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OB soll professionelle Hilfe für Warnemünder Woche prüfen

Stadtmitte OB soll professionelle Hilfe für Warnemünder Woche prüfen

Regattaverein als Organisator im Gespräch / Segler-Dachverband braucht personelle und finanzielle Unterstützung / Runder Tisch mit allen Akteuren angeregt

Stadtmitte. Die Warnemünder Woche als eine der größten Segelveranstaltungen Europas soll professioneller vorbereitet und durchgeführt werden. Die Bürgerschaft hat gestern dem Oberbürgermeister dafür einen entsprechenden Prüfauftrag erteilt. „Großsponsoren sind unzufrieden und haben ihr Sponsoring auf ein Minimum zurückgefahren“, begründet CDU- Fraktionsvize Daniel Peters den Antrag seiner Fraktion. Eine Professionalisierung sei dringend notwendig. „Entweder wird eine eigene städtische Gesellschaft gegründet oder die Organisation und Durchführung in bestehende Gesellschaften, wie den Rostocker Regattaverein, integriert“, sagt Peters.

 

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Mit dem Rostocker Regattaverein besteht bereits eine geeignete Organisations-form.“Roland Methling, Oberbürgermeister

In diesem Jahr rechnen die Veranstalter der Warnemünder Woche mit rund 2000 Seglern aus 27 Nationen auf etwa 850 Booten. Die Besucherzahlen belaufen sich durchschnittlich auf rund 600 000. Bisher wird die internationale Großveranstaltung vor allem über ehrenamtliches Engagement geschultert.

Eine Warnemünder Woche GmbH lehnt Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) ab. Außerhalb des Großereignisses gäbe es kaum Segelregatten auszurichten, so dass die Stadt kein Geld, keine Manpower, keine Arbeitskräfte in eine eigens dafür eingerichtete Gesellschaft stecken könnte. Es fehle die nötige Infrastruktur , „zu jedem Zeitpunkt olympische Segelwettbewerbe in Rostock auszutragen“. Obgleich das Land mehrfach erklärt habe, dafür Möglichkeiten zu schaffen, wie der Oberbürgermeister mit Bedauern erklärt.

Grundsätzlich begrüße die Verwaltung die Initiative der CDU, den Segelsport in Rostock zu fördern, so Methling. „Es ist unser gemeinsames Ziel, diese Sportart in Rostock weiter zu profilieren“, heißt es in seiner Stellungnahme. Er empfiehlt der Bürgerschaft, den 2012 gegründeten Regattaverein zu unterstützen. Der Club als regionaler Dachverband der Rostocker Segler soll die Kräfte der Vereine bündeln, um internationale Regatten in die Stadt zu holen und um Nachwuchstalente auszubilden. „Damit besteht bereits eine geeignete Organisationsform zur Vorbereitung und Durchführung der Warnemünder Woche“, betont Methling. Bei der Übertragung der Aufgaben an den Regattaverein sei zu prüfen, ob der Verein eine personelle und finanzielle Aufwertung erfahren muss – auch in dieser Frage ist sich die Bürgerschaft einig. Das Prüfergebnis sei der Bürgerschaft in der September-Sitzung vorzulegen.

Einstimmigkeit herrscht auch beim Vorschlag des Ausschusses für Schule, Hochschule und Sport. Im Antrag, den Ausschussvorsitzender Karsten Kolbe (Linke) eingebracht hat, heißt es: „Die Hansestadt Rostock bekennt sich zum Segelstandort Rostock-Warnemünde und beauftragt den Oberbürgermeister, unverzüglich einen runden Tisch mit allen Akteuren (unter anderem Hansestadt Rostock, Innenministerium, Landessportbund, ansässige Vereine auf der Mittelmole, Stadtsportbund, Wiro) zu initiieren, um die Zukunft des Segelsports nachhaltig zu sichern, insbesondere die sportfachliche Infrastruktur.“

Einstimmig: Bürgerschaft gibt Startsignal für neue Suppenküche

Die Suppenküche des Wohltat e.V. hat nach zwei Jahren Provisorium in der Küstenmühle nun Aussicht auf Umzug. Im ehemaligen Waschsalon in der Rudolf-Diesel-Straße in der Südstadt soll künftig für Bedürftige in Rostock gekocht werden. Der kommunale Eigenbetrieb KOE hat verschiedene Umbauvarianten geprüft und dieses Objekt als geeignet ausgewählt. Auf der Grundlage der geschätzten Herrichtungskosten wurden Mietpreise von monatlich 2050 bis 2300 Euro für 185 Quadratmeter Fläche kalkuliert, plus etwa 600 Euro Betriebskosten. Zuviel für den Verein, der 2015 rund 41 400 vollwertige Mittagsmahlzeiten an Obdachlose und Warnowpass-Besitzer in Rostock ausgegeben haben. Gestern nun hat die Bürgerschaft einstimmig beschlossen, die Miet- und Betriebskosten für die Suppenküche zu übernehmen. „Ich bin so froh, nun kann der Umbau beginnen“, sagte Vereinschefin Babette Limp-Schelling nach der Sitzung. Ab Mai 2017 könnte dort gekocht werden.

Doris Kesselring

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