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Holländisches Kriegsschiff kommt nach Warnemünde

Rostock Holländisches Kriegsschiff kommt nach Warnemünde

Die „Karel Doorman“ ist ein Traum deutscher Militärs. Dank einer Kooperation kann die Bundeswehr das 200-Meter lange Unterstützungs- und Versorgungsschiff aus den Niederlanden mitbenutzen. Sonnabend beginnen in Rostock erste gemeinsame Übungen.

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Die „Karel Doorman“ kommt am Sonnabend für fünf Tage nach Warnemünde – für gemeinsame Übungen mit der deutschen Marine.

Quelle: John Van Helvert

Rostock. Besuch von der Königlichen Marine in Rostock: Fünf Tage lang macht das niederländische Unterstützungsschiff „Karel Doorman“ ab Sonnabend am Warnemünder Passagierkai fest (11 Uhr, Liegeplatz 8). Es soll gemeinsame Übungen mit der deutschen Marine geben, unter anderem Evakuierungs -und Boardingszenarios, sowohl an Land als auch auf See, teilt die Marine mit.

Startschuss für eine engere Zusammenarbeit

Mit dem Abstecher der Niederländer an die Ostsee beginnt eine engere Kooperation zwischen deutscher und niederländischer Marine. Vor einem Monat hatten Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und ihre Den Haager Amtskollegin Jeanine Hennis-Plasschart eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben.

Nach Angaben der Marine sieht die Vereinbarung unter anderem vor, dass sie die 200 Meter lange „Karel Doorman“ mitbenutzen kann. Ein solches Schiff wünscht sich die Bundeswehr schon lange: Es kann Einheiten auf hoher See versorgen, Personal und Material zu abgelegenen Einsatzorten bringen, wofür es nicht einmal einen Hafen benötigt. Es taugt auch als schwimmende Basis für Militäroperationen an Land und soll sogar amphibische Fähigkeiten besitzen.

Deutscher Beitrag unklar

Der Bau des 400 Millionen Euro teuren Schiffs war für die Niederlande ein finanzieller Kraftakt. Das Land profitiert von der deutschen Beteiligung: So war es zeitweise unklar, ob die „Karel Doorman“ überhaupt in Dienst gestellt werden kann, berichtet Rüstungsexperte Thomas Wiegold auf seinem Blog „Augen geradeaus“. Wie das finanzielle Engagement aus Deutschland konkret aussieht, bleibt indes offen.

Wo Sie das Schiff in Warnemünde am besten sehen können, lesen Sie am Sonnabend in der gedruckten OSTEE-ZEITUNG.

Von Gerald Kleine Wördemann

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