Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Kritik am Rathaus wächst: Spart sich die Hansestadt kaputt?

Rostock Kritik am Rathaus wächst: Spart sich die Hansestadt kaputt?

Linke und Grüne attackieren Rostocks OB Methling und Finanzsenator Müller: Obwohl die Stadt einen Rekordüberschuss einfahren wird, werde kaum noch Geld für Investitionen ausgegeben - weil im Rathaus Mitarbeiter fehlen, um die Vorhaben umzusetzen.

Voriger Artikel
Rundfunkbeitrag wird nicht gesenkt
Nächster Artikel
OB-Wahl 2019: Der Wahlkampf hat begonnen

Die „Schatzkisten“ Rostocks sind prall gefüllt, aber OB Roland Methling (links) und Senator Chris Müller sparen weiter.

Quelle: Benjamin Barz

Rostock. Rostock scheint derzeit im Geld zu schwimmen: Laut neuesten Zahlen wird die Hansestadt am Jahresende einen Überschuss von 27,1 Millionen Euro einfahren. Und es könnten sogar noch etliche Millionen hinzukommen: Denn die Stadtverwaltung gibt kaum noch Geld aus. Insgesamt fast 85 Millionen Euro hatte die Bürgerschaft im Etat für neue Straßen, die Sanierung von Wegen oder Anschaffungen für Schulen eingeplant. Bisher hat das Rathaus davon aber nicht mal ein Viertel ausgegeben. Linke und Grüne attackieren Methling und Müller dafür scharf: Sie würden Rostock kaputt sparen.„Es wird immer schlimmer. Der rigide Sparkurs von Finanzsenator und OB hat absurde Ausmaße angenommen“, so Eva-Maria Kröger, Fraktionschefin der Linken.

Die Stadt habe einen „riesigen Investitionsstau“, der abgebaut werden muss. Für Schulen und Sporthallen, Straßen und Wege fehle Geld. „Es darf nicht darum gehen, einen Wettbewerb im Sparen zu gewinnen. Die Lebensqualität der Bürger muss im Mittelpunkt stehen.“ Das Probleme beim Geldausgeben: Der Stadt fehle Personal, um die Maßnahmen planen zu können, sagt Kröger. Vor allem im Bau-Bereich bräuchten die Ämter mehr Fachkräfte, bestätigt ein hochrangiger Rathaus-Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte. Das Amt für Stadtplanung soll immerhin zehn neue Stellen erhalten. „Doch auch im Amt für Verkehrsanlagen herrscht Mangel. Dort fehlen Ingenieure und Planer“, sagt der Insider.

Doch der OB und der Finanzsenator bleiben hart – und wehren sich gegen die Kritik: „Wer glaubt, die Hansestadt Rostock habe plötzlich Geld zu verteilen, der hat offensichtlich unsere finanzielle Situation nicht verstanden“, sagt Methling. Selbst mit dem Rekordüberschuss würde der Schuldenberg der Stadt Ende 2016 immer noch bei rund 100 Millionen Euro liegen.

Andreas Meyer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Politik

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Neue Kita eröffnet am Kindertag

Rostocker Institut Lernen und Leben feiert Richtfest für Neubau in Neubukow