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Leerstehende Märkte, miese Wege und eine tote Schleuse

Stadtmitte Leerstehende Märkte, miese Wege und eine tote Schleuse

Ortsbeiräte im Wahlkreis 7 schildern Sorgen und Nöte in den Stadtteilen

Stadtmitte. Die Hansestadt Rostock ist zur Landtagswahl am 4. September in vier Wahlkreise eingeteilt, die die OSTSEE-ZEITUNG vorstellt – mit Sorgen und Nöten in den Stadtteilen, mit Erwartungen an die Kandidaten, die sich zur Wahl stellen. Den Auftakt bildet der Wahlkreis 7 – Hansestadt IV mit den Ortsteilen Stadtmitte, Brinckmansdorf, Dierkow, Toitenwinkel, Gehlsdorf, Hinrichsdorf, Krummendorf, Nienhagen, Peez, Stuthof, Jürgeshof, Hinrichshagen, Wiethagen und Torfbrücke.

Dieser Wahlkreis ist der flächenmäßig größte in Rostock und reicht vom Stadtzentrum über Neubaugebiete, Villenviertel und Stadtdörfer bis zum Hafen. Es gehören Gewerbegebiete, Kliniken, Landwirtschaft, Wälder, Kliffs und Landschaftsschutzgebiete dazu. „Die ausufernden Industrieansiedlungen bereiten uns immissions- und flächenmäßig Probleme“, kommt Kurt Massenthe, Ortsbeiratsvorsitzender von Gehlsdorf und weiteren Orten, auch gleich zur Sache. Er fordert, die ländliche Struktur der Stadtdörfer zu erhalten und eine Umgehungsstraße für Gehlsdorf. Hier hofft Massenthe auf Fördermittel und die Unterstützung der Landtagskandidaten.

Toitenwinkels Ortsbeiratsvorsitzende Anke Knitter fehlt in ihrem Stadtteil ein gastronomisches Angebot. „Der Ortsbeirat setzt sich stark dafür ein, zu zeigen, dass Toitenwinkel ein guter Ort zum Leben ist, weil – häufig unberechtigt – Vorurteile bestehen“, sagt Knitter. „Derzeit beschäftigt uns die weitere Entwicklung des Hafenbahnwegs und natürlich der Flächen Lebensbaum 15 und 16, die eine große Chance für Toitenwinkel, für den Zuzug junger Familien bedeuten.“ Der Leerstand mehrerer Einkaufsmärkte indes bereite ihr große Sorgen. Von Schwerin und dem neuen Landtag erhofft sich der Ortsbeirat, dass das Land an der Unterstützung des Förderprogramms „Soziale Stadt“ festhält, von dem auch Toitenwinkel in den vergangenen Jahren profitieren konnte. „Da Wohnraum in ganz Rostock knapp ist, wünschen wir uns noch mehr Unterstützung vom Land für bezahlbaren Wohnungsbau“, so Knitter. „Und es fehlt eine ordentliche Sportstätte für unseren Sportverein FSV Nordost.“

Eine Forderung, die Martin Lau, Ortsbeiratschef in Dierkow-Neu, ausdrücklich unterstützt. In seinem Stadtteil seien in den vergangenen Jahren viele Grünoasen entstanden. „Allerdings versprüht ein Großteil der Gehwege noch den Charme der 1980er Jahre“, sagt Lau. Mancherorts wurden schon Schilder mit Sicherheitshinweisen an den katastrophalen Wegen angebracht. Die Missstände seien lange bekannt, doch offensichtlich gebe es nur Fördermittel für Radwege. Da erhoffe er sich künftig ein klares Engagement vom Wahlkreisvertreter im Landtag.

Die Mühlendammschleuse liegt dem Ortsbeiratschef von Brinckmansdorf, Karl Scheube, sehr am Herzen. „Ein 130 Jahre altes technisches Denkmal kann man nicht zuschütten und damit vernichten. Man kann aber in gemeinsamen Gesprächen mit Bund, Land, Stadt und den über 10000 Befürwortern eine Lösung suchen“, so Scheube. Eine Machbarkeitsstudie zur touristischen Entwicklung mit Einbindung einer funktionstüchtigen Schleuse sollte mit Landeshilfe auf den Weg gebracht werden.

Der Ortsbeirat Stadtmitte hält an der Priorität eines Theaterneubaus fest. „Von Schwerin erwarte ich, dass der Bedeutung Rostocks als wirtschaftliches und wissenschaftliches Zentrum des Landes endlich mehr Rechnung getragen wird“, sagt der Vorsitzende Werner Simowitsch.

Doris Kesselring

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