen künftig unter einer Leitung zusammengelegt werden. So hat es auch das Organisationsgutachten im vergangenen Jahr festgestellt.

Umzüge innerhalb der Verwaltung werde es aber nicht geben, teilt Michael Fengler mit. „Alles bleibt beim Alten.“ Er gibt auch Entwarnung für das Kreis-Personal. „Die Mitarbeiter aus Bad Doberan und Güstrow müssen nicht ihre Arbeitsplätze wechseln“, sagt er.

„Der Landkreis wächst auch fünf Jahre nach der Kreisgebietsreform immer noch zusammen. Dazu gehört auch die Verwaltung, die sich weiter verbessern möchte“, sagt Michael Fengler. Den Kreistagsmitgliedern liegt der Beschluss über die Neugliederung der Kernverwaltung vor. Nächste Woche, am 27. April, sollen sie darüber abstimmen.

Von Mathias Otto

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