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Nato-Schiffe am Passagierkai: Zaungäste dürfen heute an Bord

Warnemünde Nato-Schiffe am Passagierkai: Zaungäste dürfen heute an Bord

Bis Montag liegen eine britische und eine spanische Fregatte sowie ein spanisches Versorgungsschiff in Warnemünde / Heute und morgen dürfen Interessierte an Bord

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Kilian (7) und Änne Retzlaff (39) wollen heute an Bord der Nato-Schiffe gehen.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Kriegsschiffe sind ein vertrautes Bild in Warnemünde. Doch in diesen Tagen machen große und bisher unbekannte Schiffe am Passagierkai fest. Seit gestern liegt dort erstmals ein ständiger Kampfverband der Nato. Der Verband mit seinen drei Schiffen hat in diesem Jahr zum ersten Mal einen Ostseehafen angesteuert.

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Bis Montag liegen eine britische und eine spanische Fregatte sowie ein spanisches Versorgungsschiff in Warnemünde / Heute und morgen dürfen Interessierte an Bord

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„Das ist schon beeindruckend, über welche Militärtechnik andere Länder verfügen“, sagt Klaus-Dieter Gramkowski (72) aus Reutershagen. Er habe die Schiffssilhouette vom Alten Strom aus gesehen und sei neugierig geworden. „Hauptsache es bleibt bei Abschreckung und humanitären Einsätzen“, wünscht er sich.

Einen ganz anderen Wunsch hat Waltraut Voß (62), die in der „Pier 7“ neben dem Kreuzfahrt-Terminal arbeitet. „Wir eröffnen morgen, starten in die neue Saison, und wenn die Schiffe viele Schaulustige anlocken, ist es auch bei uns trotz der Baustelle voll“, ist sie überzeugt.

„Die sind erstaunlich groß“, findet Kilian (7) mit Kennerblick, der mit seiner Mutter Änne Retzlaff (39) gestern am Passagierkai war. „Wir sind regelmäßig in Warnemünde und gehen dann auch immer Schiffe gucken“, erzählt die Hamburgerin, die in Warnemünde groß geworden ist. Ein großer Wermutstropfen beim Bummel gestern war allerdings für sie und alle anderen , dass durch die Großbaustellen am Passagierkai und der Stromgrabenbrücke die Neugierigen auf Distanz gehalten wurden. „Ich würde mir die Schiffe gern richtig ansehen“, sagt Kilian.

Als wenn der spanische Chef des Verbandes, Admiral Jose Enrique Delgado, es geahnt hätte. Er lädt nämlich heute und morgen von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr zum Besuch der Schiffe ein. „Die Schiffe sind offen und Besucher willkommen“, sagt er.

Er sowie Commander Wilbert van Gemeren von der Niederländischen Marine als Chef des Stabes und Commander Ignacio Paz Garcia, Kapitän der Fregatte „Alvaro de Bazan“, haben sich gestern auch ins Ehrenbuch der Hansestadt im Rostocker Rathaus eingeschrieben. Währenddessen war die Mannschaft damit beschäftigt, die Vorräte an Bord aufzufüllen und die Schiffe aufzutanken.

Wobei die Pakete sowohl von Hand zu Hand gereicht werden und im Schiffsinneren verschwinden als auch per Kran an Bord gehievt werden.

Während die Besatzung des niederländischen Kriegsschiffes „Karel Doorman“ am Dienstag gemeinsam mit deutschen Marinesoldaten verschiedene Übungen im Hafen durchgeführt hat, beginnen die Übungsaufgaben für den Kampfverband erst wieder auf hoher See.

Zum „Standing Nato Maritime Group 1“ gehören aktuell die spanische Fregatte „Alvaro de Bazan“, die britische Fregatte „Iron Duke“ sowie ein spanisches Versorgungsschiff „Cantabria“. Am Montag verlässt der Nato-Verband wieder den Rostocker Hafen.

Heute und morgen dürfen Besucher von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr an Bord der Nato-Schiffe.

Vier ständige Verbände

Die Nato unterhält vier ständige maritime Einsatzverbände (Standing Nato Maritime Group) mit Schiffen aus ihren Mitgliedsstaaten. Davon werden zwei durch Fregatten und Zerstörer besetzt, die zwei anderen durch Minenabwehreinheiten. Deutschland beteiligt sich an allen vier Verbänden.

Jährlich werden Übungen abgehalten, die vor allem die Zusammenarbeit stärken sollen, denn mit der Aufnahme neuer Mitglieder wie Polen, Estland, Lettland und Litauen in die Nato erweiterte sich der Kreis der Nationen.

Von Thomas Sternberg

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