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Lange Straße soll für Radler sicherer werden

Rostock Lange Straße soll für Radler sicherer werden

Bis März 2018 soll der Oberbürgermeister Roland Methling (UfR) Maßnahmen vorlegen, inwiefern die Gefahr für Radfahrer in der Langen Straße in Rostock verringert werden kann

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Seit 2014 hat es insgesamt 30 Unfälle in der Langen Straße in Rostock gegeben, an denen Radfahrer beteiligt waren. Die Grünen-Fraktion in der Bürgerschaft wollte nun prüfen lassen, ob es möglich ist, aus der Langen Straße eine Fahrradstraße zu machen. Der Antrag wurde nur in veränderter Form von der Rostocker Bürgerschaft angenommen.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Fast zu jeder Tageszeit fahren sie entlang der Langen Straße: Die Fahrradfahrer. Doch der anhaltende Verkehr und vor allem die parkenden Autos machen ihnen den Weg schwer. Immer wieder kommt es zu brenzligen Situationen. Die Bürgerschaft hat deswegen den Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) beauftragt, bis März 2018 Maßnahmen vorzuschlagen, die Sicherheit der Radler zu verbessern.

„Die Straße hat sich mehrfach als Unfallschwerpunkt herausgestellt, vor allem mit ein- und ausparkenden Autos“, sagt Andrea Krönert (Grüne). Der Radweg führt direkt an den Parkplätzen entlang, die quer zur Fahrbahn ausgerichtet sind. Schon das Zurücksetzen ausparkender Autos blockiere den Radweg. Seit 2014 habe es hier 30 Unfälle gegeben, bei denen Radfahrer beteiligt waren und verletzt wurden. In 18 Fällen waren abbiegende, ein- und ausparkende Fahrzeuge beteiligt. „Hinzu kommen sechs Unfälle, bei denen Radfahrer bei Rot oder entgegen der vorgeschriebenen Richtung gefahren sind sowie sechs weitere Unfälle mit verschiedenen Ursachen“, führt Bausenator Holger Matthäus (Grüne) in einer Stellungnahme aus. Deswegen sei es nun die Aufgabe, die Verkehrsanlage so zu gestalten, dass sie alle Verkehrsteilnehmer möglichst sicher nutzen können.

Eigentlich wollte die Grünen-Fraktion noch einen Schritt weitergehen. Sie wollte prüfen lassen, ob man die Lange Straße nicht zur Fahrradstraße ernennen könnte. Damit würde man Diskussionen aus dem Fahrradforum aufgreifen. „Seit 1994 sind Fahrradstraßen in der Straßenverkehrsordnung erlaubt“, sagt Andrea Kröner (Grüne). In solchen Straßen hätten die Radler Vorrang und dürften nebeneinander fahren. Für Autos und andere Verkehrsteilnehmer wäre die Straße nicht unbedingt gesperrt. Aber es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30<TH>Kilometern pro Stunde und die Fahrzeuge müssten ihre Geschwindigkeit gegebenenfalls an die Radler anpassen. In Rostock gebe es bisher nur drei Fahrradstraßen, in Hannover 18 und München sogar 60. „Dieser Antrag wurde im Ortsbeirat und in den Ausschüssen heiß diskutiert. Im Endeffekt wurde meist zugestimmt“, sagt Andrea Krönert. Nur im Wirtschaftsausschuss und Bauausschuss hat man sich dagegen ausgesprochen. „Die Stimmung war nicht so eindeutig gegen den Antrag, wie das Ergebnis“, ergänzt sie.

Eindeutig ist jedoch die Reaktion auf den Änderungsantrag von Steffen Wandschneider-Kastell (SPD), der das Wort „Fahrradstraße“ aus dem Antrag der Grünen streicht. In dieser Form wurde er schließlich auch mit großer Mehrheit der Bürgerschaft angenommen. „Der Änderungsantrag schwächt unseren ab, zielt aber in dieselbe Richtung“, sagt Andrea Krönert. Auch der Fraktionsvorsitzende der Grünen Uwe Flachsmeyer ist mit dem Ergebnis recht zufrieden. „Mit dem Beschluss wird der Weg geebnet, Gefahrensituationen zu beseitigen.“ In Rostock brauche man endlich eine deutliche höhere Akzeptanz für den Radverkehr. „Für mich bleibt eine Fahrradstraße aber die beste Lösung.“

Johanna Hegermann

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