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Nahverkehr ausbauen und Wohnraum fördern

Stadtmitte Nahverkehr ausbauen und Wohnraum fördern

Ortsbeiräte im Wahlkreis 6 schildern Sorgen und Nöte in den Stadtteilen

Stadtmitte. Die Hansestadt Rostock ist zur Landtagswahl am 4. September in vier Wahlkreise eingeteilt, die die OSTSEE-ZEITUNG vorstellt – mit Sorgen und Nöten in den Stadtteilen, mit Erwartungen an die Kandidaten, die sich zur Wahl stellen. Zum Wahlkreis 6/ Hansestadt III gehören das Komponistenviertel in Reutershagen, die Kröpeliner-Tor-Vorstadt, Hansaviertel, Gartenstadt, Südstadt und Biestow.

„Biestow ist ein Ortsteil, der sich ab 1990 dynamisch entwickelt hat“, sagt der Ortsbeiratsvorsitzende Franz Laube. Auch nach der derzeit laufenden Planung solle das Gebiet ein wesentlicher Bestandteil des weiteren Wohnungsbaus sein. Doch damit kämen auch Probleme. „Die verkehrliche Erschließung ist umstritten“, so Laube. Der historische Dorfkern sei mit zunehmendem Verkehr überfordert.

„Bevor es zu weiterführenden Planungen kommt, müssen noch viele Detailfragen gelöst werden.“ Hier fordert er auch den Einsatz der zukünftigen Landesregierung: Biestow solle durch eine Erweiterung des Straßenbahnnetzes erschlossen werden.

Dicht besiedelt ist auch die Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Der Ausbau des Nahverkehrs ist hier jedoch keine Schwierigkeit. „Probleme bereiten die jetzt schon hohen und weiter steigenden Mieten“, gibt Ortsbeiratsvorsitzende Anette Niemeyer zu bedenken. Hier müsse das Land den sozialen Wohnraum fördern. „Nur wenn auch im Mietpreis begrenzte Wohnungen vorhanden sind, können sich Familien mit normalen Einkommen Wohnen in der KTV leisten.“ Doch auch die Parksituation sei ein Dauerproblem. Hier könnte nach Ansicht des Ortsbeirates das Land Abhilfe schaffen, wenn auf seinen Flächen (Polizei, Universität) Parkhäuser entstehen würden, die auch Anwohnern zur Verfügung stehen.

Auch im Bereich des Universitätsklinikums gebe es einen Parkplatzmangel. „Wir freuen uns sehr, dass das Klinikum bis zum Jahr 2024 durch seinen Eigentümer, das Land MV, umfangreich modernisiert wird“, sagt Karsten Cornelius, Vorsitzender des Ortsbeirats Hansaviertel. „Die Modernisierung bringt natürlich durch Mitarbeiter, Patienten, deren Besucher und Studenten einen zusätzlichen Stellplatzbedarf mit sich“, erklärt Cornelius. Auch Bemühungen, um mehr öffentlichen Nahverkehr oder eine Einführung des Bewohnerparkens würden das nicht kompensieren. „Deshalb bitten wir das Land, dort ein zusätzliches Parkhaus zu errichten.“

Investieren solle die Landesregierung nach Ansicht des Ortsbeirates Reutershagen auch in die Modernisierung des Kompnistenviertels. „Es ist ein älterer Stadtbereich, und vor allem für die Straßen und Gehwege sollte mehr getan werden“, sagt der Vorsitzende Peter Jänicke. Die bisherige Sparpolitik solle überdacht werden. „Die Probleme werden ja nicht weniger.“ Daher sind viele der Meinung, dass das Land mehr Geld der Stadt zukommen lassen solle, damit auch kommunale Projekte vorangetrieben werden. „Wir haben eigentlich keine Schwierigkeiten, bei denen Schwerin helfen kann, wir brauchen Unterstützung aus der Stadt“, sagt auch Armin Zimmermann vom Ortsbeirat Gartenstadt/Stadtweide. Henning Wüstemann aus der Südstadt pflichtet dem bei. „Generell sollten die Kommunen gestärkt werden“, sagt der stellvertretende Vorsitzende. Die Stadtteile seien ja nicht unabhängig. „Wenn Rostock gefördert wird, bekommen auch die Ortsteile mehr ab“, so Wüstemann. Sein Ortsbeiratskollege Fred Mrotzek fügt hinzu: „Eine vernünftige Stadt und damit Stadtteilentwicklung gelingt nur mit Hilfe des Landes.“

Johanna Hegermann

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