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Knappe Schlappe: Bockhahn fliegt aus Linken-Vorstand

Stadtmitte/Magdeburg Knappe Schlappe: Bockhahn fliegt aus Linken-Vorstand

Der Rostocker Sozialsenator gehört seit dem Wochenende nicht mehr dem Bundesvorstand seiner Partei an

Stadtmitte/Magdeburg. Steffen Bockhahn macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: Nach nur zwei Jahren ist der Rostocker nicht mehr Mitglied im Bundesvorstand der Links-Partei. Der Rostocker Sozialsenator verfehlte beim Bundesparteitag in Magdeburg den erneuten Einzug in das höchste Entscheidungsgremium in einer Stichwahl.

 

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Natürlich wäre ich lieber gewählt worden.“Steffen Bockhahn

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Bockhahn musste im Rennen um den letzten noch freien Platz im insgesamt 44-köpfigen Führungsgremium gegen den bayerischen Parteisprecher Xaver Merk antreten. Im ersten Wahldurchgang gab es ein Patt zwischen beiden Bewerben, die Stichwahl aber entschied Merk für sich. „Natürlich wäre es mir lieber gewesen, wenn ich gewählt worden wäre. Ich kandidiere ja nicht, um zu verlieren“, so ein sichtlich enttäuschter Bockhahn gegenüber der OZ.

Der Rostocker gehörte dem Bundesvorstand seit 2014 an. Von 2009 bis 2013 war er direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für die Hansestadt in Berlin. 2013 musste sich Bockhahn allerdings dem CDU-Kandidaten Peter Stein geschlagen geben. Auf Bundesebene wollte der Linken-Politiker, der zwischen 2009 und 2012 auch Landeschef der Partei war, weiterhin ein Wörtchen mitreden. Als offenes Geheimnis gilt aber auch, dass das Verhältnis zwischen Bockhahn und den im Amt bestätigten Partei-Chefs Katja Kipping und Bernd Riexinger belastet ist. Unter anderem hatte es 2014 Streit über sogenannte No Go-Listen gegeben – Papiere, auf denen festgelegt worden war, für welche unliebsamen Genossen es keine Parteijobs mehr geben sollte. Auch Bockhahn tauchte auf diesen Listen auf.

Sich aus der Bundespolitik zurückziehen will der Rostocker aber trotz der Niederlage in Magdeburg nicht: „Es ist bedauerlich, dass MV nun gar nicht mehr im Linken-Vorstand vertreten ist. Aber der Vorstand ist ja nicht die einzige Möglichkeit, sich auf Bundesebene zu engagieren.“ Bockhahn wolle „seinen Weg suchen und finden“ und in einigen Wochen verkünden, wie es für ihn in der großen Politik weitergeht.

„Richtig ist aber auch, dass meine Amtszeit als Senator in der Hansestadt erst 2022 endet. Und ich habe vor, dieses Mandat zu erfüllen“, so Bockhahn. Zuletzt hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, der Linke wolle 2019 bei der OB-Wahl kandidieren. Bockhahn selbst hat sich dazu noch nicht geäußert.

am

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