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Jeden Tag drei Tonnen Dreck am Strand

Warnemünde Jeden Tag drei Tonnen Dreck am Strand

Neue Maschine macht den Sand sauber / Stadt investiert in mehr Sauberkeit für Badegäste

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Umweltsenator Holger Matthäus und Tourismuschef Matthias Fromm prüfen das Ergebnis der neuen Strandreinigung.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Er ist nahezu unglaublich, welchen Unrat Menschen am Strand hinterlassen. In der Saison sind es täglich bis zu drei Tonnen Müll. Um ihn in den Griff zu bekommen, hat die Tourismuszentrale technisch aufgerüstet. Sie hat gestern das Strandreinigungsgerät „Beach Tech 2000“ in Betrieb genommen. „Bei einer Geschwindigkeit bis zu 20 Stundenkilometern reinigt die Maschine rund 22000 Quadratmeter Sand pro Stunde in einer Tiefe bis zu 15 Zentimetern“, informiert Rostocks Tourismuschef Matthias Fromm.

Strand gehört der Stadt

Die Hansestadt erwarb die Rostocker Heide 1252 vom Landesfürsten Borwin III. Zum damaligen Verkaufspaket gehörte auch der Strand. Nach jahrelangen Verhandlungen wurde eine Rückübertragung der Strände östlich und westlich der Warnow 2004 vom Land auf die Stadt vollzogen. Die Verkehrssicherungspflicht für Strand und Dünen liegt nun in Rostock.

Scherben, Plastikreste, Kronkorken, Kippen, aber auch Seetang sowie Steine holt das Gerät, das von einer Zugmaschine gezogen wird, aus dem Boden. Der Sand kann dabei trocken, feucht, locker oder fest sein. Auch Meerwasser verursacht keine Schäden. Die Firma Kässbohrer hält das Patent. Rund 60000 Euro kostet der „Beach Tech 2000“. Die Tourismuszentrale hat ein gebrauchtes, aber komplett überholtes Gerät für 15000 Euro erworben.

Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) erinnert daran, dass in den Leitlinien zur Stadtentwicklung Abfallvermeidung und Sauberkeit eine große Bedeutung haben. Dazu gehöre der Strand, der täglich gereinigt werde. Zusammen mit Kooperationspartnern wie dem Verein „Aida Freunde der Meere“ und dem Verband der Ostseebäder werden seit zwei Jahren über die Tourismuszentrale kostenfrei Strandaschenbecher an rauchende Urlauber und Einheimische verteilt. Denn die Filter von Zigaretten zersetzen sich nicht auf natürlichem Wege, so Matthäus. „Außerdem gibt es an den Aufgängen 8 in Markgrafenheide und 12 in Warnemünde zwei rauchfreie Strandabschnitte“, sagt der Umweltsenator. Sie werden besonders von Familien mit Kindern geschätzt.

Die verbesserte Strandreinigung sei wichtig, erklärt Matthias Fromm, um auch künftig die Blaue Flagge als Auszeichnung für eine besonders gute Badequalität zu erhalten. „Auch aufgrund der neuen Investition in die Strandreinigung hoffen wir in diesem Jahr auf die dann 20. Verleihung der Blauen Flagge für unsere Strände in Warnemünde und Markgrafenheide“, sagt der Tourismusdirektor. Da reihe sich ein, dass es an den Rettungstürmen Flyer und Karten gebe, die die Strandgäste für das Thema Müllvermeidung sensibilisieren sollen. Und auch in den Touristinformationen in Rostock und Warnemünde ändert sich etwas. „Dort werden seit diesem Jahr für die Verkaufsartikel und Postkarten grundsätzlich nur umweltfreundliche Papiertüten mit dem Slogan ,Kein Plastik bei die Fische’ verwendet“, ergänzt Matthias Fromm.

Um in Sachen Umwelt vorn dabei zu sein, hat die Tourismuszentrale bereits vor vier Jahren ein Elektromobil gekauft. Es steht den Mitarbeitern des Bauhofs bei Bau- und Reinigungsarbeiten auf der Promenade zur Verfügung.

Thomas Sternberg

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