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IGA-Chef wirft hin: Kommt jetzt die Buga?

Schmarl IGA-Chef wirft hin: Kommt jetzt die Buga?

Geschäftsführer hat gekündigt / Stadt bereitet Gartenschau-Bewerbung vor

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Steht die Iga-Gesellschaft vor dem Aus? Das Rathaus jedenfalls setzt auf ein gemeinsames Unternehmen für den Schmarler Park und die Buga-Bewerbung im Stadthafen.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Schmarl. Rostock macht ernst mit der Bewerbung um die Bundesgartenschau 2025 im Stadthafen: Noch in diesem Jahr will das Rathaus erste konkrete Pläne erarbeiten lassen.

 

OZ-Bild

Mein Abschied hat allein private Gründe. Ich muss jetzt bei meiner Familie sein.

Ralf Hots-Thomas Geschäftsführer Iga–Park

Die Machbarkeitsstudie soll eine Viertelmillion Euro kosten. Für die Hansestadt wäre die Buga die zweite große Gartenschau nach der Iga 2003. Der „alte“ Blumenpark in Schmarl steht indes vor einer ungewissen Zukunft: Ralf Hots-Thomas, Geschäftsführer der städtischen Betreibergesellschaft, hat darum gebeten, vorzeitig gehen zu dürfen. Ob seine Stelle neu besetzt wird, ist noch völlig offen.

Das Rathaus hat nämlich andere Pläne: Sollte die Bewerbung um die Buga Erfolg haben, könnte ein Chef den Schmarler Park und auch die noch zu gründende BugaGesellschaft führen.

Hots-Thomas geht zurück nach Bremen

Gegenüber der OZ bestätigt der Noch-Iga-Geschäftsführer, dass er nach knapp zwei Jahren die Hansestadt wieder verlassen will: „Aus familiären Gründen“, sagt Ralf Hots-Thomas. Er will zurück in seine Heimat Bremen, hat dort bereits einen neuen Job in Aussicht: „Es geht leider nicht mehr anders. Aber ich muss jetzt bei meiner Familie sein.“ Gerüchte, wonach Hots-Thomas auch gehen will, weil die Chemie zwischen ihm und Karina Jens, der Aufsichtsratschefin der Park-Gesellschaft, nicht mehr stimme, kommentiert er mit den Worten: „Frau Jens ist sehr dominant und wir waren definitiv auch nicht immer einer Meinung. Aber das ist nicht der Grund für meinen Abschied.“

Ursprünglich wollte Hots-Thomas bereits zum Jahresende gehen, er soll nun aber noch bis März bleiben. Aufsichtsratschefin Jens will die Zeit nutzen, um durch professionelle Personalagenturen einen neuen Geschäftsführer suchen zu lassen: „Wir brauchen für den Posten einen richtigen Fachmann. Denn der Iga-Park steht schließlich vor großen Herausforderungen.“ Nach dem Bürgerentscheid gehe es nun darum, die Weichen für den mehr als 20 Millionen Euro teuren Bau eines Maritimen Museums an Land zu stellen. „Wir brauchen zudem ein neues Konzept für das ,Tradi’ und für den ganzen Park.“

Rathaus bremst bei Nachfolger-Suche

Der Gesellschafter des Parks – die Hansestadt – lässt jedoch offen, ob die Stelle in der Iga-Gesellschaft überhaupt wieder besetzt wird. Denn Rostock will sich für das Jahr 2025 um die Bundesgartenschau bewerben. Die soll nach dem Willen von Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) nicht in Schmarl, sondern im Stadthafen stattfinden. Und dennoch: „Aus Sicht der Stadtverwaltung scheint es durchaus sinnvoll, zu prüfen, ob die in der Iga-Gesellschaft vorhandenen Kompetenzen auch für die Buga- Bewerbung genutzt werden können“, sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze. Im Klartext:

Statt sich zwei Garten-Gesellschaften zu leisten, will Methling den Park und die Buga in einer städtischen Firma bündeln. „Wir halten insofern eine Entscheidung über eine mögliche Nachfolge im Park für verfrüht.“

Pläne für Gartenschau werden konkreter

In Sachen Bundesgartenschau wird es jetzt auch konkret: Der OB bittet die Bürgerschaft, ihm bereits jetzt 250000 Euro für die Vorbereitung einer Bewerbung zur Verfügung zu stellen. Die Zeit drängt nämlich: Spätestens bis Mitte 2018 muss Rostock – so sich die Stadt denn bewerben will – seine Pläne bei der Bundesgartenschau-Gesellschaft vorlegen. Erhält die Stadt den Zuschlag, will das Rathaus in den Jahren 2020 und 2021 mit der Umgestaltung des Stadthafens beginnen und dafür in einem ersten Schritt zehn Millionen Euro ausgeben. Auch im Iga-Park will der OB anpacken: Das Entwicklungskonzept aus dem Jahr 2013 soll aktualisiert und umgesetzt werden. Methling will auch darüber nachdenken, Teile des Parks an Investoren zu verkaufen.

Andreas Meyer

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