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TESSIN Kandidaten im Bürgercheck

Susanne Dräger und Gildo Müller beantworten vor der Bürgermeisterwahl Fragen zu ihren Zielen

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Susanne Dräger (l.) und Gildo Müller stellten sich im Volksparksaal vor, Marina Rux (m.) moderierte den Abend.

Quelle: Michael Schißler

Tessin. Der Generationenwechsel an der Spitze des Tessiner Rathauses kommt – darauf stimmten sich am Dienstag rund 280 Tessiner im Volksparksaal ein. Dort stellten sich die beiden Kandidaten – Susanne Dräger (36) und Gildo Müller (49) – für die Wahl des Bürgermeisters am 5. Juni vor.

Ich will schnell eine Nähe zum Bürger herstellen.“

Gildo Müller (49),

Kandidat

Ich will die Stadt zielstrebig zukunftsfähig machen.“

Susanne Dräger (36),

Kandidatin

Marina Rux, Lehrerin an der Anne-Frank-Schule, moderierte den Abend und umriss die kommunalpolitische Situation. „Die Stadt steht vor großen Veränderungen“, sagte sie, wenn nun der jetzige Bürgermeister Fred Ibold in den Ruhestand gehe. Die Tessiner könnten nun „zwei mutige junge Leute kennenlernen, die sich einer großen Herausforderung stellen wollen“.

In ihrer kurzen Vorstellung machte Susanne Dräger deutlich, dass sie aus ihrer Arbeit in verschiedenen Verwaltungen ein Netzwerk im Bereich Fördermittel geknüpft habe, dieses Netzwerk wolle sie als Bürgermeisterin mit einer starken Tessiner Verwaltung verknüpfen und auch so den Tessinern die Sorge vor einem Generationenwechsel nehmen.

Gildo Müller sagte: „Ich will ein Bürgermeister für alle sein.“ Deswegen sei für ihn auch eine Bürgersprechstunde wichtig. Er wolle nicht nur Handel und Gewerbe unterstützen, sondern sich auch für ein „ganz, ganz schnelles Internet einsetzen“.

Dr. Ernst Schmidt, Stadtvertreter, war allerdings zunächst eher an Führungsqualitäten interessiert, „weil die Stadt mit ihren 80 Mitarbeitern mit einem mittelständischen Unternehmen zu vergleichen ist“. Deswegen wollte er wissen, welche Aufgaben die Kandidaten zuerst anpacken werden.

Gildo Müller sagte, dass für ihn die Bürgernähe als Erstes hergestellt werden müsse und er sich zweitens um die Ansiedlung eines Kinderarztes kümmern wolle. „Wenn Sie mir das Vertrauen schenken, dann werde ich mich zuerst in die laufenden Geschäfte einarbeiten“, sagte Susanne Dräger, „um die Lücke möglichst knapp zu halten. Wenn die Basis dann geschaffen ist, können wir alle anderen Projekte anpacken.“

Interessiert zeigte sich ein Zuhörer an der Einrichtung von Stadtwerken für Tessin. Müller meinte: „Ich weiß nicht, ob sich das bei 4000 Einwohnern rechnet.“ Susanne Dräger sagte: „Wir haben eine stabile Versorgungslage.“ Ein eigenes Stadtwerk „stelle ich mir sehr schwierig vor“, einer Einrichtung müssten „umfangreiche Analysen vorangehen“.

Die Zuschauer wollten auch das Verhältnis der Kandidaten zu erneuerbaren Energien kennenlernen, denen man bislang in Tessin abwägend gegenüberstehe. „Das ist ein tolles, aber schwieriges Thema“, sagt Susanne Dräger, „das muss man in offenen Diskussionsrunden“ behandeln, zumal Tessin Tourismusgebiet sei. Gildo Müller befand für sich: „Diese Energien sind sehr, sehr wichtig“, entsprechende Ansiedlungen von Anlagen sollte es aber nur geben, „wo sie reinpassen“. Zumal es immer wieder Ärger mit Anwohnern gebe.

Mit Blick auf die Unterstützung von Vereinen meinte Gildo Müller, dass er als Bürgermeister die Vereine weiter fördern wolle. Kandidatin Dräger sichert gleichfalls zu, „die Zuschüsse möglichst lange zu halten“, gleichwohl machte sie auch deutlich, dass man dann vielleicht eher über Entgelte für die Sporthallennutzung nachdenken solle.

Konkrete Kommunalpolitik gab es auch noch: Reicht die Straße von der Bundesstraße 110 bis zur Straße nach Cammin für die Erschließung des Wohngebietes an der Quelle und den nun neu entstehenden?

Gildo Müller trat dafür ein, dass die Straße besser ausgebaut wird. Indes machte die Stadtvertreterin Sabine Lehmann darauf aufmerksam, dass es für den Ausbau bereits Fördermittel gebe.

Von Michael Schißler

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