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Hängepartie um Hafenbahnweg: Keine Ideen seit drei Jahren

Toitenwinkel Hängepartie um Hafenbahnweg: Keine Ideen seit drei Jahren

Trotz Beschluss noch immer kein Entwicklungskonzept für Wohngebiet in Toitenwinkel / Ortsbeirat verärgert über Aktionslosigkeit / Stadt hat Pläne nicht aufgegeben

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Soll die freie Fläche vor dem Hochhaus wieder bebaut werden? Einst stand dort ein Mehrgeschosser der Wiro.

Quelle: Manuela Wilk

Toitenwinkel. Die Zukunft des Wohngebietes Hafenbahnweg in Toitenwinkel bleibt ungewiss. Seit Jahren schon hat die Stadtverwaltung den Auftrag, ein Entwicklungskonzept für das Quartier zu erstellen. Doch noch immer ist nichts geschehen, noch immer gibt es keine Ergebnisse. „Im Oktober ,feiern’ wir den dritten Jahrestag des Bürgerschaftsbeschlusses. Und wir warten immer noch“, ärgert sich die Ortsbeiratsvorsitzende Anke Knitter (SPD). Das Gremium und die Anwohner fühlen sich von der Stadt hingehalten und wollen endlich konkrete Antworten, wie es in dem Viertel weitergehen soll.

Leerstand-Kontrast: Hafenbahn und Wiro gesamt

10,7 Prozent Leerstand hat das Wohngebiet Hafenbahnweg momentan.

1,2 Prozent sind es hingegen in allen Wohnungen der kommunalen Wohnungsgesellschaft Wiro.

Im Oktober 2013 hatte die Rostocker Bürgerschaft den Oberbürgermeister beauftragt, ein Entwicklungskonzept für den Hafenbahnweg zu erarbeiten. Im Januar 2014 sollte es vorliegen. In zwei vorangegangenen Beschlüssen hatte die Bürgerschaft bereits alle Verkaufsaktivitäten für die Wohnblöcke des Quartiers gestoppt und verfügt, dass der Hafenbahnweg als Wohngebiet bestehen bleibt.

„Tatsache ist, dass die Frist jedes Mal wieder verlängert wurde. Man kann nicht so tun, als ob es keine Beschlüsse gibt“, sagt Anke Knitter.

„Die Stadtverwaltung bekennt sich zum Wohnungsstandort Hafenbahnweg“, erwidert Stadtsprecher Ulrich Kunze. Das Areal sei Bestandteil des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes, das derzeit durch die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung (RGS) erarbeitet werde. „Abstimmungen dieses Entwurfes mit der Verwaltung und gegebenenfalls mit den kommunalpolitischen Gremien könnten noch in diesem Jahr erfolgen“, sagt Kunze.

Erst kürzlich wurde das Einwohnerfest mit vielen Gästen gefeiert. „Auch Leute, die zu ihrem Stadtteil befragt wurden, sind zufrieden mit Toitenwinkel“, so die Ortsbeiratsvorsitzende. Der Nordwesten der Stadt sei ein Wohnstandort, der sich immer größerer Beliebtheit erfreue. Der Bedarf an neuem Wohnraum sei vorhanden. Für künftige Wohnhäuser würde nicht nur der Hafenbahnweg Möglichkeiten bieten. „Konkret kann man auch die Flächen in Betracht ziehen, auf denen noch die Photovoltaikanlagen stehen“, so Anke Knitter.

Doch aktuell ist dort ein enormer Leerstand zu verzeichnen. Immer wieder sei von einem städtebaulichen Missstand die Rede, wenn es um das Wohngebiet geht. „Der Leerstand beträgt 10,7 Prozent. Zum Vergleich: Der Leerstand in allen Wiro-Wohnungen liegt bei 1,2 Prozent“, teilt Wiro-Sprecherin Dagmar Horning mit. Dass der Hafenbahnweg nicht so stark gefragt ist, „liegt aus unserer Sicht daran, dass er nicht so gut an das Nahverkehrsnetz angeschlossen ist und auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen fehlen“. Noch vor zwei Jahren gab es einen dritten Block im Quartier. Nachdem zwei Verkaufsversuche an Bürgerschaftsbeschlüssen scheiterten, ließ die Wiro das Gebäude aufgrund baulicher Mängel abreißen.

Mathias Otto

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